Beschreibung

vor 1 Woche
Mein heutiger Gast ist Norbert Lechner. Norbert ist Film-Regisseur
und bringt mit „Das geheime Stockwerk“ in wenigen Tagen seinen
vierten Kinderfilm in die Kinos. Der Film erzählt die Geschichte
des zwölfjährigen Karli, der in dem Grandhotel seiner Eltern mit
Hilfe eines alten Lastenaufzugs in der Zeit reisen kann und
ziemlich unvermittelt im Jahr 1938 landet. Dort lernt Karli das
jüdische Mädchen Hannah und den Schuhputzerjungen Georg kennen und
beginnt vor dem Hintergrund dieser unerwarteten Begegnung, sich mit
der Geschichte, der Entwicklung und den schrecklichen Folgen des
NS-Regimes in Deutschland auseinanderzusetzen. Angesichts dieser
Themensetzung wird klar, dass es sich bei „Das geheime Stockwerk“
um einen Kinderfilm mit einem gewichtigen Anliegen handelt. In der
Directors-Note zum Film schreibt Norbert: „Mit dem Verlust der
letzten Zeitzeugen wird das Dritte Reich von einer geteilten,
lebendigen Erinnerung zu Geschichte. Und es ist sicher kein Zufall,
dass plötzlich rechtsradikale Strömungen in ganz Europa wieder
einen Zulauf bekommen wie lange nicht. Mit dem Verblassen des
Schrecklichen wird rechtes Gedankengut plötzlich wieder salonfähig.
Umso wichtiger ist es, den Kindern von heute eine
Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus nahe zu
bringen und Toleranz und Akzeptanz für andere Kulturen, Ethnien und
Lebensgestaltungen früh zu thematisieren.“ Wie sich Norbert dieser
Aufgabe genähert hat, wie Spannung, Unterhaltung und Aufklärung in
„Das geheime Stockwerk“ zusammengeführt werden und warum auch
Kinderfilme politisch sein können, um all das geht es im nun
folgenden Gespräch mit dem Kinderfilm-Regisseur Norbert Lechner.
Die Aufzeichnung des Gesprächs fand am 19. Februar 2026 statt.
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