Trumps Vier-Wochen-Szenario | Von Jochen Mitschka

Trumps Vier-Wochen-Szenario | Von Jochen Mitschka

vor 1 Monat
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vor 1 Monat

Alle wissen, dass die Abwehrraketen der USA und ihrer
Verbündeter für höchstens 3-4 Wochen intensiven Luftkrieg
ausreichen. Was passiert danach? Die befürchtete
Nuklear-Eskalation? Wie ist das Kriegsszenario der USA? Oder
geht's nur ums "Geschäft"?


Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.


Der Konflikt begann mit koordinierten
US-amerikanisch-israelischen Angriffen auf iranische Ziele im
Bereich Nuklearwaffen, Raketen und Führung. Der Angriff startete
(1) am 28. Februar 2026 mit gemeinsamen US-israelischen
Luftangriffen auf iranische Militär- und Führungsziele,
einschließlich nuklearer Einrichtungen, Raketenbasen und
Kommandostrukturen. Der US-Präsident Donald Trump kündigte (2)
"große Kampfoperationen" an, und Israel bestätigte den Einsatz
von über 200 Kampfflugzeugen gegen 500 Ziele – den größten
Angriff in der Geschichte der israelischen Luftwaffe. Der
iranische Supreme Leader Ali Khamenei wurde in den ersten Stunden
ermordet (3). Die Operationen zielten explizit auf die Zerstörung
von Irans Nuklear- und Raketenfähigkeiten ab, um einen
Regimewechsel zu erzwingen.


Erwartungsgemäß reagierte der Iran mit Raketenangriffen und
regionalen Stellvertreterangriffen gegen Israel und
US-Stützpunkte, darunter auch in den Golfstaaten mit
US-Militärstützpunkten wie dem Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in
Katar, Ali Al Salem in Kuwait, Al Dhafra in den Vereinigten
Arabischen Emiraten und der Fünften US-Flotte in Bahrain. Über
400 Raketen und 800 Drohnen wurden in den ersten zwei Tagen
abgefeuert (4), was zu Schäden an Flughäfen und Infrastruktur
führte (z.B. in Dubai, Abu Dhabi und Manama). Die Hisbollah (als
iranischer Proxy) feuerte Raketen auf Israel ab, was nach
vorherigen ca. 10.000 Waffenstillstandsverletzungen durch Israel
zu "Gegenangriffen" (5) Israels in Libanon führte.


Außerdem forderte Israel die Bevölkerung auf, den Süden des
Libanons zu verlassen, offensichtlich versucht Israel nun im
Schatten des Irankrieges, endlich den Süden bis zum Fluss Litani
zu besetzen, wie schon 1967 geplant. Die Angriffe des Irans haben
den Angriffskrieg der USA und Israels auf die gesamte Region
ausgeweitet.


Berichten zufolge waren die US-amerikanisch-israelischen
Operationen auf mehrere Wochen angelegt (6). Laut israelischen
Streitkräften umfasste der gemeinsame Angriff über 200
Kampfflugzeuge, die 500 Ziele attackierten – der größte Angriff
in der Geschichte der israelischen Luftwaffe. Insgesamt seien von
der angreifenden Koalition 2.000 Ziele bombardiert (7) worden.
Laut Trump sollte der Angriffskrieg lediglich vier Wochen dauern
(8). Am Freitag wurden in der Anfangsphase über 200 Tote und
Hunderte Verletzte im Iran gemeldet, am 2. März stiegen die
Zahlen (9) auf über 550 mit steigender Tendenz. Entgegen den
Zusicherungen der USA und Israels wurden bereits zivile
Zwischenfälle gemeldet (z. B. Opfer bei Angriffen auf Schulen
(10)). Iranische Medien beschreiben drastische Kollateralschäden
(11). Diese Angriffe werden die globalen Wirtschaftsaussichten
beeinträchtigen, die bereits durch geoökonomische Fragmentierung
(Sanktionsblöcke, Aufspaltung der Lieferketten) und die extrem
hohe Sensibilität des Ölmarktes (Hormus-Risikoprämie)
eingeschränkt sind.


Der Konflikt hat zu einem sprunghaften Anstieg (12) der Ölpreise
geführt (Brent-Crude um 7–13% auf bis zu 82 USD/Barrel). Worüber
sich Russland freuen dürfte, was zum Zeitpunkt der
Veröffentlichung bereits überholt sein dürfte. Analysten warnen
(13) vor Preisen von 115–140 USD bei anhaltender Eskalation, mit
Verdopplung von Versicherungskosten für Schiffe im Golf und Roten
Meer. Die globale Inflation könnte um 1–1,5% steigen, das BIP im
Nahen Osten um 5–8% sinken, und das globale Wachstum (14) um
0,7%. Der Konflikt verstärkt (15) die geoökonomische
Fragmentierung (Sanktionen, Lieferketten) und erzeugt
Unsicherheiten, welche Investitionen verzögern oder verhindern.


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