Podcaster
Episoden
06.03.2026
51 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Kirsten Ammon, einer erfahrenen
Rechtsanwältin bei Planet Legal, die sich intensiv mit Datenschutz,
IT-Recht und den Herausforderungen digitaler Geschäftsmodelle
auseinandersetzt. Kirsten erzählt uns von ihrem Werdegang, der sie
von einem Interesse an Journalismus und Jura zur Spezialisierung
auf die Schnittstelle zwischen Recht und Technologie geführt hat.
Ihre Faszination für komplexe rechtliche Fragestellungen in der
digitalen Welt hat sie während ihres Studiums entfaltet,
insbesondere im Bereich Medienrecht und IT-Recht. Wir erörtern die
Rolle von Datenschutz in der heutigen Geschäftswelt und wie wichtig
es ist, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu verstehen, um
Unternehmen effektiv beraten zu können. Kirsten bringt interessante
Einblicke in ihre Erfahrungen als Anwältin in einer Großkanzlei und
die Herausforderungen, die mit der Arbeit in einem solchen Umfeld
verbunden sind. Sie reflektiert über den Wandel, den die
Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) mit sich brachte, und wie
Unternehmen darauf reagierten. Ein zentraler Punkt in unserem
Gespräch ist die Notwendigkeit eines holistischen Ansatzes in der
Rechtsberatung, bei dem Datenschutz nicht isoliert betrachtet wird.
Kirsten weist darauf hin, dass die Integration von
Datenschutzanforderungen in die Geschäftsprozesse von Unternehmen
entscheidend ist, um rechtliche Compliance zu gewährleisten und
gleichzeitig Innovationen nicht zu bremsen. Dabei betont sie die
Bedeutung der frühzeitigen Einbindung von Rechtsberatung in
Entwicklungsprozesse. Kirsten thematisiert auch die
Herausforderungen der aktuellen Gesetzgebung im Datenschutzbereich,
insbesondere bezüglich der Harmonisierung zwischen verschiedenen
Regelungen wie der DSGVO und neuen KI-Vorgaben. Ihr Wunsch nach
einer differenzierten Regelung, die verschiedene Risikostufen
berücksichtigt, zeigt ihre Vision für eine zukunftsorientierte
Gesetzgebung. Auf der persönlichen Seite gibt Kirsten auch
Einblicke in ihre Arbeit als Mutter und Vollzeit-Anwältin, sowie
die Balance zwischen Karriere und Weiterbildung. Sie ermutigt
Zuhörer, sich von ihrem eigenen Interesse leiten zu lassen, wenn es
um Fortbildung und berufliche Entwicklung geht, und spricht über
die Unterstützung, die sie von ihrem Team in Bezug auf ihre
ständigen Bemühungen um Zertifizierungen erhält. Abschließend
teilen wir wertvolle Erkenntnisse über die bedeutenden, aber oft
herausfordernden Aspekte des Datenschutzrechts und die fortlaufende
Entwicklung in diesem dynamischen Bereich.
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04.03.2026
23 Minuten
In dieser Episode sprechen wir über das Buch "DevOps: Wie
IT-Projekte mit einem modernen Toolset und der richtigen Kultur
gelingen", verfasst von Suyevan Viayakumaran. Das Buch, erschienen
im Rheinwerk Verlag, behandelt die komplexen Zusammenhänge moderner
Softwareentwicklung und die synergetische Zusammenarbeit von
Entwicklung, Test und Betrieb innerhalb von Unternehmen. Ich habe
das Buch ausgewählt, da ich der Meinung bin, dass es für viele
Fachleute im IT- und Datenschutzbereich von entscheidender
Bedeutung ist, die zugrunde liegenden Prozesse besser zu verstehen.
Zu Beginn der Diskussion erläutern wir, was der Begriff „DevOps“
tatsächlich bedeutet – ein Kofferwort aus „Development“ und
„Operations“, das die Integration von Entwicklung und Betrieb
zusammenfasst. Dabei wird die Herausforderung deutlich, die
entsteht, wenn verschiedene Abteilungen ihre Aufgaben nicht
kohärent koordinieren. Wir beleuchten, dass die
Entwicklungsabteilungen oft unter zeitlichem Druck arbeiten und
nicht immer in der Lage sind, adäquate Tests durchzuführen. Dies
kann zu Problemen führen, wenn die Lösungen dann in einer realen
Umgebung nicht wie gewünscht funktionieren. Im Verlauf der Folge
befassen wir uns auch mit den rechtlichen Aspekten, die mit der
Nutzung echter Kundendaten während der Entwicklung zusammenhängen.
Datenschutz- und Sicherheitsfragen müssen von Anfang an
berücksichtigt werden, besonders im Hinblick auf die Anforderungen
der DSGVO und des Cyber Resilience Acts. Diese Themen sind wichtig
für die Integrität des gesamten Entwicklungsprozesses und dürfen
nicht ignoriert werden. Ich betone, dass das Buch nicht unbedingt
einen juristischen Fokus hat, jedoch für Juristen, die sich mit
IT-Projekten befassen, äußerst wertvoll sein kann. Es bietet einen
tiefen Einblick in die Abläufe und Herausforderungen moderner
Softwareentwicklung und klärt über die Notwendigkeit auf, die
jeweilige Compliance zu berücksichtigen, um spätere Probleme zu
vermeiden. In der Folge heben wir hervor, dass das Verständnis
dieser Prozesse für Datenschutzbeauftragte und
Digitalisierungsexperten unerlässlich ist, um Projekte erfolgreich
zu begleiten und Risiken zu minimieren. Wir diskutieren den Inhalt
des Buches und die verschiedenen Themen, die darin behandelt
werden, darunter der DevOps-Lifecycle und moderne
Projektmanagementansätze. Das Buch zeigt auf, wie verschiedene
Tools, wie GitHub, in die Entwicklungsprozesse integriert werden,
und bietet praktische Einblicke in die Entwicklung von
Web-Anwendungen. Ich schließe die Episode mit einer klaren
Leseempfehlung für all jene, die sich mit der technischen Seite und
den Herausforderungen modernster IT-Projekte auseinandersetzen
möchten.
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27.02.2026
45 Minuten
In dieser Episode sprechen wir mit Heiko Gossen, dem
Geschäftsführer der Migosens GmbH, einem Unternehmen, das sich auf
Datenschutz und Informationssicherheit spezialisiert hat. Heiko hat
eine interessante Laufbahn hinter sich, die ihn von der Welt des
Films bis in die Tiefen des Datenschutzes geführt hat. In diesem
Gespräch teilen wir seine persönlichen Erfahrungen, die ihn auf den
Weg in die Selbstständigkeit gebracht haben, und werfen einen Blick
darauf, wie sich das Tätigkeitsfeld des Datenschutzes im Laufe der
Jahre gewandelt hat. Heiko erzählt, dass seine berufliche Laufbahn
nicht von Anfang an auf Datenschutz ausgerichtet war. Nachdem er
eine Ausbildung als Elektroniker bei der Telekom absolviert und
Energietechnik studiert hatte, fand er sich zunächst in der
Filmbranche wieder, wo er als Tonassistent arbeitete. Trotz der
spannenden Erfahrungen in dieser kreativen Branche führte ihn seine
Karriere schließlich durch Zufall in die Welt des Datenschutzes.
Mit einer Zusatzqualifikation im Bereich IT-Sicherheit entschied
sich Heiko, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, da er
schon immer den Wunsch hatte, unabhängig zu arbeiten. Im Gespräch
beleuchtet Heiko die Entwicklung des Datenschutzes, insbesondere
die Auswirkungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Er
erläutert, wie er und sein Team auf die Herausforderungen
reagierten, die mit der Einführung der DSGVO einhergingen, und wie
sie Unternehmen dabei unterstützen, die neuen Anforderungen zu
erfüllen. Dies beinhaltete nicht nur die Sensibilisierung der
Kunden, sondern auch das Wachstum ihres Unternehmens und die
kontinuierliche Anpassung an sich verändernde regulatorische
Rahmenbedingungen. Heiko geht auch auf die Wichtigkeit der
Interdisziplinarität im Datenschutz ein. Er betont, dass effektiver
Datenschutz nur funktioniert, wenn technische, rechtliche und
organisatorische Aspekte kombiniert werden. Diese Perspektive hat
ihn dazu gebracht, innovative Lösungen zu entwickeln und eng mit
verschiedenen Abteilungen innerhalb von Unternehmen
zusammenzuarbeiten, um Datenschutzpraktiken umzusetzen, die
gleichzeitig nachhaltig und rechtskonform sind. Darüber hinaus
spricht Heiko über seine Rolle als Vorsitzender des Arbeitskreises
Datenschutz der Bitkom, wo er sich für politische Stellungnahmen
und die Entwicklung praxisrelevanter Hilfestellungen engagiert. Er
beleuchtet die Herausforderungen, die sich dabei ergeben,
insbesondere im Hinblick auf die unterschiedlichen Interessen der
Mitglieder des Verbands, von großen Unternehmen bis hin zu kleinen
Betrieben. Am Ende des Gesprächs gibt Heiko einen Einblick in den
Podcast "Datenschutz-Talk", den er seit 2019 hostet. Er erklärt,
wie die Idee entstanden ist und warum es ihm wichtig ist,
regelmäßig über aktuelle Themen im Datenschutz zu informieren. Der
Podcast dient nicht nur der Wissensvermittlung, sondern auch der
Vernetzung und dem Austausch innerhalb der Datenschutz-Community.
Heikos Leidenschaft für das Thema und seine Bereitschaft, sein
Wissen zu teilen, machen diese Episode zu einer wertvollen
Ressource für alle, die sich für Datenschutz interessieren.
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25.02.2026
14 Minuten
In dieser Episode nehmen wir das Buch "Die KI-Verordnung in der
Praxis" unter die Lupe, das sich mit den rechtlichen Grundlagen und
den Pflichten bei der Anwendung von Künstlicher Intelligenz in
Unternehmen beschäftigt. Michael und ich diskutieren ausführlich
über die Inhalte und die Zielgruppe dieses Werkes, das von
Christian Förster und Julia Strabusinski bearbeitet wurde. Der
kurze und prägnante Ansatz dieses Buches spricht vor allem
Praktiker an – nicht nur Juristen, sondern auch IT-Leiter,
KI-Manager und Entscheidungsträger, die einen ersten Einblick in
die KI-Verordnung erhalten möchten. Wir scrutinieren, wie das Buch
strukturiert ist und welche Informationen es bietet. Der Umfang von
169 Seiten verzichtet auf unnötigen Juristenjargon, was das Lesen
angenehm macht. In diesem Zusammenhang hebt Michael hervor, dass es
zwar an einigen Stellen mehr Tiefe hätte haben können –
insbesondere im Bereich der KI-Kompetenz, der in unserer Praxis
immer wichtiger wird – aber insgesamt wird der pragmatische Ansatz
geschätzt. Das Buch ist bewusst einfach gehalten und bietet eine
gute Basis für Leser, die sich zum ersten Mal mit der Materie
auseinandersetzen. Besonders positiv fällt uns auf, dass das Buch
zahlreiche Schaubilder und Checklisten beinhaltet, die komplizierte
Inhalte anschaulich vermitteln. Auch wenn die Darstellungen nicht
immer unseren Erwartungen an grafische Illustrationen gerecht
werden, erleichtern sie doch das Verständnis und helfen, die
wesentlichen Punkte schnell zu erfassen. Wir diskutieren auch die
Preisgestaltung, die mit 69 Euro für die gedruckte Version und
55,99 Euro für das E-Book vielleicht etwas hoch erscheint, aber als
gut investiertes Geld angesehen werden kann, wenn man die Zeit, die
dadurch bei der Recherche eingespart werden kann, berücksichtigt.
Wir ermutigen unsere Zuhörer, sich die Leseprobe des Buches
anzusehen, um einen ersten Eindruck von der Themenstellung und dem
Aufbau zu bekommen. Mein Anliegen ist, dass dieses Werk in modernen
Unternehmen, unabhängig von Größe und Branche, als wertvolles
Hilfsmittel dienen kann, um sich über rechtliche Fragestellungen
rund um KI zu informieren. Insgesamt stellen wir klar, dass das
Buch als Einstieg in die komplexe Welt der KI-Verordnung
hervorragend geeignet ist, auch wenn für intensivere Studien und
spezifische Anwendungen möglicherweise ergänzende Literatur
erforderlich ist. Wir konstatieren, dass der praktische Nutzen des
Buches für alle Interessierten, die mit Künstlicher Intelligenz im
Unternehmen arbeiten, klar im Vordergrund steht, und appellieren an
die Zuhörer, sich mit den verschiedenen Facetten der KI-Verordnung
auseinanderzusetzen. Den Abschluss bilden unsere Gedanken zur
Wichtigkeit der fortlaufenden Weiterbildung in diesem sich schnell
entwickelnden Bereich, und wir freuen uns darauf, auch in Zukunft
weitere juristische Themen zu beleuchten.
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20.02.2026
44 Minuten
Sophia Wiesmann, eine engagierte Fachkraft im Bereich Datenschutz
und IT-Sicherheit, ist zu Gast in der aktuellen Episode des
Podcasts. Ihre Karriere begann mit einem Bachelor in einem
interdisziplinären Studiengang, der Englisch und
Betriebswirtschaftslehre kombinierte. Diese Ausbildung führte sie
zunächst in die Marketingabteilung des VNR Verlags, wo sie
Erfahrungen im Bereich Arbeitssicherheit sammelte. Im Verlauf des
Gesprächs beschreibt sie, wie sie zu ihrer Rolle im Datenschutz
gekommen ist – ein Weg, der eher zufällig war, aber letztendlich zu
ihrer Leidenschaft für das Thema führte. Zu Beginn ihres Werdegangs
wollte Sophia zunächst ins Ausland und im Bereich Tourismus
arbeiten. Ihr Studium in Mannheim brachte sie jedoch in den
Marketingbereich, wo sie für die Überarbeitung von Inhalten und die
Verbindung zwischen Autoren, Setzern und Kunden verantwortlich war.
Diese Rolle weckte ihr Interesse an komplexeren Themen. Obwohl sie
anfangs keine tiefergehenden Kenntnisse im Bereich Datenschutz
hatte, stellte sich schnell heraus, dass ihre Fähigkeiten im Umgang
mit Informationen und deren Zielgruppengerechter Aufbereitung von
Vorteil waren. Mit dem Wechsel in den Bereich Datenschutz, anfangs
motiviert durch die Möglichkeit, digitale Produkte zu entwickeln,
stehen für sie neue Herausforderungen an. Sie erzählt von ihrem
Einstieg, der mit dem Lesen des Gesetzestextes der DSGVO begann,
das sie aufgrund ihrer vorangegangenen Marketingerfahrungen gut
bewältigen konnte. Der spannende Teil ihrer Arbeit besteht für sie
darin, mit Experten zusammenzuarbeiten und deren Expertise in
praktische Produkte zu übersetzen — ein Prozess, den sie als sehr
kommunikativ beschreibt. Ein zentrales Thema ihrer derzeitigen
Tätigkeit ist die Entwicklung von innovativen Softwarelösungen wie
„Manage for Work“, die es Unternehmen erleichtert, ihre
Compliance-Dokumentation zu managen. Sie berichtet von den
Herausforderungen, die mit der Umstellung von Printprodukten auf
digitale Formate verbunden sind. Dabei sind ihre täglichen Aufgaben
vielfältig: Sie interagiert mit Entwicklern, erstellt Mockups,
testet neue Funktionen und entwickelt Schulungsinhalte für andere
Teams im Unternehmen. Ein weiterer interessanter Aspekt, den sie
anspricht, ist ihre Sicht auf die Komplexität von Dokumentationen
und die Herausforderungen, die sie und ihre Kunden dabei erleben.
Sophia sieht sich oft als „Übersetzerin“ zwischen verschiedenen
Interessengruppen und den benötigten Informationen, wobei sie eine
Balance zwischen technischen Anforderungen und verständlicher
Kommunikation sucht. Sie bringt in der Episode ihre Überzeugung zum
Ausdruck, dass eine gute Kommunikation der Schlüssel in ihrer Rolle
als Produktmanagerin ist. Auf die Frage, wie sich die gesetzlichen
Rahmenbedingungen in Bezug auf Datenschutz und Dokumentation
vereinfachen ließen, äußert sie den Wunsch nach mehr Klarheit und
weniger bürokratischen Hürden. Sie ist der Meinung, dass die
gesetzliche Dokumentationspflicht zwar ein wichtiges Element für
die Produktentwicklung darstellt, jedoch oft die
Benutzerfreundlichkeit auf der Strecke bleibt. Ihre Erfahrungen und
Gedanken zu diesen Themen zeigen, wie beeinflussten Regulierungen
ihre Arbeit als Produktmanagerin. Abschließend gibt Sophia noch
einen hilfreichen Ratschlag für diejenigen, die in einem ähnlichen
Bereich tätig werden möchten. Gespräche mit Menschen aus den
gewünschten Berufsfeldern sind wichtig, um ein realistisches Bild
zu bekommen und sich für richtige Entscheidung zu rüsten. Die
Neugier und die Bereitschaft, unbekannte Wege zu gehen, haben ihr
geholfen, sich in ihrer Karriere weiterzuentwickeln. Ihr
Gesamtpaket an Erfahrungen, vom Marketing über die technische
Produktentwicklung bis hin zum Datenschutz, bietet einen
reichhaltigen Einblick in die Vielseitigkeit ihrer Arbeit und den
Wert von Flexibilität in der Karrieregestaltung.
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