DDR-Plattenbau als Kunst? Martin Maleschka über das Schwinden der Heimat und warum Beton politisch ist

DDR-Plattenbau als Kunst? Martin Maleschka über das Schwinden der Heimat und warum Beton politisch ist

1 Stunde 1 Minute

Beschreibung

vor 1 Tag

DDR-Plattenbau als Kunst: Martin Maleschka über Ostmoderne,
Identität und den Verlust der Heimat





Im Podcast „Ostwärts“ spricht Gastgeberin Nine mit Martin
Maleschka, Fotograf, Autor und Chronist der Ostmoderne und
baubezogenen Kunst der DDR. Ausgehend von seiner Kindheit als
„Plattenbaukind“ in Eisenhüttenstadt beschreibt er den
Widerspruch, während des Architekturstudiums den Abriss seiner
Heimat und den Verlust von Kunst am Bau mitzuerleben.


Er erklärt, wie Kunstwerke in Plattenbauten, Schulen,
Kindergärten und Betrieben durch Rückbau und „Modernisierung“
verschwinden, warum unsanierte Fassaden durch Fugenraster,
Reliefs und Materialien charaktervoll sind und wie er seit 20
Jahren dokumentiert, recherchiert und über Social Media Hinweise
erhält.


Thema sind auch Eisenhüttenstadts falsches Image als reine
Plattenbaustadt, internationale und junge Begeisterung für
DDR-Baukultur, seine Auszeichnung mit der „Silbernen Halbkugel“
sowie sein Plädoyer, das Flächendenkmal als Chance offensiver zu
nutzen.





00:00 Riesenmosaik Entdeckung


00:49 Intro Identität Plattenbaukunst


01:49 Martin Maleschka vorgestellt


03:10 Heimat wird abgerissen


06:02 Graffiti wird Dokumentation


06:38 Wohnkomplexe und Rückbau


12:19 Eisenhüttenstadt neu gesehen


16:52 Platte Platte Festival


21:11 Warum Mosaike Kunst sind


23:44 Modernisierung zerstört Details


29:06 Wohnen in Ostmoderne


31:43 Nostalgie oder Haltung


32:36 Heimat und Identität


33:16 Dokumentieren unter Zeitdruck


35:16 Recherche und Community Tipps


36:50 Gen Z und DDR Revival


38:12 Kunst aus dem Alten


41:08 Kritik und internationale Neugier


44:04 Inventarisierung und Social Media


46:47 Der größte Fundmoment


50:18 Vom Graffiti zum Denkmalschutz


57:32 Eisenhüttenstadt spricht


59:03 Erbe als Chance nutzen


01:01:19 Abschluss und Ausblick





Links


Instagram-Account von Martin



Baubezogene Kunst in der DDR






⁠Über Ostwärts⁠⁠


Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein? Spielt das
wirklich noch eine Rolle?


Diese Fragen stellt sich ⁠⁠Nine-Christine Müller⁠⁠ als
Nachwendekind aus Thüringen bei Ostwärts. Hier erzählen Menschen
ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews
überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven,
die bisher wenig Gehör finden. Eine kritische und selbstkritische
Auseinandersetzung mit Ostdeutschland ist gerade jetzt wichtig,
denn es gibt nach wie vor Unterschiede und Herausforderungen, die
es zu bewältigen gilt, aber auch eine historische und kulturelle
Identität, die es zu verstehen gilt, um den gesellschaftlichen
Zusammenhalt zu stärken.




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