RBA377 Im Interview: Dr. Benedikt Quarch

RBA377 Im Interview: Dr. Benedikt Quarch

vor 1 Monat
Dr. Benedikt Quarch behandelt seinen Werdegang als Rechtsanwalt, die Gründung von "Geld für Flug" und die Bedeutung von Technologie im Rechtsbereich. Er fordert Jurastudierende auf, KI zu nutzen und soziale Kompetenzen zu bewahren.
42 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Monat
In dieser Episode des Podcasts "Meinungsrechtlich" wird der
Rechtsanwalt und Unternehmer Dr. Benedikt Quarch als Gast begrüßt,
der über seinen beeindruckenden Lebenslauf und die Entwicklung
seines Unternehmens spricht. Die Diskussion beginnt mit einer
Einführung in Dr. Quarchs Werdegang und seine verschiedenen
Tätigkeiten, darunter die Mitbegründung der RightNow-Gruppe, der
Herausgeberschaft von Fachzeitschriften sowie seine Lehraufträge.
Dr. Quarch beschreibt seine frühen Erfahrungen, die sein Interesse
an Jura und Unternehmertum weckten, einschließlich seiner
Beteiligung an Initiativen wie dem Deutschen Gründerpreis für
Schüler und der Junior Management School. Er erzählt von seinen
Erfahrungen im Jurastudium an der EBS, wo er sowohl Jura als auch
BWL studierte, und von den Herausforderungen, die er dabei
bewältigte. Nebenbei gründete er während des Studiums ein
Unternehmen, das Social Media-Beratung für Städte anbot. Diese
frühen Erfahrungen in der Geschäftswelt und die Kombination aus
juristischer und wirtschaftlicher Ausbildung legen den Grundstein
für seine späteren unternehmerischen Bestrebungen. Dr. Quarch hebt
hervor, wie wichtig es ist, aus der Universität zu lernen und neue
Dinge zu entdecken, was ihm während seines Studiums viel Freude
bereitete. Im Verlauf des Gesprächs geht es auch um die Gründung
von "Geld für Flug", ein Unternehmen, das sich mit der Durchsetzung
von Ansprüchen bei nicht angetretenen Flügen befasst. Dr. Quarch
erläutert, wie er auf die Idee kam, als er selbst von Air Berlin
eine Erstattung für einen nicht angetretenen Flug einforderte und
daraufhin das Geschäftsmodell entwickelte, das den Verbrauchern
sofortige Rückerstattungen anbot. Diese Innovation beruhte auf der
rechtlichen Grundlage des Werkvertragsrechts und führte zu einer
erfolgreichen Geschäftsentwicklung. Die Diskussion beleuchtet die
Skalierungsherausforderungen des Unternehmens und den Bedarf an
Investitionen, um das Geschäftsmodell auszubauen. Dr. Quarch
erklärt, dass das Unternehmen von Anfang an auf ein skalierbares
Modell mit einer klaren Rechtsgrundlage setzen wollte. Dabei wurde
ein einzigartiges Geschäftsmodell entwickelt, das es den
Verbrauchern ermöglicht, sofort einen Teil ihrer Ansprüche zu
erhalten, während der restliche Betrag potenziell später
eingenommen wird. Dies erhöhte das Risiko, erforderte jedoch auch
eine sorgfältige Liquiditätsplanung, die durch Business Angels und
Investoren unterstützt wurde. Ein zentraler Teil des Gesprächs
betrifft auch die Bedeutung von Technologie im Rechtsbereich,
insbesondere durch den Einsatz von Legal Tech. Dr. Quarch und seine
Mitgründer erkannten frühzeitig die Notwendigkeit, Prozesse zu
automatisieren und technologische Lösungen zu integrieren, um die
Effizienz und den Service für die Verbraucher zu verbessern. Sein
Engagement für Legal Tech wird durch seine Rolle im German Legal
Tech Hub und beim Legal Tech Summit unterstützt, wo er dem Netzwerk
und der Community wertvolle Impulse geben möchte. Im Gespräch über
die Zukunft des juristischen Berufes bringt Dr. Quarch seine
Überzeugung zum Ausdruck, dass KI und technologische Fortschritte
zwar bestimmte Tätigkeiten im Rechtsbereich erledigen könnten, aber
nicht alle Juristen ersetzen werden. Vielmehr werden sich die
Anforderungen an Juristen verändern. Dr. Quarch betont die
Wichtigkeit, sich mit neuen Technologien auseinanderzusetzen, aber
auch soziale Kompetenzen und unternehmerisches Denken zu fördern.
Abschließend fasst Dr. Quarch zusammen, dass sich das juristische
Arbeitsumfeld verändert, und ermutigt Jurastudierende, offen für
verschiedene Rechtsgebiete zu sein, die Entwicklung von KI aktiv zu
unterstützen und menschliche Fähigkeiten in ihrer Arbeit zu
bewahren. Seine Botschaft schließt mit einem Appell, neue Pfade zu
erkunden und sich den Herausforderungen in der sich wandelnden
juristischen Landschaft zu stellen.
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