Was müssen junge Journalisten heute können? Das sagt der Leiter der Henri-Nannen-Schule
Der Journalismus hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Doch
was heißt das für junge Menschen, die in den Beruf streben? Dominik
Stawski, Leiter der Nannen-Schule, gibt Antworten.
39 Minuten
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Beschreibung
vor 3 Tagen
Was ist die wichtigste Fähigkeit, die ein junger Journalist haben
muss? Dominik Stawski, der seit dem 1. Oktober 2025 die renommierte
Henri-Nannen-Schule in Hamburg leitet, sieht es so: „Die
Fähigkeiten, die ein Journalist heute braucht, sind im Kern nicht
so viel anders als früher.“ Es gehe noch immer darum, gründlich zu
recherchieren und interessante Geschichten finden zu können. Bei
„Journalismus machen“, dem Podcast der Volontäre und jungen
Redakteure der Sächsischen Zeitung, erzählt Stawski, der selbst
über reichlich Audioerfahrung verfügt, warum es bei Reportagen
weniger auf den top druchgestylten ersten Satz ankommt, sondern:
„Darauf, was drinsteckt.“ Stawski erzählt im Interview mit
SZ-Redakteur Moritz Schloms, worauf er bei der Ausbildung von
Journalisten wert legt: „Die jungen und talentierten Leute, die zu
uns kommen, die müssen einen unbedingten Willen und eine Neugier
entwickeln, rauszugehen.“ Er habe den Eindruck, diese Fähigkeit
müsse man heute mehr trainieren als vor 20 Jahren. „Auch in unserer
digitalen Gesellschaft bleibt es für uns Journalisten wichtig,
rauszugehen und mit Menschen in Kontakt zu kommen, die wir in
unserem Milieu sonst nicht treffen.“ Als Journalist sei es wichtig,
Menschen öffnen zu können. Bei Bewerbungen werde er besonders
neugierig, „wenn mir jemand mit seinen Arbeitsproben zeigt, dass er
oder sie das kann und sich was traut und nicht nur die leichten
Wege geht“. Generell empfiehlt er, und nicht nur für die
Henri-Nannen-Schule: „Bewerbt euch.“ Es brauche für die
Nannen-Schule nicht zwangsläufig ein abgeschlossenes Studium oder
Abitur. „Was wir testen, ist, ob jemand die nötigen Fähigkeiten für
diesen Beruf hat.“ Die könne man auch ohne Journalismus-Studium
oder Vorerfahrung haben. Es sei am Ende aber noch immer ein hartes
Verfahren, nicht jeder bekomme einen Platz. Die Anforderungen an
junge Journalisten seien gestiegen. „Es ist mehr dazugekommen und
weniger fällt weg“, sagt er. Ein Beispiel: „Als Autoren unserer
Geschichten müssen wir viel mehr tun, um sie ans Publikum zu
bringen.“ Junge Journalisten, die sich für Bewegtbild und die
Mechaniken der sozialen Netzwerke interessieren und Geschichten für
dieses Publikum erzählen können, hätten Fähigkeiten, die jede
Redaktion brauche. Eine Frage, die junge Journalisten oft umtreibt:
Ist es besser, ein Allrounder zu sein, oder ist es im Alltag
besser, Experte für ein Thema zu werden? Dominik Stawski hat dazu
eine klare Meinung. Welche und was das wiederum mit Umgang von
Redaktionen mit KI zu tun hat, das gibt es zu hören in der neuen
Folge „Journalismus machen“.
muss? Dominik Stawski, der seit dem 1. Oktober 2025 die renommierte
Henri-Nannen-Schule in Hamburg leitet, sieht es so: „Die
Fähigkeiten, die ein Journalist heute braucht, sind im Kern nicht
so viel anders als früher.“ Es gehe noch immer darum, gründlich zu
recherchieren und interessante Geschichten finden zu können. Bei
„Journalismus machen“, dem Podcast der Volontäre und jungen
Redakteure der Sächsischen Zeitung, erzählt Stawski, der selbst
über reichlich Audioerfahrung verfügt, warum es bei Reportagen
weniger auf den top druchgestylten ersten Satz ankommt, sondern:
„Darauf, was drinsteckt.“ Stawski erzählt im Interview mit
SZ-Redakteur Moritz Schloms, worauf er bei der Ausbildung von
Journalisten wert legt: „Die jungen und talentierten Leute, die zu
uns kommen, die müssen einen unbedingten Willen und eine Neugier
entwickeln, rauszugehen.“ Er habe den Eindruck, diese Fähigkeit
müsse man heute mehr trainieren als vor 20 Jahren. „Auch in unserer
digitalen Gesellschaft bleibt es für uns Journalisten wichtig,
rauszugehen und mit Menschen in Kontakt zu kommen, die wir in
unserem Milieu sonst nicht treffen.“ Als Journalist sei es wichtig,
Menschen öffnen zu können. Bei Bewerbungen werde er besonders
neugierig, „wenn mir jemand mit seinen Arbeitsproben zeigt, dass er
oder sie das kann und sich was traut und nicht nur die leichten
Wege geht“. Generell empfiehlt er, und nicht nur für die
Henri-Nannen-Schule: „Bewerbt euch.“ Es brauche für die
Nannen-Schule nicht zwangsläufig ein abgeschlossenes Studium oder
Abitur. „Was wir testen, ist, ob jemand die nötigen Fähigkeiten für
diesen Beruf hat.“ Die könne man auch ohne Journalismus-Studium
oder Vorerfahrung haben. Es sei am Ende aber noch immer ein hartes
Verfahren, nicht jeder bekomme einen Platz. Die Anforderungen an
junge Journalisten seien gestiegen. „Es ist mehr dazugekommen und
weniger fällt weg“, sagt er. Ein Beispiel: „Als Autoren unserer
Geschichten müssen wir viel mehr tun, um sie ans Publikum zu
bringen.“ Junge Journalisten, die sich für Bewegtbild und die
Mechaniken der sozialen Netzwerke interessieren und Geschichten für
dieses Publikum erzählen können, hätten Fähigkeiten, die jede
Redaktion brauche. Eine Frage, die junge Journalisten oft umtreibt:
Ist es besser, ein Allrounder zu sein, oder ist es im Alltag
besser, Experte für ein Thema zu werden? Dominik Stawski hat dazu
eine klare Meinung. Welche und was das wiederum mit Umgang von
Redaktionen mit KI zu tun hat, das gibt es zu hören in der neuen
Folge „Journalismus machen“.
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