Frauenpower im Tiefbauamt: Führung, Werte und Verkehrswende – mit Sylvia Uehlendahl

Frauenpower im Tiefbauamt: Führung, Werte und Verkehrswende – mit Sylvia Uehlendahl

Werteorientierte Führung - mit Mut, Menschlichkeit und Authentizität für bessere Städte und Arbeitswelten
34 Minuten
Podcast
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Beschreibung

vor 3 Tagen
In dieser Episode spricht Julia Peters mit Sylvia Uehlendahl, der
Leiterin des Tiefbauamts der Stadt Dortmund. Wir erfahren, wie das
Tiefbauamt die Stadt gestaltet, warum technische Berufe auch Frauen
begeistern können und wie es gelingt, mit Leidenschaft und
Sinnorientierung Führung zu leben. Sylvia berichtet von ihrem
ungewöhnlichen Einstieg in die Branche, ihrer Motivation, den
Stadtalltag für alle lebenswerter zu machen, und sie teilt
persönliche Erfahrungen zum Thema werteorientierte Führung und
Gleichberechtigung. Vom Bagger fahren zum Mentoring Was macht
eigentlich ein Tiefbauamt? Für viele ein abstraktes Konstrukt, für
Sylvia eine tägliche Spielwiese für Veränderung und Innovation.
Angefangen bei der Frage, ob sie selbst Bagger fahren kann – "Ja,
kann ich!" Sylvia erzählt, dass selbst anpacken immer noch eine
große Freude ist. Doch das Amt bewegt viel mehr: Straßen,
Signalanlagen, Beleuchtung, Stadtbahntrassen und vieles mehr. Über
480 Menschen arbeiten bei ihr und tragen dazu bei, die
Lebensqualität in Dortmund maßgeblich zu verbessern. Frauen in
MINT-Berufen: Rollenbilder verändern sich Sylvia war eine von ganz
wenigen Frauen im Bauingenieurwesen. Daher ist sie heute auch
Mentorin für junge Ingenieurinnen. Ihr Appell: "Nur Mut! Wir haben
den besten Job der Welt, weil wir gestalten können und sehen, was
wir bewirken." Sie fördert gezielt Nachwuchstalente und setzt sich
für echte Gleichberechtigung ein – denn Erfahrung ist wichtig, aber
auch die Bereitschaft, Verantwortung zu delegieren und als Team
zusammenzuwachsen. Werteorientierte Führung: Vertrauen, Transparenz
und Authentizität Ein zentrales Leitmotiv des Gesprächs ist die
werteorientierte Führung. In Zeiten von Ressourcenknappheit und
rauerem Klima brauche es gerade jetzt Menschen, die Werte nicht nur
predigen, sondern sie mit Leben füllen. Sylvia sieht sich als Teil
eines Führungsteams, nicht als klassische "Chefin", und lebt das
Prinzip, Mitarbeitende zu bestärken und zu schützen: "Wenn sie (die
Mitarbeitenden) mich brauchen, stelle ich mich mit breiten
Schultern vor sie. Aber sie können und sollen eigenverantwortlich
handeln." (Sylvia Uehlendahl) Sie betont, wie wichtig ehrliches
Feedback ist und nutzt Instrumente wie das Führungsfeedback, um
sich selbst weiterzuentwickeln und ihre Mannschaft mitzunehmen.
Wertschätzung, ein ernst gemeintes Dankeschön – und manchmal auch
ein Lächeln – sind ihrer Auffassung nach die wahren Treiber von
Motivation und Teamgeist. Von der Generationenvielfalt lernen Auch
das Thema Generationenmix taucht immer wieder auf. Das oft
belächelte Stichwort "Work-Life-Balance" der jüngeren Generation
entpuppt sich im Rückblick als zukunftsweisend. Ergebnisorientiert,
engagiert und trotzdem selbstsorgsam: Das bringe alle weiter, meint
Silvia. "Nur wer gesund bleibt, kann auch langfristig für die
Organisation da sein." (Sylvia Uehlendahl) Fazit: Mut,
Menschlichkeit und Authentizität verändern Stadt und Arbeitswelt
Die wichtigsten Botschaften aus diesem Gespräch sind universell:
Wertschätzung kostet nichts und bringt alles. Echtes Interesse,
ehrlicher Dank und Authentizität sind die Basis für einen wirksamen
Wandel – ob bei der Verkehrswende, in gleichberechtigten Teams oder
im täglichen Miteinander. Und manchmal ist der erste Schritt zu
großen Veränderungen einfach: anfangen, Türen öffnen und ein
Lächeln schenken. Timestamps: 00:00 "Tiefbauamt Dortmund:
Aufgabenbereiche" 03:22 Stadt gestalten: Einfluss nutzen 08:50
"Führungsstil: Stärke durch Unterstützung" 12:26 „Sinnvolle
Gestaltung im Miteinander“ 13:35 Fachkräftemangel und
Verkehrswende-Chancen 16:44 Anonymes Führungsfeedback und Bewertung
21:22 "Arbeitsklima und Wertschätzung" 25:48 Straßen, Verkehrswende
und Sicherheit 27:56 „Optimistisch in die Zukunft blicken“ 31:12
"Wertschätzung im Alltag leben"

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