Queer & kommunal

Queer & kommunal

60 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat

Was bedeutet es, als queere und taube Person den „Tanker“ der
Verwaltung von innen heraus zu verändern? Wie wird
Antidiskriminierungsarbeit in einem Berliner Bezirksamt konkret
umgesetzt? Und welche Rolle spielt das
Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) dabei, Bürger*innen eine
Stimme gegen strukturelle Benachteiligung zu geben? Klaus Lederer
spricht mit Martin Vahemäe-Zierold, dem Beauftragten für Queer
und Antidiskriminierung im Bezirksamt Mitte, über die
Herausforderungen und Chancen einer inklusiven Verwaltung. Es
geht um den persönlichen Weg von der „geschlossenen Bubble“ der
Gehörlosenschulen in der DDR bis hin zur Leitung einer kommunalen
Beschwerdestelle, die tägliche Arbeit mit
Gebärdensprachdolmetschenden und die Überwindung von Audismus im
Berufsalltag. Martin Vahemäe-Zierold beleuchtet, warum
Sichtbarkeit in der Verwaltung eine wichtige Vorbildfunktion hat
und wie intersektionale Perspektiven helfen, die Überlagerung
verschiedener Diskriminierungsformen besser zu verstehen. Er
thematisiert zudem das Ringen um Fördergelder für queere
Projekte, die Notwendigkeit von Schutzräumen in Stadtteilen wie
Wedding oder Moabit und kritisiert das Konkurrenzdenken innerhalb
marginalisierter Gruppen. Ein Gespräch über den mühsamen Prozess
des strukturellen Wandels, die Kraft der Repräsentation und die
Vision einer Stadtverwaltung, die so vielfältig ist wie die
Menschen, für die sie arbeitet.


Die Folge wurde am 02.02.2026 in Berlin aufgenommen.

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15