Podcaster
Episoden
05.04.2026
40 Minuten
Mich interessiert, was Menschen aus dem machen, was sie sich nicht ausgesucht haben. Eine Krankheitsdiagnose gehört dazu – und was Anke und Katrin daraus gebaut haben, ist eine dieser Geschichten, die einen nicht loslassen.
In diesem Oster-Special treffe ich die beiden Macherinnen des Eisvogel e.V., die beide an Lymphknotenkrebs erkrankt sind. Wir sprechen über Brüche, die das Leben neu sortieren – über das, was bleibt, was geht und was unerwartet entsteht. Über Gemeinschaft, die aus gemeinsamer Verletzlichkeit wächst. Und über eine Frage, die mich bei Ostwärts immer wieder beschäftigt: Wie viel Gestaltungskraft steckt in dem, was wir nicht gewählt haben?
Anke erzählt, wie sie 2013 durch einen Zufallsbefund die Diagnose Morbus Hodgkin bekam – mitten in der Probezeit eines neuen Jobs. Katrin beschreibt, wie es sich anfühlt, monatelang auf Klarheit zu warten und dann doch vor einer Tür mit der Aufschrift „Onkologie" zu stehen und zu denken: das bin ich nicht. Beide reden über die schwierigen Momente, Familie und Freundeskreis einzuweihen, darüber, was wirklich hilft (Direktheit schlägt jede Floskel) – und warum nachwachsende Haare eben nicht bedeuten, dass wieder alles normal ist.
Außerdem: Was Angehörige wirklich brauchen, warum Ehrlichkeit so entlastend sein kann und was Susan Sontag über die zwei Staatsbürgerschaften des Lebens zu sagen hat.
Der Eisvogel e.V. ist deutschlandweit sowie in Österreich und der Schweiz aktiv. Er vermittelt Patenschaften zwischen Betroffenen, verschickt Mutmacherpakete und schafft Räume, in denen niemand allein ist – auch für Angehörige, die so oft unsichtbar bleiben.
Hier geht's zum Podcast von Anke & Kathrin: Lebe Jetzt.
Kapitel
00:00 Haare weg, nicht vorbei00:55 Intro und Thema03:52 Das Tabu Krebs und erste Reaktionen04:55 Was wirklich hilft09:05 Diagnose Anke – Morbus Hodgkin11:59 Diagnose Katrin – und der Schock danach14:06 Krebs sagen: der Moment mit Familie und Freunden17:56 Der Eisvogel e.V. – Verein und Patensystem22:23 Was bleibt und was sich verändert28:27 Freundschaft, Hilfe und die richtigen Worte33:09 Angehörige brauchen eigenen Raum35:38 Nach der Therapie ist nicht alles normal37:19 Wording, Wörter und heute krebsfrei39:12 Abschluss
Dieses Oster-Special wurde ermöglicht durch die Sparda-Bank Berlin – seit 1990 die einzige Bank, die ausschließlich in Ostdeutschland tätig ist, mit über 400.000 Mitgliedern und Engagement für nachhaltige Ideen in der Region, unter anderem durch ihre Tochtergesellschaft Ostwerk. Die Sparda-Bank Berlin engagiert sich seit 14 Jahren im Kampf gegen Krebs und unterstützt Initiativen wie den Eisvogel e.V.
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein – und spielt das echt immer noch eine Rolle?
Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten" erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben überraschende, oft nachdenkliche Einblicke, die bisher in der Spannbreite wenig Gehör finden. Statt nur über den Osten zu sprechen, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort – ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt beleuchtet.
In diesem Oster-Special treffe ich die beiden Macherinnen des Eisvogel e.V., die beide an Lymphknotenkrebs erkrankt sind. Wir sprechen über Brüche, die das Leben neu sortieren – über das, was bleibt, was geht und was unerwartet entsteht. Über Gemeinschaft, die aus gemeinsamer Verletzlichkeit wächst. Und über eine Frage, die mich bei Ostwärts immer wieder beschäftigt: Wie viel Gestaltungskraft steckt in dem, was wir nicht gewählt haben?
Anke erzählt, wie sie 2013 durch einen Zufallsbefund die Diagnose Morbus Hodgkin bekam – mitten in der Probezeit eines neuen Jobs. Katrin beschreibt, wie es sich anfühlt, monatelang auf Klarheit zu warten und dann doch vor einer Tür mit der Aufschrift „Onkologie" zu stehen und zu denken: das bin ich nicht. Beide reden über die schwierigen Momente, Familie und Freundeskreis einzuweihen, darüber, was wirklich hilft (Direktheit schlägt jede Floskel) – und warum nachwachsende Haare eben nicht bedeuten, dass wieder alles normal ist.
Außerdem: Was Angehörige wirklich brauchen, warum Ehrlichkeit so entlastend sein kann und was Susan Sontag über die zwei Staatsbürgerschaften des Lebens zu sagen hat.
Der Eisvogel e.V. ist deutschlandweit sowie in Österreich und der Schweiz aktiv. Er vermittelt Patenschaften zwischen Betroffenen, verschickt Mutmacherpakete und schafft Räume, in denen niemand allein ist – auch für Angehörige, die so oft unsichtbar bleiben.
Hier geht's zum Podcast von Anke & Kathrin: Lebe Jetzt.
Kapitel
00:00 Haare weg, nicht vorbei00:55 Intro und Thema03:52 Das Tabu Krebs und erste Reaktionen04:55 Was wirklich hilft09:05 Diagnose Anke – Morbus Hodgkin11:59 Diagnose Katrin – und der Schock danach14:06 Krebs sagen: der Moment mit Familie und Freunden17:56 Der Eisvogel e.V. – Verein und Patensystem22:23 Was bleibt und was sich verändert28:27 Freundschaft, Hilfe und die richtigen Worte33:09 Angehörige brauchen eigenen Raum35:38 Nach der Therapie ist nicht alles normal37:19 Wording, Wörter und heute krebsfrei39:12 Abschluss
Dieses Oster-Special wurde ermöglicht durch die Sparda-Bank Berlin – seit 1990 die einzige Bank, die ausschließlich in Ostdeutschland tätig ist, mit über 400.000 Mitgliedern und Engagement für nachhaltige Ideen in der Region, unter anderem durch ihre Tochtergesellschaft Ostwerk. Die Sparda-Bank Berlin engagiert sich seit 14 Jahren im Kampf gegen Krebs und unterstützt Initiativen wie den Eisvogel e.V.
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein – und spielt das echt immer noch eine Rolle?
Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten" erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben überraschende, oft nachdenkliche Einblicke, die bisher in der Spannbreite wenig Gehör finden. Statt nur über den Osten zu sprechen, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort – ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt beleuchtet.
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23.03.2026
1 Stunde 17 Minuten
Was wollen Menschen wirklich, wenn sie sich eine "starke Hand" in der Politik wünschen? Keine Diktatur, sondern Sicherheit. Einen Staat, der endlich wieder Probleme löst. Und das Gefühl, dass irgendjemand noch die Kontrolle hat.
Tobias Jaeck forscht am Zentrum für Sozialforschung Halle und ist Mitautor des Deutschlandmonitors, einer der umfassendsten Studien zu politischen und gesellschaftlichen Einstellungen in Deutschland. In dieser Folge ordnen wir gemeinsam ein, was die Daten wirklich sagen – jenseits von Schlagzeilen.
Wir sprechen darüber, warum lokales Vertrauen in Deutschland erstaunlich hoch ist, während die Einschätzung der gesamtgesellschaftlichen Lage fast diametral anders ausfällt. Über Polykrisen, Kontrollverlust und Anomie.
Über die Frage, warum die eigentliche Trennlinie in Deutschland oft nicht zwischen Ost und West verläuft, sondern zwischen strukturschwachen und strukturstarken Regionen. Und darüber, was uns wirklich veränderungsbereit macht – Spoiler: Es ist nicht die Vergangenheit, sondern der Blick nach vorne.
Außerdem: Wie funktioniert eigentlich eine Studie mit 8.000 Befragten? Was passiert in qualitativen Fokusgruppen? Und was kommt 2026 als nächstes Schwerpunktthema des Monitors?
00:00 Lokales Vertrauen hoch
00:49 Vorstellung und Thema
02:53 Sachsen Anhalt Identität
04:41 Was ist der Monitor
05:40 Sozialforschung erklärt
06:53 Werdegang und Perspektiven
10:46 Ost Identität und DDR
14:20 Deutschlandmonitor Methodik
17:47 Lokales vs Deutschland Bild
19:37 Polykrisen und Kontrollverlust
22:17 Autoritäre Offenheit
23:29 Sicherheit statt Freiheit
27:15 Signifikanz und Einordnung
34:02 Starker Staat Wunsch
36:44 Alltag und Staatsfrust
38:31 Strukturschwach vs stark
39:17 Strukturschwäche messen
40:24 Stadtviertel und Milieus
41:13 Land gegen Stadt Ost West
44:26 Ansiedlung und Abhängigkeiten
48:39 Beteiligung und Plebiszite
52:41 Quali Forschung erklärt
57:58 Zukunftsoptimismus treibt Wandel
01:03:39 Ambivalenz und Bewahrer
01:10:27 Wünsche an die Politik
01:13:59 Nächstes Thema Mobilität
01:15:56 Abschluss und Ausblick
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein,und spielt das echt immer noch eine Rolle?
Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, als Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten“ erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden.
Statt nur über den Osten zu sprechen und lokale Herausforderungen zu thematisieren, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort, um ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt zu beleuchten.
Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Osten Deutschlands ist wichtig, gerade jetzt, denn es gibt anhaltende Unterschiede und Herausforderungen, die es zu adressieren gilt sowie eine historische und kulturelle Identität, die verstanden werden kann, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
https://www.ostwaerts-podcast.com/
Tobias Jaeck forscht am Zentrum für Sozialforschung Halle und ist Mitautor des Deutschlandmonitors, einer der umfassendsten Studien zu politischen und gesellschaftlichen Einstellungen in Deutschland. In dieser Folge ordnen wir gemeinsam ein, was die Daten wirklich sagen – jenseits von Schlagzeilen.
Wir sprechen darüber, warum lokales Vertrauen in Deutschland erstaunlich hoch ist, während die Einschätzung der gesamtgesellschaftlichen Lage fast diametral anders ausfällt. Über Polykrisen, Kontrollverlust und Anomie.
Über die Frage, warum die eigentliche Trennlinie in Deutschland oft nicht zwischen Ost und West verläuft, sondern zwischen strukturschwachen und strukturstarken Regionen. Und darüber, was uns wirklich veränderungsbereit macht – Spoiler: Es ist nicht die Vergangenheit, sondern der Blick nach vorne.
Außerdem: Wie funktioniert eigentlich eine Studie mit 8.000 Befragten? Was passiert in qualitativen Fokusgruppen? Und was kommt 2026 als nächstes Schwerpunktthema des Monitors?
00:00 Lokales Vertrauen hoch
00:49 Vorstellung und Thema
02:53 Sachsen Anhalt Identität
04:41 Was ist der Monitor
05:40 Sozialforschung erklärt
06:53 Werdegang und Perspektiven
10:46 Ost Identität und DDR
14:20 Deutschlandmonitor Methodik
17:47 Lokales vs Deutschland Bild
19:37 Polykrisen und Kontrollverlust
22:17 Autoritäre Offenheit
23:29 Sicherheit statt Freiheit
27:15 Signifikanz und Einordnung
34:02 Starker Staat Wunsch
36:44 Alltag und Staatsfrust
38:31 Strukturschwach vs stark
39:17 Strukturschwäche messen
40:24 Stadtviertel und Milieus
41:13 Land gegen Stadt Ost West
44:26 Ansiedlung und Abhängigkeiten
48:39 Beteiligung und Plebiszite
52:41 Quali Forschung erklärt
57:58 Zukunftsoptimismus treibt Wandel
01:03:39 Ambivalenz und Bewahrer
01:10:27 Wünsche an die Politik
01:13:59 Nächstes Thema Mobilität
01:15:56 Abschluss und Ausblick
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein,und spielt das echt immer noch eine Rolle?
Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, als Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten“ erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden.
Statt nur über den Osten zu sprechen und lokale Herausforderungen zu thematisieren, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort, um ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt zu beleuchten.
Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Osten Deutschlands ist wichtig, gerade jetzt, denn es gibt anhaltende Unterschiede und Herausforderungen, die es zu adressieren gilt sowie eine historische und kulturelle Identität, die verstanden werden kann, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
https://www.ostwaerts-podcast.com/
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28.02.2026
1 Stunde 1 Minute
DDR-Plattenbau als Kunst: Martin Maleschka über Ostmoderne, Identität und den Verlust der Heimat
Im Podcast „Ostwärts“ spricht Gastgeberin Nine mit Martin Maleschka, Fotograf, Autor und Chronist der Ostmoderne und baubezogenen Kunst der DDR. Ausgehend von seiner Kindheit als „Plattenbaukind“ in Eisenhüttenstadt beschreibt er den Widerspruch, während des Architekturstudiums den Abriss seiner Heimat und den Verlust von Kunst am Bau mitzuerleben.
Er erklärt, wie Kunstwerke in Plattenbauten, Schulen, Kindergärten und Betrieben durch Rückbau und „Modernisierung“ verschwinden, warum unsanierte Fassaden durch Fugenraster, Reliefs und Materialien charaktervoll sind und wie er seit 20 Jahren dokumentiert, recherchiert und über Social Media Hinweise erhält.
Thema sind auch Eisenhüttenstadts falsches Image als reine Plattenbaustadt, internationale und junge Begeisterung für DDR-Baukultur, seine Auszeichnung mit der „Silbernen Halbkugel“ sowie sein Plädoyer, das Flächendenkmal als Chance offensiver zu nutzen.
00:00 Riesenmosaik Entdeckung
00:49 Intro Identität Plattenbaukunst
01:49 Martin Maleschka vorgestellt
03:10 Heimat wird abgerissen
06:02 Graffiti wird Dokumentation
06:38 Wohnkomplexe und Rückbau
12:19 Eisenhüttenstadt neu gesehen
16:52 Platte Platte Festival
21:11 Warum Mosaike Kunst sind
23:44 Modernisierung zerstört Details
29:06 Wohnen in Ostmoderne
31:43 Nostalgie oder Haltung
32:36 Heimat und Identität
33:16 Dokumentieren unter Zeitdruck
35:16 Recherche und Community Tipps
36:50 Gen Z und DDR Revival
38:12 Kunst aus dem Alten
41:08 Kritik und internationale Neugier
44:04 Inventarisierung und Social Media
46:47 Der größte Fundmoment
50:18 Vom Graffiti zum Denkmalschutz
57:32 Eisenhüttenstadt spricht
59:03 Erbe als Chance nutzen
01:01:19 Abschluss und Ausblick
Links
Instagram-Account von Martin
Baubezogene Kunst in der DDR
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein? Spielt das wirklich noch eine Rolle?
Diese Fragen stellt sich Nine-Christine Müller als Nachwendekind aus Thüringen bei Ostwärts. Hier erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden. Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit Ostdeutschland ist gerade jetzt wichtig, denn es gibt nach wie vor Unterschiede und Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, aber auch eine historische und kulturelle Identität, die es zu verstehen gilt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Im Podcast „Ostwärts“ spricht Gastgeberin Nine mit Martin Maleschka, Fotograf, Autor und Chronist der Ostmoderne und baubezogenen Kunst der DDR. Ausgehend von seiner Kindheit als „Plattenbaukind“ in Eisenhüttenstadt beschreibt er den Widerspruch, während des Architekturstudiums den Abriss seiner Heimat und den Verlust von Kunst am Bau mitzuerleben.
Er erklärt, wie Kunstwerke in Plattenbauten, Schulen, Kindergärten und Betrieben durch Rückbau und „Modernisierung“ verschwinden, warum unsanierte Fassaden durch Fugenraster, Reliefs und Materialien charaktervoll sind und wie er seit 20 Jahren dokumentiert, recherchiert und über Social Media Hinweise erhält.
Thema sind auch Eisenhüttenstadts falsches Image als reine Plattenbaustadt, internationale und junge Begeisterung für DDR-Baukultur, seine Auszeichnung mit der „Silbernen Halbkugel“ sowie sein Plädoyer, das Flächendenkmal als Chance offensiver zu nutzen.
00:00 Riesenmosaik Entdeckung
00:49 Intro Identität Plattenbaukunst
01:49 Martin Maleschka vorgestellt
03:10 Heimat wird abgerissen
06:02 Graffiti wird Dokumentation
06:38 Wohnkomplexe und Rückbau
12:19 Eisenhüttenstadt neu gesehen
16:52 Platte Platte Festival
21:11 Warum Mosaike Kunst sind
23:44 Modernisierung zerstört Details
29:06 Wohnen in Ostmoderne
31:43 Nostalgie oder Haltung
32:36 Heimat und Identität
33:16 Dokumentieren unter Zeitdruck
35:16 Recherche und Community Tipps
36:50 Gen Z und DDR Revival
38:12 Kunst aus dem Alten
41:08 Kritik und internationale Neugier
44:04 Inventarisierung und Social Media
46:47 Der größte Fundmoment
50:18 Vom Graffiti zum Denkmalschutz
57:32 Eisenhüttenstadt spricht
59:03 Erbe als Chance nutzen
01:01:19 Abschluss und Ausblick
Links
Instagram-Account von Martin
Baubezogene Kunst in der DDR
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein? Spielt das wirklich noch eine Rolle?
Diese Fragen stellt sich Nine-Christine Müller als Nachwendekind aus Thüringen bei Ostwärts. Hier erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden. Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit Ostdeutschland ist gerade jetzt wichtig, denn es gibt nach wie vor Unterschiede und Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, aber auch eine historische und kulturelle Identität, die es zu verstehen gilt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
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30.01.2026
50 Minuten
In dieser Folge spricht Nine-Christine Müller mit Johannes Ullrich, Mitgründer von Ostwerk, über eine Mission: Startups in Ostdeutschland eine echte Chance geben. Johannes erzählt, wie er von der Sparda-Bank Berlin aus eine Beteiligungsgesellschaft aufgebaut hat, die gezielt in junge Unternehmen in den ostdeutschen Bundesländern investiert – mit privatem Kapital und genossenschaftlichen Werten.
Warum wird im Osten weniger gegründet als im Westen? Was brauchen Gründer:innen wirklich? Und wie sieht "empathisches Wirtschaften" konkret aus?
Johannes gibt Einblicke in über 100 Startup-Gespräche, erzählt von innovativen Projekten wie Get2Germany und Altavo und erklärt, warum Mut manchmal wichtiger ist als das perfekte Businessmodell.
Eine Folge über Netzwerke, Zuversicht und die Frage, wie man mit Kapital echte Veränderung schaffen kann – nicht nur in Berlin, sondern in ganz Ostdeutschland.
00:00 Einführung in den Podcast und Moderator
01:32 Vorstellung des Gastes: Johannes Ullrich
02:44 Johannes' persönlicher Hintergrund und Identität
05:59 Familiärer Einfluss und Karriereweg
09:12 Der Weg mit der Sparda-Bank Berlin
13:25 Die Rolle und Wirkung von Ostwerk
17:31 Investitionen und Startups: Get2Germany und Altavo
24:08 Herausforderungen und Chancen in Ostdeutschland
43:34 Die Zukunft von Ostwerk und Schlussbetrachtung
Links & worüber wir noch so gesprochen haben
Ostwerk & Portfolio:
Ostwerk Bewerbung: https://ost-werk.de/bewerbung/ Get2Germany: https://get2germany.com/de Altavo: https://www.altavo.eu/
Startup-Förderung & Netzwerke nach Bundesländern:
Mecklenburg-Vorpommern:
Gründungswerft: https://gruendungswerft.com/ Founders Bay (Remote-First-Accelerator): https://founders-bay.io/post/startup-map-mecklenburg-vorpommern-2025
Sachsen:
futureSAX (Innovationsplattform): https://www.futuresax.de/
Sachsen-Anhalt:
hier-we-go: https://hier-we-go.de/ SIGUSA (Netzwerk für soziale Innovation): https://sigusa.de/
Thüringen:
STIFT (Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung): https://stift-thueringen.de/ Investor Days Thüringen: https://investordays-thueringen.de/
Brandenburg:
Start-up-Zentren Brandenburg: https://www.gruenden-in-brandenburg.de/start-up-zentren-brandenburg Incubator Village Beeskow: https://incubator-village-beeskow.com/ Übersicht Start-up-Zentren: https://mwaek.brandenburg.de/de/sechs-start-up-zentren-in-brandenburg-machen-junge-unternehmen-fit-f%C3%BCr-den-weltmarkt/brandenburg_06.c.865716.de
Berlin:
Science & Startups (Berlin University Alliance): https://www.science-startups.berlin/
Podcast-Empfehlung:
Brand1-Podcast "Empathisches Wirtschaften": https://open.spotify.com/episode/2uQtIsRjmH1Pxaf2Nr2VpD
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein? Spielt das wirklich noch eine Rolle?Diese Fragen stellt sich Nine-Christine Müller als Nachwendekind aus Thüringen bei Ostwärts. Hier erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden. Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit Ostdeutschland ist gerade jetzt wichtig, denn es gibt nach wie vor Unterschiede und Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, aber auch eine historische und kulturelle Identität, die es zu verstehen gilt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Warum wird im Osten weniger gegründet als im Westen? Was brauchen Gründer:innen wirklich? Und wie sieht "empathisches Wirtschaften" konkret aus?
Johannes gibt Einblicke in über 100 Startup-Gespräche, erzählt von innovativen Projekten wie Get2Germany und Altavo und erklärt, warum Mut manchmal wichtiger ist als das perfekte Businessmodell.
Eine Folge über Netzwerke, Zuversicht und die Frage, wie man mit Kapital echte Veränderung schaffen kann – nicht nur in Berlin, sondern in ganz Ostdeutschland.
00:00 Einführung in den Podcast und Moderator
01:32 Vorstellung des Gastes: Johannes Ullrich
02:44 Johannes' persönlicher Hintergrund und Identität
05:59 Familiärer Einfluss und Karriereweg
09:12 Der Weg mit der Sparda-Bank Berlin
13:25 Die Rolle und Wirkung von Ostwerk
17:31 Investitionen und Startups: Get2Germany und Altavo
24:08 Herausforderungen und Chancen in Ostdeutschland
43:34 Die Zukunft von Ostwerk und Schlussbetrachtung
Links & worüber wir noch so gesprochen haben
Ostwerk & Portfolio:
Ostwerk Bewerbung: https://ost-werk.de/bewerbung/ Get2Germany: https://get2germany.com/de Altavo: https://www.altavo.eu/
Startup-Förderung & Netzwerke nach Bundesländern:
Mecklenburg-Vorpommern:
Gründungswerft: https://gruendungswerft.com/ Founders Bay (Remote-First-Accelerator): https://founders-bay.io/post/startup-map-mecklenburg-vorpommern-2025
Sachsen:
futureSAX (Innovationsplattform): https://www.futuresax.de/
Sachsen-Anhalt:
hier-we-go: https://hier-we-go.de/ SIGUSA (Netzwerk für soziale Innovation): https://sigusa.de/
Thüringen:
STIFT (Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung): https://stift-thueringen.de/ Investor Days Thüringen: https://investordays-thueringen.de/
Brandenburg:
Start-up-Zentren Brandenburg: https://www.gruenden-in-brandenburg.de/start-up-zentren-brandenburg Incubator Village Beeskow: https://incubator-village-beeskow.com/ Übersicht Start-up-Zentren: https://mwaek.brandenburg.de/de/sechs-start-up-zentren-in-brandenburg-machen-junge-unternehmen-fit-f%C3%BCr-den-weltmarkt/brandenburg_06.c.865716.de
Berlin:
Science & Startups (Berlin University Alliance): https://www.science-startups.berlin/
Podcast-Empfehlung:
Brand1-Podcast "Empathisches Wirtschaften": https://open.spotify.com/episode/2uQtIsRjmH1Pxaf2Nr2VpD
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein? Spielt das wirklich noch eine Rolle?Diese Fragen stellt sich Nine-Christine Müller als Nachwendekind aus Thüringen bei Ostwärts. Hier erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden. Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit Ostdeutschland ist gerade jetzt wichtig, denn es gibt nach wie vor Unterschiede und Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, aber auch eine historische und kulturelle Identität, die es zu verstehen gilt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
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18.12.2025
1 Stunde 45 Minuten
Roland Jahn ist einer der bekanntesten Dissidenten der DDR, DDR-Bürgerrechtler und späterer Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Er wurde zwangsausgebürgert, arbeitete aus West-Berlin weiter für die Freiheit im Osten und leitete später die Stasi-Unterlagen-Behörde. Doch sein Buch trägt den Titel "Wir Angepassten" – wie sich im Gespräch herausstellt, eine Einladung.
In dieser Folge von Ostwärts spricht Roland Jahn über:
Seinen Weg vom Pionier zum Staatsfeind – und warum das ein langer Prozess war Die Macht der Angst in der Diktatur und wie sie als "Kitt" das System zusammenhielt Die Grautöne zwischen Anpassung und Widerstand, die oft übersehen werden Warum er für lange Haare ins Ministerium fuhr, aber nicht gegen die Mauer protestierte Die Frage des Wehrdienstes an der Grenze und die Last individueller Verantwortung Heimat vs. DDR: "Für mich war Heimat Jena, nicht die DDR" Warum es wichtig ist, Biografien zu verstehen, ohne die Diktatur zu relativieren
"Auch in der Diktatur scheint die Sonne – wir haben ein schönes Leben geführt, nicht wegen des Staates, sondern trotz des Staates."
Ein Gespräch über die Notwendigkeit des Erzählens, über die Räume zwischen Nostalgie und Diktaturerfahrung, und über die Frage: Wie hätten wir selbst gehandelt?
Roland Jahn lädt uns ein, ohne Verurteilung, aber mit ehrlichen Fragen auf die DDR-Biografien zu schauen – auf die eigenen und die der anderen.
00:00 Einführung und persönlicher Hintergrund
00:58 Frühes Leben und Erfahrungen in der DDR
01:56 Der Prozess der Anpassung und des Widerstands
04:28 Biografien und Angst in einer Diktatur verstehen
07:57 Nostalgie und Alltag in der DDR
10:24 Jugendrebellion und persönliche Akte des Widerstands
24:10 Mit Konsequenzen konfrontiert und Herausforderungen an der Universität
33:24 Die Friedensgemeinschaft Jena und Aktivismus
39:57 Die Friedenskommission und der Weiße Kreis
41:42 Zwangsausgebürgert: Eine persönliche Geschichte
45:21 Flucht und Verhaftung in Jena
50:21 Ankunft in West-Berlin und Überwachung durch die Stasi
56:48 Die Bedeutung der Stasi-Akten
01:03:36 Versöhnung und Aufarbeitung
01:08:13 Die Zukunft der Stasi-Akten
01:14:07 Inspiration aus der Geschichte Berlins
01:15:03 Rückblick auf 35 Jahre deutsche Einheit
01:16:33 Die Komplexität der Ost-West-Identitäten
01:19:08 Respekt vor individuellen Biografien
01:20:02 Debatte über den Begriff „Ostdeutsch”
01:25:19 Stolz auf die Überwindung von Widrigkeiten
01:29:17 Persönliche Reflexionen und Bedauern
01:36:52 Solidarität und gemeinsame Erfahrungen
01:45:06 Die Bedeutung von Neugier und Dialog
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein? Spielt das wirklich noch eine Rolle? Diese Fragen stellt sich Nine-Christine Müller als Nachwendekind aus Thüringen bei Ostwärts. Hier erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden. Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit Ostdeutschland ist gerade jetzt wichtig, denn es gibt nach wie vor Unterschiede und Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, aber auch eine historische und kulturelle Identität, die es zu verstehen gilt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
In dieser Folge von Ostwärts spricht Roland Jahn über:
Seinen Weg vom Pionier zum Staatsfeind – und warum das ein langer Prozess war Die Macht der Angst in der Diktatur und wie sie als "Kitt" das System zusammenhielt Die Grautöne zwischen Anpassung und Widerstand, die oft übersehen werden Warum er für lange Haare ins Ministerium fuhr, aber nicht gegen die Mauer protestierte Die Frage des Wehrdienstes an der Grenze und die Last individueller Verantwortung Heimat vs. DDR: "Für mich war Heimat Jena, nicht die DDR" Warum es wichtig ist, Biografien zu verstehen, ohne die Diktatur zu relativieren
"Auch in der Diktatur scheint die Sonne – wir haben ein schönes Leben geführt, nicht wegen des Staates, sondern trotz des Staates."
Ein Gespräch über die Notwendigkeit des Erzählens, über die Räume zwischen Nostalgie und Diktaturerfahrung, und über die Frage: Wie hätten wir selbst gehandelt?
Roland Jahn lädt uns ein, ohne Verurteilung, aber mit ehrlichen Fragen auf die DDR-Biografien zu schauen – auf die eigenen und die der anderen.
00:00 Einführung und persönlicher Hintergrund
00:58 Frühes Leben und Erfahrungen in der DDR
01:56 Der Prozess der Anpassung und des Widerstands
04:28 Biografien und Angst in einer Diktatur verstehen
07:57 Nostalgie und Alltag in der DDR
10:24 Jugendrebellion und persönliche Akte des Widerstands
24:10 Mit Konsequenzen konfrontiert und Herausforderungen an der Universität
33:24 Die Friedensgemeinschaft Jena und Aktivismus
39:57 Die Friedenskommission und der Weiße Kreis
41:42 Zwangsausgebürgert: Eine persönliche Geschichte
45:21 Flucht und Verhaftung in Jena
50:21 Ankunft in West-Berlin und Überwachung durch die Stasi
56:48 Die Bedeutung der Stasi-Akten
01:03:36 Versöhnung und Aufarbeitung
01:08:13 Die Zukunft der Stasi-Akten
01:14:07 Inspiration aus der Geschichte Berlins
01:15:03 Rückblick auf 35 Jahre deutsche Einheit
01:16:33 Die Komplexität der Ost-West-Identitäten
01:19:08 Respekt vor individuellen Biografien
01:20:02 Debatte über den Begriff „Ostdeutsch”
01:25:19 Stolz auf die Überwindung von Widrigkeiten
01:29:17 Persönliche Reflexionen und Bedauern
01:36:52 Solidarität und gemeinsame Erfahrungen
01:45:06 Die Bedeutung von Neugier und Dialog
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein? Spielt das wirklich noch eine Rolle? Diese Fragen stellt sich Nine-Christine Müller als Nachwendekind aus Thüringen bei Ostwärts. Hier erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden. Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit Ostdeutschland ist gerade jetzt wichtig, denn es gibt nach wie vor Unterschiede und Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, aber auch eine historische und kulturelle Identität, die es zu verstehen gilt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Mehr
Tipp der Redaktion
Ostwärts erzählt persönliche Geschichten über ostdeutsche Herkunft und Identität. Moderatorin Nine-Christine Müller spricht mit Gästen aus Politik, Kultur und Zivilgesellschaft über Erfahrungen, Brüche und Chancen. Der Podcast bietet Perspektiven, die in der gesamtdeutschen Debatte oft fehlen und zeigt, was der Osten zu bieten hat.
Über diesen Podcast
Was heißt es eigentlich ostdeutsch zu sein und spielt das echt
immer noch eine Rolle? Ich, Nine-Christine Müller, spreche hier mit
Menschen, die ihre Herkunft reflektieren und Engagement zeigen.
Gemeinsam erkunden wir, wie Herkunft unsere Identität beeinflusst
und wie Chancengerechtigkeit und Mitbestimmung gefördert werden
können.
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