Beschreibung
vor 3 Monaten
Als Manuela Lanzinger im Jahr 2004 die Diagnose Multiple Sklerose
bekam, war sie als Umweltberaterin bei den Wiener
Volkshochschulen tätig. Sie hatte Glück: ein verständnisvoller
Chef, ein Betriebsklima, in dem sie offen über ihre Erkrankung
sprechen konnte. Kündigungsangst? Nein. Unterstützung? Ja.
Und trotzdem: Teilzeit bedeutete weniger Lohn – und später
weniger Pension. Projekte wurden ihr zunächst nicht mehr
zugetraut. Im Team brauchte es Sensibilisierungsarbeit. Lanzinger
musste argumentieren, überzeugen, sich Zuständigkeiten
zurückholen. Am Ende führte genau das zu besseren Strukturen für
alle– etwa klar geregelten Stellvertretungen bei Projekten.
Heute ist sie Vizepräsidentin des Österreichischen
Behindertenrates – und sieht die größeren Zusammenhänge. Die
Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung steigt massiv.
Besonders Frauen mit Behinderung sind von Mehrfachdiskriminierung
betroffen – viele scheinen in keiner Statistik auf.
Was es braucht, damit ihr Potenzial nicht verloren geht –darüber
sprechen wir jetzt.
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