Höchstleistung ohne Lobby: Alleinerziehende Frauen

Höchstleistung ohne Lobby: Alleinerziehende Frauen

56 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche

Wie lässt sich der Alltag zwischen Vollzeit-Ansprüchen,
Kita-Schließzeiten und politischem Ehrenamt organisieren, wenn
man auf sich allein gestellt ist? Warum sind Alleinerziehende in
Berlin zwar eine riesige Gruppe, haben aber dennoch kaum eine
wirksame politische Lobby? Und welche strukturellen Veränderungen
sind nötig, damit Kinder für Frauen nicht länger ein
programmiertes Armutsrisiko bedeuten?


Elke Breitenbach feiert das zweijährige Jubiläum von „Hinten
Links Außen“ und spricht mit Maxi Häber, die als alleinerziehende
Mutter in Berlin-Pankow nicht nur berufstätig, sondern auch
antifaschistisch und parteipolitisch aktiv ist. Es geht um den
persönlichen Weg vom „Einschlafen vor dem Fernseher“ aus
Einsamkeit in der Kleinkindphase bis hin zur Kandidatur für das
Abgeordnetehaus, um den täglichen Wecker um 04:30 Uhr und das
Jonglieren mit starren Arbeitszeiten in der Verwaltung.


Maxi Häber beleuchtet, warum die Debatte um „Lifestyle-Teilzeit“
völlig an der Realität von Frauen vorbeigeht, die täglich enorme
unbezahlte Care-Arbeit leisten, und warum das aktuelle System des
Unterhaltsvorschusses Alleinerziehende finanziell systematisch
benachteiligt. Sie thematisiert zudem den Mangel an bezahlbarem
Wohnraum, der dazu führt, dass Wohnzimmer oft gleichzeitig
Schlafzimmer sein müssen, und fordert innovative
Betreuungsmodelle außerhalb starrer Kita-Öffnungszeiten, um echte
berufliche Teilhabe zu ermöglichen.


Ein Gespräch über die Kraft von Netzwerken, die Notwendigkeit
einer echten Kindergrundsicherung und die Vision einer
Stadtpolitik, die die Höchstleistung von Alleinerziehenden
endlich anerkennt und unterstützt.


Die Sendung wurde am 09.03.2026 in Berlin aufgezeichnet.
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