96 Mio Views im Januar: Friederike Schiller erklärt die TikTok-Strategie der "Zeit".
47 Minuten
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vor 1 Tag
Auf der Video-Plattform TikTok ist die "Zeit" inzwischen eine große
Nummer: Im Januar zählt der Kanal der Wochenzeitung 96 Mio Views –
für Friederike Schiller, Leiterin des Hochkant-Ressorts, eine
unglaubliche Zahl: "Da sind wir mit der 'New York Times' auf einem
Platz", erklärt sie im Podcast-Gespräch mit turi2-Chefredakteur
Markus Trantow. In dem 45-minütigen Interview, aufgezeichnet im
Podcast-Studio der "Zeit" in Berlin, gibt Schiller offene Einblicke
in die TikTok-Strategie der Zeitung. Sie sagt etwa, dass es eine
sehr bewusste Entscheidung der "Zeit" ist, auf der umstrittenen
Plattform unterwegs zu sein – zum einen, um nicht der AfD und
populistischen Parolen das Feld zu überlassen, zum anderen, um den
18- bis 24-Jährigen die Marke "Zeit" vorzustellen. "Wenn wir TikTok
einfach weglassen würden, würden wir uns in zehn Jahren
wahrscheinlich tierisch ärgern", sagt Schiller und glaubt, dass
etwa dem Springer-Konzern, der eine sehr harte No-China-,
No-TikTok-Policy fahre, etwas entgehe. Anders als etwa bei
Instagram gebe es auf TikTok kein "Grundrauschen", bei dem die
Videos allein über die Zahl der Follower ihr Publikum erreichen.
Auf der Plattform entscheide vor allem der Algorithmus. "Wir haben
jedes Mal die Möglichkeit, dass ein Video total durch die Decke
geht oder dass es total bombt", sagt Schiller und erklärt, dass bei
der "Zeit" vor allem politische Inhalte gut funktionieren –
Tiervideos würden dagegen kaum Klicks bekommen. Foto: Marzena
Skubatz für "Die Zeit"
Nummer: Im Januar zählt der Kanal der Wochenzeitung 96 Mio Views –
für Friederike Schiller, Leiterin des Hochkant-Ressorts, eine
unglaubliche Zahl: "Da sind wir mit der 'New York Times' auf einem
Platz", erklärt sie im Podcast-Gespräch mit turi2-Chefredakteur
Markus Trantow. In dem 45-minütigen Interview, aufgezeichnet im
Podcast-Studio der "Zeit" in Berlin, gibt Schiller offene Einblicke
in die TikTok-Strategie der Zeitung. Sie sagt etwa, dass es eine
sehr bewusste Entscheidung der "Zeit" ist, auf der umstrittenen
Plattform unterwegs zu sein – zum einen, um nicht der AfD und
populistischen Parolen das Feld zu überlassen, zum anderen, um den
18- bis 24-Jährigen die Marke "Zeit" vorzustellen. "Wenn wir TikTok
einfach weglassen würden, würden wir uns in zehn Jahren
wahrscheinlich tierisch ärgern", sagt Schiller und glaubt, dass
etwa dem Springer-Konzern, der eine sehr harte No-China-,
No-TikTok-Policy fahre, etwas entgehe. Anders als etwa bei
Instagram gebe es auf TikTok kein "Grundrauschen", bei dem die
Videos allein über die Zahl der Follower ihr Publikum erreichen.
Auf der Plattform entscheide vor allem der Algorithmus. "Wir haben
jedes Mal die Möglichkeit, dass ein Video total durch die Decke
geht oder dass es total bombt", sagt Schiller und erklärt, dass bei
der "Zeit" vor allem politische Inhalte gut funktionieren –
Tiervideos würden dagegen kaum Klicks bekommen. Foto: Marzena
Skubatz für "Die Zeit"
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