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Episoden

Queer & kommunal
04.02.2026
60 Minuten
Was bedeutet es, als queere und taube Person den „Tanker“ der Verwaltung von innen heraus zu verändern? Wie wird Antidiskriminierungsarbeit in einem Berliner Bezirksamt konkret umgesetzt? Und welche Rolle spielt das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) dabei, Bürger*innen eine Stimme gegen strukturelle Benachteiligung zu geben? Klaus Lederer spricht mit Martin Vahemäe-Zierold, dem Beauftragten für Queer und Antidiskriminierung im Bezirksamt Mitte, über die Herausforderungen und Chancen einer inklusiven Verwaltung. Es geht um den persönlichen Weg von der „geschlossenen Bubble“ der Gehörlosenschulen in der DDR bis hin zur Leitung einer kommunalen Beschwerdestelle, die tägliche Arbeit mit Gebärdensprachdolmetschenden und die Überwindung von Audismus im Berufsalltag. Martin Vahemäe-Zierold beleuchtet, warum Sichtbarkeit in der Verwaltung eine wichtige Vorbildfunktion hat und wie intersektionale Perspektiven helfen, die Überlagerung verschiedener Diskriminierungsformen besser zu verstehen. Er thematisiert zudem das Ringen um Fördergelder für queere Projekte, die Notwendigkeit von Schutzräumen in Stadtteilen wie Wedding oder Moabit und kritisiert das Konkurrenzdenken innerhalb marginalisierter Gruppen. Ein Gespräch über den mühsamen Prozess des strukturellen Wandels, die Kraft der Repräsentation und die Vision einer Stadtverwaltung, die so vielfältig ist wie die Menschen, für die sie arbeitet. Die Folge wurde am 02.02.2026 in Berlin aufgenommen.
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Kältehilfe: Warm ist nicht genug
21.01.2026
58 Minuten
Was bedeutet es, bei klirrender Kälte auf Berlins Straßen zu überleben? Wie hat sich die Kältehilfe in den letzten 30 Jahren von einer kleinen kirchlichen Initiative zu einem hochprofessionellen, aber oft anonymen System entwickelt? Und warum ist ein „warmes Bett“ für die Nacht allein noch lange keine nachhaltige Lösung gegen Obdachlosigkeit? Elke Breitenbach spricht mit Robert Veltmann, Mitbegründer der GEBEWO und langjähriger Experte der Berliner Wohnungslosenhilfe, über die aktuelle Situation der Kältehilfe und die strukturellen Mängel im Hilfesystem. Es geht um die historische Entwicklung von familiären Kirchengemeinde-Angeboten der 90er-Jahre hin zu heutigen großen Notübernachtungen, die zunehmende Diversität der Gäste – von wohnungslosen Familien bis hin zu internationalen Hilfesuchenden – und die spezifischen Herausforderungen wie Suchterkrankungen und psychische Belastungen. Robert Veltmann berichtet aus seiner aktuellen Praxis in der Nachtbereitschaft im Steglitzer Kreisel und reflektiert die Erfahrungen mit 24/7-Unterkünften während der Corona-Pandemie. Er beleuchtet, warum dauerhafte Perspektivarbeit in der klassischen Kältehilfe oft zu kurz kommt und welche Rolle Projekte wie „Housing First“ oder die Präventionsarbeit in den Bezirken spielen müssen, um Obdachlosigkeit nicht nur zu verwalten, sondern nachhaltig zu beenden. Ein Gespräch über die Grenzen der Akuthilfe, das Ringen um die menschliche Würde in überfüllten Schlafsälen und die Hoffnung auf ein System, das mehr bietet als nur den Schutz vor dem Erfrierungstod. Die Folge wurde am 19.01.2026 in Berlin aufgenommen.
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Macht Queer Schule?
10.12.2025
1 Minute
Was passiert, wenn trans, inter und nicht-binäre Schüler*innen in Schulen sichtbar werden? Wie können Lehrkräfte für queere Jugendliche Vorbilder sein? Und welche Rolle spielt die Schulverwaltung bei der Schaffung diskriminierungsfreier Räume? Klaus Lederer spricht mit Martin Helbig von der AG Schwule Lehrer in der GEW über die aktuellen Herausforderungen der queeren Community im Berliner Bildungssystem. Es geht um die notwendige Stärkung der Trägerlandschaft , die Einrichtung von Beschwerdestellen , und die praktischen Fragen, die Eltern von Trans-Kindern an Schulen stellen, wie die Verfügbarkeit von All-Gender-Toiletten. Martin Helbig beleuchtet, warum das Thema Non-Genderkonformität in der Schulpolitik zentraler wird , und kritisiert die Vorstellung, dass Projekte für queere Schüler*innen durch Angebote der Volkshochschule oder der Landeszentrale für politische Bildung ersetzt werden könnten. Ein Gespräch über Solidarität, das Ringen um notwendige Strukturen und die Hoffnung auf diskriminierungsfreie Schulen. Die Folge wurde am 08.12.2025 in Berlin aufgenommen.
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Obdachlos - Zwischen Räumung und Zuflucht
05.11.2025
1 Minute
Wie erleben Menschen, die auf der Straße leben, eineStadt, die sie kaum noch duldet? Und was bedeutet soziale Arbeit, wenn Hilfsangebotewegbrechen und Perspektiven fehlen? Mit Lutz Müller-Bohlen, Sozialarbeiter und Fotograf,spricht Elke Breitenbach über die Realität obdachloser Menschen in Berlin –über Projekte, die Hoffnung geben, und über Strukturen, die an ihre Grenzenstoßen. Es geht um Buslinien für wohnungslose Menschen, um den Wert vonPeer-Arbeit, um die Bedeutung des solidarischen Grundeinkommens und um denVersuch, Würde und Stabilität in einem System zu bewahren, das oft nurkurzfristig hilft. Was heißt „Kältehilfe“, wenn sie nur für eine Nacht Wärmebietet? Wie verändern sich Nachbarschaften, wenn Anwohner*innenbeginnen, Verantwortung zu übernehmen? Und welche politischen Schritte braucht es, damit niemandmehr auf der Straße leben muss? Ein Gespräch über Engagement, Strukturen und die Frage,wie eine Stadt aussehen kann, die wirklich für alle da ist. Die Folge wurde am 03.11.2025 in Berlin aufgenommen.
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Solidarische Städte, Gelebte Demokratie?
08.10.2025
58 Minuten
Wie lässt sich Demokratie im Alltag leben – und was bedeutet Solidarität auf kommunaler Ebene ganz konkret? Mit Wenke Christoph, Politikwissenschaftlerin, ehemalige Berliner Staatssekretärin und Mitautorin des Buchs „Solidarische Städte“, spricht Elke Breitenbach über das Versprechen einer Stadt, die niemanden ausschließt. Es geht um Zufluchtsorte, City-IDs, Teilhabe und das Recht auf Daseinsvorsorge – unabhängig von Aufenthaltsstatus, Einkommen oder Pass. Was können Kommunen tun, wenn Bund und Länder sich abschotten? Wie schaffen Städte Räume, in denen Menschen miteinander statt nebeneinander leben – in denen Einsamkeit, Wohnungsnot und Ausgrenzung nicht einfach hingenommen werden?Anhand von Beispielen aus Berlin, Neapel und Barcelona geht es um gelebte Demokratie im Kleinen: um Begegnungscafés und Wärmeorte, um Bürgerhaushalte und lokale Beteiligung, um Netzwerke, die gegen soziale Kälte ankämpfen – und darum, wie politische Teilhabe wieder spürbar wird. Wie kann eine City-ID Türen öffnen, wo Bürokratie sonst Mauern baut?Warum brauchen wir eine vielfältige Verwaltung, die die Gesellschaft widerspiegelt?Und was verraten solidarische Städte über den Zustand unserer Demokratie? Ein Gespräch über konkrete Politik, zivilgesellschaftlichen Mut und die Hoffnung auf eine Stadt, in der Solidarität kein Slogan ist, sondern gelebte Praxis. Die Folge wurde am 06.10.2025 in Berlin aufgezeichnet.
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Über diesen Podcast

"hinten links außen" ist der Podcast der linken Abgeordneten und ehemaligen Berliner Senator:innen Elke Breitenbach und Klaus Lederer. Mit spannenden Gäst:innen diskutieren sie immer abwechselnd aktuelle Herausforderungen, politische Entwickungen und Themen, die normalerweise zu kurz kommen. "hinten links außen" gibts auf Twitch, YouTube und überall, wo es Podcasts gibt.

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