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Zwischen Chatbot und Vertrauensperson: KI in der Jugendberatung

Zwischen Chatbot und Vertrauensperson: KI in der Jugendberatung

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Chatbots helfen bei Hausübungen, unterstützen beim Schreiben von
Bewerbungen und beantworten Fragen, die man früher vielleicht
einer Beraterin oder einem Freund gestellt hätte. Wie verändert
sich die Arbeit mit Jugendlichen dadurch? Können Chatbots echte
Unterstützung bieten? Und wie viel von uns geben wir preis, wenn
wir einer KI unsere Fragen, Sorgen und Zukunftspläne anvertrauen?
Darum ging es bei den Workshops und Redebeiträgen bei den
Jugendcoaching-Fachtagen von dabei-austria im April 2026. Ich
habe mich mit drei Vortragenden getroffen und nachgefragt, was
Künstliche Intelligenz für die Praxis im Coaching bedeutet. 

Daniel Lohninger ist einer der beiden
Geschäftsführer der Epicenter Academy, dem Bildungswerk der Non
Government Organisation „epicenter works“ mit Sitz in Wien. Die
NGO setzt sich für die Grund- und Freiheitsrechte im digitalen
Zeitalter ein. Daniel Lohninger ist seit mehr als 15 Jahren dabei
und vermittelt den Jugendlichen ein Gefühl dafür, welche Daten
von ihnen gesammelt werden und vor allem, was damit
passiert. 

 Unternehmen speichern die Daten ja nicht einfach nur,
sondern versuchen, etwas über uns herauszufinden. Das nennt sich
Profiling, das heißt, es werden Profile über alle Menschen
erstellt und man versucht Eigenschaften herauszufinden über
Menschen. Das sind hunderttausende Eigenschaften, sogenannte
Datenkategorien, für ein paar Milliarden Menschen gespeichert bei
diesen Datenhändlern und das macht uns halt sehr berechenbar. Und
das mit Daten werden gehandelt.

94 Prozent der 11- bis 17-jährigen nutzt KI-Chatbots. Das zeigte
eine Erhebung von Saferinternet im Februar 2026. 90 Prozent
nutzen ChatGPT, knapp ein Viertel der Befragten sogar täglich.
Stefan Kühne befasst sich beruflich viel mit
Künstlicher Intelligenz. Er ist selbstständiger Lehrbeauftragter
und Erwachsenenbildner für die Themen Online-Beratung, digitale
soziale Arbeit und KI in der sozialen Arbeitet und unterrichtet
an Hochschulen in Österreich und Deutschland. 

 Und dann sehen wir natürlich einerseits eine ganz starke
Nutzung für schulische Zwecke, für Nachhilfe zum Lernen und so
was. Aber, und das wäre meine Prognose für die kommenden Jahre,
wir sehen eben schon einen hohen Anteil von Jugendlichen. Die
diese KI-Chatbots auch zu Themen des persönlichen Lebens fragen.
Das sind zu Problemen in der Schule, mit den Eltern, in
Beziehungen, in Freundschaften. Das heißt, Jugendliche fangen an,
Klammer auf, Erwachsene machen das auch Klammer zu, diese KI
Chatbots zu sehr privaten oder auch intimen Themen zu fragen. Und
oftmals vertrauen sie diesen Antworten dann auch.

Was man beim Einsatz von KI bei Bewerbungsschreiben beachten
sollte, darüber spreche ich mit Peter Marsch,
Geschäftsführer von Jobsbutler, einem Unternehmen das Menschen
bei der Jobsuche und beruflichen Weiterentwicklung
unterstützt. 

SERVICE: 

Rainer Mühlhoff, „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus,
2025 Reclam-Verlag 

Emily Bender, Alex Hanna, The AI-Con – How to fight big techs
hype and create the future we want, 2025 Harper Collins 

Emily M. Engelhardt/Stefan Kühne, Künstliche Intelligenz in der
Beratung. Ein Kompass für die systemische Praxis, 2025
V&R 

 

Podcast:

Deutschland-Funk über Peter Thiel:Die Peter Thiel Story (1/6) -
Willkommen im Thielverse

Deutschland Funk über OpenAI:Die OpenAI Story: Der große
Verkäufer

Europäische Chatbot-Alternativen: 

chat.mistral.ai

lumo.proton.me

 

LINKS:

dabei-austria.at

Home - Saferinternet.at

epicenter.works - epicenter.works

Home | epicenter.academy

Stefan Kühne Künstliche Intelligenz Onlineberatung TrainingStefan
Kühne | Onlineberatung / Training / Jugendarbeit

jobsbutler.com 

 
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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