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  4. Zen zwischen Disziplin und Loslassen mit Philipp Funk
Philipp Funk ist Zen-Mönch und Zen-Lehrer
in der Sōtō-Zen-Tradition. Er praktiziert Zazen seit 1996 und
wurde 2001 formell ordiniert. Geprägt wurde sein Weg durch seinen
Lehrer Missen Michel Bovay, einen engen Schüler von Taisen
Deshimaru. Gemeinsam mit Weggefährt*innen gründete Philipp 2012
das Mushin Zen Dojo Zürich, das er bis heute mitverantwortet.
Neben seiner Zen-Praxis arbeitet er im Bereich Kommunikation und
Marketing und verantwortet an der ZHAW die Online- und
Social-Media-Kommunikation im Departement Gesundheit. Dort
initiierte er auch das Format Zen @ Work. Seine Praxis
vertiefte er unter anderem in mehrmonatigen Aufenthalten in
japanischen Ausbildungstempeln der Sōtō-Tradition.

Im Gespräch sprechen wir über Zen als konsequent
praxisorientierten Weg: Zen ist Zazen – Sitzen ohne
Ziel, ohne Absicht, ohne Versprechen. Philipp beschreibt, wie er
aus einer Phase der Orientierungslosigkeit heraus «von null auf
Sesshin» in ein Winterlager in Frankreich einstieg und warum ihn
gerade diese Einfachheit, Strenge und Gemeinschaft nachhaltig
geprägt haben. Ein zentrales Thema ist Mushotoku, die
Absichtslosigkeit: Wie kann Praxis ohne Absicht sein, wenn man
sich doch immer wieder bewusst aufs Kissen setzt?

Wir sprechen über die Meister-Schüler-Beziehung im Zen, über
Vertrauen, Projektionen und das notwendige Nein-Sagen – ebenso
über Krankheit, Sterben und Abschied am Beispiel seines Lehrers.
Weitere Themen sind Zen-Training in Japan, Verantwortung nach der
Dharma-Übertragung (Shihō) sowie die Frage, wie sich Zen jenseits
von Esoterik, Selbstoptimierung und Heilsversprechen im Alltag
verkörpert.

Wir sprechen über:

🪑 Zen ist Zazen – Praxis statt
Philosophie Einstieg in Zen – Krise,
Suche und der Sprung ins
Sesshin️ Mushotoku – Ziellosigkeit und
Motivation im Spannungsfeld Sangha –
Gemeinschaft, Verantwortung und
Alltagspraxis‍ Meister–Schüler-Beziehung –
Nähe, Reibung und Emanzipation️ Krankheit &
Tod – Begleitung des Lehrers und
Abschied Pilgerschaft auf zwei
Rädern – langsames Loslassen des
Lehrers️ Zen in Japan –
Ausbildungstempel, Rituale und
Grenzerfahrungen Dharma-Übertragung
(Shihō) – Verantwortung ohne
Rezept Zen & Kunst – Begegnungen
mit Musik und Improvisation

Ein Gespräch über Zen ohne Verklärung – über Sitzen, Loslassen
und die Frage, wie Praxis trägt, wenn nichts erreicht werden
will.

Weitere Informationen:

 ⁠https://www.zen-zurich.ch⁠ ⁠https://www.youtube.com/@myosanfunk⁠

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kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun –
weitere Infos findest du auf meiner Website:
⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.meditationsszene.ch⁠⁠⁠ Herzlichen Dank!

Inhalt:

00:00:00 Intro

00:02:11 Biografischer Hintergrund von Philipp Funk

00:05:12 Was bedeutet «Zen ist Zazen»?

00:12:20 Erste Sesshin: Einstieg ins Zen ohne Vorerfahrung

00:20:05 Bodai Shin – was trägt über Jahre in der Praxis?

00:23:22 Die Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung im Zen

00:26:56 Absichtslosigkeit im Zen: Deshimaru und Mushotoku

00:35:26 Missen Michel Bovay: Lehrer, Mensch, Wegbegleiter

00:52:28 Den Lehrer durch Krankheit begleiten

00:56:07 Abschied, Übergang und Veloweltreise

00:59:55 Leben und Praxis im japanischen Ausbildungstempel

01:17:01 Erweckung im Zen – und ihre Wirkung im Alltag

01:23:49 Einsicht und Alltagspraxis

01:28:28 Dharmaübertragung: Bedeutung und Verantwortung

01:46:31 Zen, Musik und künstlerische Praxis

01:54:20 Hinweise zu Philipps Arbeit und Angeboten
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„Zen zwischen Disziplin und Loslassen mit Philipp Funk“

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