Podcaster
Episoden
08.06.2026
1 Stunde 16 Minuten
Matze Hilscher über Gröden, die unbetreute Wendegeneration und das Leitmotto, das ihn seit der ersten Bühne begleitet
In dieser Folge von Ostwärts sitzt Nine im Hotelzimmer von Hotel Matze im Prenzlauer Berg und spricht mit einem der bekanntesten deutschen Podcaster über seine Herkunft aus Südbrandenburg, die er selten öffentlich macht. Matze Hielscher ist in Gröden aufgewachsen, einem kleinen Dorf bei Elsterwerda, in einer Familie mit Bäckerei und Kirchenbindung – beides ungewöhnlich für die DDR. Er erzählt von der jungen Gemeinde als erster Gemeinschaft, in der das Alter keine Rolle spielte; von Lehrer:innen nach der Wende, die selbst orientierungslos waren und davon, warum er sich als Teil der „unbetreuten Generation" versteht.
Das Gespräch reicht von den Baseballschlägerjahren und dem Erklärungsversuch für rechte Gewalt über Matzes Haltung zur Ostidentität – weder nostalgisch noch selbstkritisch überdreht – bis hin zu seiner Philosophie als Gastgeber: Zuhören ohne eigene Meinung ist für ihn kein Trick, sondern das Herzstück von Hotel Matze. Und warum er nie Angst vor großen Fischen hat, erklärt er am Schluss.
00:00 Wer weiß, wie das geht mit dem Leben
00:31 Intro und Willkommen
01:00 Gast Matze Hilscher und Hotel Matze
04:20 Gröden – Dorfstraße, Bäckerei, Kindheit
07:00 Leerstand im Osten – Ost-Phänomen oder gesamtdeutsch?
09:00 Christliche Familie in der DDR – Bäckerei ohne Parteibuch
13:00 Schule und Nicht-Funktionieren
16:30 Wende als Überforderung – Lehrer und Schüler gleichzeitig lost
19:30 Die unbetreute Generation und die Baseballschlägerjahre
21:40 Orientierungsfiguren: Campino, Schlingensief, Kurt Cobain
26:00 Sehnsucht nach einer Vergangenheit, die es nie gab
28:00 Dialog mit Rechten – ein Fragezeichen
29:00 Psychologische Betreuung statt Politiker-Besuche
33:00 Beteiligungsformate im Mansfelder Land
34:00 Warten oder selbst machen – Sommerfest im Hof
36:40 Osten als Gestaltungsraum, nicht Problemraum
39:00 Radtour durch Sachsen – Meißen und Elbebootsfahrt
43:00 Ostseele und Vereinsgefühl
47:00 Nicht auf Anerkennung warten – Matzes Eltern als Parallele
50:00 Habeck als Feindbild im Osten – was das auslöst
52:00 Matze als Ostler, Nine als Thüringerin
58:30 Vorbereitung aufs Gespräch – Einsammeln und Meditieren
01:00:00 Warum Matze die besten Interviews ohne eigene Meinung führt
01:03:00 Söder-Interview als Gegenbeispiel
01:06:20 Was zehn Jahre Gespräche mit einem machen
01:09:50 Was nach 1000 Folgen kommt
01:13:50 Leitmotto: Keine Angst vor großen Fischen
01:16:13 Abschluss und Verabschiedung
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein, und spielt das echt immer noch eine Rolle?
Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, als Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten“ erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden.
Ostwärts erzählt neue Narrative des Ostens, denn es ist so viel mehr als sächsisch, AfD und Mandys. Es sind Geschichten über die Techno-Wende-Club-Kultur, Potentiale in der Zukunftsregion Ost, junge weibliche Kommunalpolitik und kritische Machtperspektiven.
Statt nur über den Osten zu sprechen und lokale Herausforderungen zu thematisieren, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort, um ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt zu beleuchten.
Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Osten Deutschlands ist wichtig, gerade jetzt, denn es gibt anhaltende Unterschiede und Herausforderungen, die es zu adressieren gilt sowie eine historische und kulturelle Identität, die verstanden werden kann, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
https://www.ostwaerts-podcast.com/
In dieser Folge von Ostwärts sitzt Nine im Hotelzimmer von Hotel Matze im Prenzlauer Berg und spricht mit einem der bekanntesten deutschen Podcaster über seine Herkunft aus Südbrandenburg, die er selten öffentlich macht. Matze Hielscher ist in Gröden aufgewachsen, einem kleinen Dorf bei Elsterwerda, in einer Familie mit Bäckerei und Kirchenbindung – beides ungewöhnlich für die DDR. Er erzählt von der jungen Gemeinde als erster Gemeinschaft, in der das Alter keine Rolle spielte; von Lehrer:innen nach der Wende, die selbst orientierungslos waren und davon, warum er sich als Teil der „unbetreuten Generation" versteht.
Das Gespräch reicht von den Baseballschlägerjahren und dem Erklärungsversuch für rechte Gewalt über Matzes Haltung zur Ostidentität – weder nostalgisch noch selbstkritisch überdreht – bis hin zu seiner Philosophie als Gastgeber: Zuhören ohne eigene Meinung ist für ihn kein Trick, sondern das Herzstück von Hotel Matze. Und warum er nie Angst vor großen Fischen hat, erklärt er am Schluss.
00:00 Wer weiß, wie das geht mit dem Leben
00:31 Intro und Willkommen
01:00 Gast Matze Hilscher und Hotel Matze
04:20 Gröden – Dorfstraße, Bäckerei, Kindheit
07:00 Leerstand im Osten – Ost-Phänomen oder gesamtdeutsch?
09:00 Christliche Familie in der DDR – Bäckerei ohne Parteibuch
13:00 Schule und Nicht-Funktionieren
16:30 Wende als Überforderung – Lehrer und Schüler gleichzeitig lost
19:30 Die unbetreute Generation und die Baseballschlägerjahre
21:40 Orientierungsfiguren: Campino, Schlingensief, Kurt Cobain
26:00 Sehnsucht nach einer Vergangenheit, die es nie gab
28:00 Dialog mit Rechten – ein Fragezeichen
29:00 Psychologische Betreuung statt Politiker-Besuche
33:00 Beteiligungsformate im Mansfelder Land
34:00 Warten oder selbst machen – Sommerfest im Hof
36:40 Osten als Gestaltungsraum, nicht Problemraum
39:00 Radtour durch Sachsen – Meißen und Elbebootsfahrt
43:00 Ostseele und Vereinsgefühl
47:00 Nicht auf Anerkennung warten – Matzes Eltern als Parallele
50:00 Habeck als Feindbild im Osten – was das auslöst
52:00 Matze als Ostler, Nine als Thüringerin
58:30 Vorbereitung aufs Gespräch – Einsammeln und Meditieren
01:00:00 Warum Matze die besten Interviews ohne eigene Meinung führt
01:03:00 Söder-Interview als Gegenbeispiel
01:06:20 Was zehn Jahre Gespräche mit einem machen
01:09:50 Was nach 1000 Folgen kommt
01:13:50 Leitmotto: Keine Angst vor großen Fischen
01:16:13 Abschluss und Verabschiedung
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein, und spielt das echt immer noch eine Rolle?
Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, als Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten“ erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden.
Ostwärts erzählt neue Narrative des Ostens, denn es ist so viel mehr als sächsisch, AfD und Mandys. Es sind Geschichten über die Techno-Wende-Club-Kultur, Potentiale in der Zukunftsregion Ost, junge weibliche Kommunalpolitik und kritische Machtperspektiven.
Statt nur über den Osten zu sprechen und lokale Herausforderungen zu thematisieren, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort, um ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt zu beleuchten.
Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Osten Deutschlands ist wichtig, gerade jetzt, denn es gibt anhaltende Unterschiede und Herausforderungen, die es zu adressieren gilt sowie eine historische und kulturelle Identität, die verstanden werden kann, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
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27.05.2026
50 Minuten
In dieser Folge der Ostwärts-Podcast-Tour ist Nine an Station 2 von 5 – im Kunstkonsum Heiligenthal, einem ehemaligen Dorfladen im Landkreis Mansfeld-Südharz, mit Live-Publikum vor Ort. Zu Gast ist Grit Michelmann, freiberufliche Moderatorin und Prozessbegleiterin aus Halle, die in der Region Formate durchführt, bei denen Menschen vier Minuten ungestört sprechen und wirklich gehört werden. Das Gespräch berührt die Geschichte des Landkreises: 850 Jahre Kupferbergbautradition, das Kombinat Wilhelm Pieck mit einst 45.000 Beschäftigten und das abrupte Ende in den 90er Jahren, das nicht nur Arbeitsplätze, sondern die gesamte soziale und kulturelle Infrastruktur der Region auf einen Schlag vernichtete. Grit erzählt von Erzählcafés, in denen diese Geschichte wieder auftaucht und von zwei Frauen aus dem Lackdrahtwerk, deren stärkste Erinnerung an die chemischen Umweltbelastungen nicht die eigene Gesundheitsschädigung ist, sondern die Ungerechtigkeit, dass man die durch Säureregen löchrig gewordenen Nylonstrumpfhosen dort nicht erstattet bekam.
Die Folge behandelt außerdem, was passiert, wenn AfD-Mitglieder in einem Erzählcafé sitzen, warum Zuhören nicht Zustimmen bedeutet und weshalb Beteiligungsformate Politikverdrossenheit erklären können, aber auch abbauen.
Grits aktuelle Arbeit im Mansfelder Land wird finanziert durch den Flow Fund der Kinnings Foundation, die die gesamte fünfteilige Podcast-Tour ermöglicht.
00:25 Intro Tour-Station 2 Heiligenthal
02:20 Grit Vorstellung und Kontext
05:42 Format Sprechen und Zuhören
10:15 Wendetrauma und kollektives Vergessen
12:40 Nylonstrumpfhosen und Umweltschäden
15:11 Projektschmiede und kollektive Intelligenz
17:33 Mansfeld-Südharz: Struktur und Geschichte
22:18 ABM und Kombinat als Sozialstruktur
26:30 Film Maßnahme und Staatsverlust
28:20 AfD im Erzählcafé
30:22 Zuhören als demokratischer Akt
33:32 Moderation ohne Angst vor Konflikt
36:02 Zuhören heißt nicht zustimmen
39:11 Grits politische Biografie
43:19 Flow Fund und geloste Bürgerbeteiligung
46:09 Wünsche für Mansfeld-Südharz
48:16 Abschluss und Ausblick Großhennersdorf
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein,und spielt das echt immer noch eine Rolle?
Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, als Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten" erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden.
Statt nur über den Osten zu sprechen und lokale Herausforderungen zu thematisieren, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort, um ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt zu beleuchten.
Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Osten Deutschlands ist wichtig, gerade jetzt, denn es gibt anhaltende Unterschiede und Herausforderungen, die es zu adressieren gilt sowie eine historische und kulturelle Identität, die verstanden werden kann, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
https://www.ostwaerts-podcast.com/
Showlinks:
Doku „Die Maßnahme“ (2009) der Filmakademie Baden-Württemberg: https://www.youtube.com/watch?v=gEtil2WHFDg
Webseite von Grit Michelmann: https://gritmichelmann.de/
Ostwärts-YouTube-Kanal für die folgenden Folgen abonnieren: https://www.youtube.com/watch?v=i11T7BQqsxA&list=LL
Die Folge behandelt außerdem, was passiert, wenn AfD-Mitglieder in einem Erzählcafé sitzen, warum Zuhören nicht Zustimmen bedeutet und weshalb Beteiligungsformate Politikverdrossenheit erklären können, aber auch abbauen.
Grits aktuelle Arbeit im Mansfelder Land wird finanziert durch den Flow Fund der Kinnings Foundation, die die gesamte fünfteilige Podcast-Tour ermöglicht.
00:25 Intro Tour-Station 2 Heiligenthal
02:20 Grit Vorstellung und Kontext
05:42 Format Sprechen und Zuhören
10:15 Wendetrauma und kollektives Vergessen
12:40 Nylonstrumpfhosen und Umweltschäden
15:11 Projektschmiede und kollektive Intelligenz
17:33 Mansfeld-Südharz: Struktur und Geschichte
22:18 ABM und Kombinat als Sozialstruktur
26:30 Film Maßnahme und Staatsverlust
28:20 AfD im Erzählcafé
30:22 Zuhören als demokratischer Akt
33:32 Moderation ohne Angst vor Konflikt
36:02 Zuhören heißt nicht zustimmen
39:11 Grits politische Biografie
43:19 Flow Fund und geloste Bürgerbeteiligung
46:09 Wünsche für Mansfeld-Südharz
48:16 Abschluss und Ausblick Großhennersdorf
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein,und spielt das echt immer noch eine Rolle?
Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, als Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten" erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden.
Statt nur über den Osten zu sprechen und lokale Herausforderungen zu thematisieren, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort, um ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt zu beleuchten.
Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Osten Deutschlands ist wichtig, gerade jetzt, denn es gibt anhaltende Unterschiede und Herausforderungen, die es zu adressieren gilt sowie eine historische und kulturelle Identität, die verstanden werden kann, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
https://www.ostwaerts-podcast.com/
Showlinks:
Doku „Die Maßnahme“ (2009) der Filmakademie Baden-Württemberg: https://www.youtube.com/watch?v=gEtil2WHFDg
Webseite von Grit Michelmann: https://gritmichelmann.de/
Ostwärts-YouTube-Kanal für die folgenden Folgen abonnieren: https://www.youtube.com/watch?v=i11T7BQqsxA&list=LL
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30.04.2026
59 Minuten
KAHROLA in Kahla: Franzi und Fabi über die Nachbarschaftsstube, ehrenamtliches Engagement und das Bleiben in einer Kleinstadt mit zwei Gesichtern
In dieser Live-Folge von „Ostwärts" – aufgezeichnet zum Auftakt der Ostwärts-Tour durch fünf ostdeutsche Bundesländer – spricht Nine mit Franzi und Fabi von der Nachbarschaftsstube Kahrola und der antifaschistischen Initiative AIS in Kahla, Thüringen. Sie erzählen, wie aus einer alten Kneipe ein offener Ort ohne Konsumzwang wurde, der von zwölfjährigen Pokémon-Fans bis zu Konzertgästen alle willkommen heißt. Sie sprechen über die Burg 19, den AfD-Aufkleber an der Nachbarschaft und die Frage, wie man als weiblich gelesene, engagierte Person in einer Stadt mit organisierten Neonazi-Strukturen lebt. Über 5.000 Euro aus dem Flow Fund, mit denen Kahrola ein Jahr existieren kann. Und über die Frage, warum die beiden bleiben – obwohl Wegziehen einfacher wäre. Die Tour wird ermöglicht durch die Kinnings Foundation.
00:00 Sicherer Ort und klare Grenzen
00:49 Auftakt Ostwärts-Tour in Kahla
03:20 Wer ist Franzi, wer ist Fabi
05:13 Warum bleiben
07:07 Was ist Kahrola
09:00 Pokémon, Konzerte und Spielenachmittag
10:50 Kahla zwischen Saaletal und Porzellan
13:57 Krasnahorkai und die fiktive Kleinstadt
15:04 Burg 19 im Alltag
17:22 Angepöbelt werden als weiblich gelesene Person
19:38 Wie ICE und Kahrola entstanden
20:47 Konsumfrei und niedrigschwellig
22:00 Reaktionen aus der Stadt
23:19 Wie ein Sonntag bei Kahrola aussieht
25:37 Wer kommt nicht und warum
27:30 Was hält das Engagement am Laufen
29:27 Politisch oder nicht politisch
31:35 Klare rote Linien
33:38 Was Kahrola noch braucht
36:33 Vom Sonntagscafé zur größeren Kontinuität
40:08 Porzellan bemalen auf dem Weihnachtsmarkt
42:05 Was 5.000 Euro vom Flow Fund verändern
45:20 Spenden und Sichtbarkeit
47:01 Demokratiebildung studieren in Jena
49:49 Bleiben statt wegziehen
52:15 Was man Leuten mitgibt, die abgehängt sind
54:11 Lokale Strukturen unterstützen
55:35 Auch Weggegangene bleiben willkommen
56:18 Herkunft als Identität
57:48 Schlusswort und Verabschiedung
58:18 Vorschau Mansfeld mit Grit
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein,und spielt das echt immer noch eine Rolle?
Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, als Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten" erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden.
Statt nur über den Osten zu sprechen und lokale Herausforderungen zu thematisieren, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort, um ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt zu beleuchten.
Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Osten Deutschlands ist wichtig, gerade jetzt, denn es gibt anhaltende Unterschiede und Herausforderungen, die es zu adressieren gilt sowie eine historische und kulturelle Identität, die verstanden werden kann, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
https://www.ostwaerts-podcast.com/
Mehr zu Kahrola:
- Webseite: https://kahrola.de/
- Webseite von AIS Saale-Holzland-Kreis steht für Antifaschistisch*Initiativ*Solidarischhttps: //ais-shk.de/
- Kontakt via: kahrola@posteo.de
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05.04.2026
40 Minuten
Mich interessiert, was Menschen aus dem machen, was sie sich nicht ausgesucht haben. Eine Krankheitsdiagnose gehört dazu – und was Anke und Katrin daraus gebaut haben, ist eine dieser Geschichten, die einen nicht loslassen.
In diesem Oster-Special treffe ich die beiden Macherinnen des Eisvogel e.V., die beide an Lymphknotenkrebs erkrankt sind. Wir sprechen über Brüche, die das Leben neu sortieren – über das, was bleibt, was geht und was unerwartet entsteht. Über Gemeinschaft, die aus gemeinsamer Verletzlichkeit wächst. Und über eine Frage, die mich bei Ostwärts immer wieder beschäftigt: Wie viel Gestaltungskraft steckt in dem, was wir nicht gewählt haben?
Anke erzählt, wie sie 2013 durch einen Zufallsbefund die Diagnose Morbus Hodgkin bekam – mitten in der Probezeit eines neuen Jobs. Katrin beschreibt, wie es sich anfühlt, monatelang auf Klarheit zu warten und dann doch vor einer Tür mit der Aufschrift „Onkologie" zu stehen und zu denken: das bin ich nicht. Beide reden über die schwierigen Momente, Familie und Freundeskreis einzuweihen, darüber, was wirklich hilft (Direktheit schlägt jede Floskel) – und warum nachwachsende Haare eben nicht bedeuten, dass wieder alles normal ist.
Außerdem: Was Angehörige wirklich brauchen, warum Ehrlichkeit so entlastend sein kann und was Susan Sontag über die zwei Staatsbürgerschaften des Lebens zu sagen hat.
Der Eisvogel e.V. ist deutschlandweit sowie in Österreich und der Schweiz aktiv. Er vermittelt Patenschaften zwischen Betroffenen, verschickt Mutmacherpakete und schafft Räume, in denen niemand allein ist – auch für Angehörige, die so oft unsichtbar bleiben.
Hier geht's zum Podcast von Anke & Kathrin: Lebe Jetzt.
Kapitel
00:00 Haare weg, nicht vorbei00:55 Intro und Thema03:52 Das Tabu Krebs und erste Reaktionen04:55 Was wirklich hilft09:05 Diagnose Anke – Morbus Hodgkin11:59 Diagnose Katrin – und der Schock danach14:06 Krebs sagen: der Moment mit Familie und Freunden17:56 Der Eisvogel e.V. – Verein und Patensystem22:23 Was bleibt und was sich verändert28:27 Freundschaft, Hilfe und die richtigen Worte33:09 Angehörige brauchen eigenen Raum35:38 Nach der Therapie ist nicht alles normal37:19 Wording, Wörter und heute krebsfrei39:12 Abschluss
Dieses Oster-Special wurde ermöglicht durch die Sparda-Bank Berlin – seit 1990 die einzige Bank, die ausschließlich in Ostdeutschland tätig ist, mit über 400.000 Mitgliedern und Engagement für nachhaltige Ideen in der Region, unter anderem durch ihre Tochtergesellschaft Ostwerk. Die Sparda-Bank Berlin engagiert sich seit 14 Jahren im Kampf gegen Krebs und unterstützt Initiativen wie den Eisvogel e.V.
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein – und spielt das echt immer noch eine Rolle?
Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten" erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben überraschende, oft nachdenkliche Einblicke, die bisher in der Spannbreite wenig Gehör finden. Statt nur über den Osten zu sprechen, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort – ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt beleuchtet.
In diesem Oster-Special treffe ich die beiden Macherinnen des Eisvogel e.V., die beide an Lymphknotenkrebs erkrankt sind. Wir sprechen über Brüche, die das Leben neu sortieren – über das, was bleibt, was geht und was unerwartet entsteht. Über Gemeinschaft, die aus gemeinsamer Verletzlichkeit wächst. Und über eine Frage, die mich bei Ostwärts immer wieder beschäftigt: Wie viel Gestaltungskraft steckt in dem, was wir nicht gewählt haben?
Anke erzählt, wie sie 2013 durch einen Zufallsbefund die Diagnose Morbus Hodgkin bekam – mitten in der Probezeit eines neuen Jobs. Katrin beschreibt, wie es sich anfühlt, monatelang auf Klarheit zu warten und dann doch vor einer Tür mit der Aufschrift „Onkologie" zu stehen und zu denken: das bin ich nicht. Beide reden über die schwierigen Momente, Familie und Freundeskreis einzuweihen, darüber, was wirklich hilft (Direktheit schlägt jede Floskel) – und warum nachwachsende Haare eben nicht bedeuten, dass wieder alles normal ist.
Außerdem: Was Angehörige wirklich brauchen, warum Ehrlichkeit so entlastend sein kann und was Susan Sontag über die zwei Staatsbürgerschaften des Lebens zu sagen hat.
Der Eisvogel e.V. ist deutschlandweit sowie in Österreich und der Schweiz aktiv. Er vermittelt Patenschaften zwischen Betroffenen, verschickt Mutmacherpakete und schafft Räume, in denen niemand allein ist – auch für Angehörige, die so oft unsichtbar bleiben.
Hier geht's zum Podcast von Anke & Kathrin: Lebe Jetzt.
Kapitel
00:00 Haare weg, nicht vorbei00:55 Intro und Thema03:52 Das Tabu Krebs und erste Reaktionen04:55 Was wirklich hilft09:05 Diagnose Anke – Morbus Hodgkin11:59 Diagnose Katrin – und der Schock danach14:06 Krebs sagen: der Moment mit Familie und Freunden17:56 Der Eisvogel e.V. – Verein und Patensystem22:23 Was bleibt und was sich verändert28:27 Freundschaft, Hilfe und die richtigen Worte33:09 Angehörige brauchen eigenen Raum35:38 Nach der Therapie ist nicht alles normal37:19 Wording, Wörter und heute krebsfrei39:12 Abschluss
Dieses Oster-Special wurde ermöglicht durch die Sparda-Bank Berlin – seit 1990 die einzige Bank, die ausschließlich in Ostdeutschland tätig ist, mit über 400.000 Mitgliedern und Engagement für nachhaltige Ideen in der Region, unter anderem durch ihre Tochtergesellschaft Ostwerk. Die Sparda-Bank Berlin engagiert sich seit 14 Jahren im Kampf gegen Krebs und unterstützt Initiativen wie den Eisvogel e.V.
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein – und spielt das echt immer noch eine Rolle?
Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten" erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben überraschende, oft nachdenkliche Einblicke, die bisher in der Spannbreite wenig Gehör finden. Statt nur über den Osten zu sprechen, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort – ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt beleuchtet.
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23.03.2026
1 Stunde 17 Minuten
Was wollen Menschen wirklich, wenn sie sich eine "starke Hand" in der Politik wünschen? Keine Diktatur, sondern Sicherheit. Einen Staat, der endlich wieder Probleme löst. Und das Gefühl, dass irgendjemand noch die Kontrolle hat.
Tobias Jaeck forscht am Zentrum für Sozialforschung Halle und ist Mitautor des Deutschlandmonitors, einer der umfassendsten Studien zu politischen und gesellschaftlichen Einstellungen in Deutschland. In dieser Folge ordnen wir gemeinsam ein, was die Daten wirklich sagen – jenseits von Schlagzeilen.
Wir sprechen darüber, warum lokales Vertrauen in Deutschland erstaunlich hoch ist, während die Einschätzung der gesamtgesellschaftlichen Lage fast diametral anders ausfällt. Über Polykrisen, Kontrollverlust und Anomie.
Über die Frage, warum die eigentliche Trennlinie in Deutschland oft nicht zwischen Ost und West verläuft, sondern zwischen strukturschwachen und strukturstarken Regionen. Und darüber, was uns wirklich veränderungsbereit macht – Spoiler: Es ist nicht die Vergangenheit, sondern der Blick nach vorne.
Außerdem: Wie funktioniert eigentlich eine Studie mit 8.000 Befragten? Was passiert in qualitativen Fokusgruppen? Und was kommt 2026 als nächstes Schwerpunktthema des Monitors?
00:00 Lokales Vertrauen hoch
00:49 Vorstellung und Thema
02:53 Sachsen Anhalt Identität
04:41 Was ist der Monitor
05:40 Sozialforschung erklärt
06:53 Werdegang und Perspektiven
10:46 Ost Identität und DDR
14:20 Deutschlandmonitor Methodik
17:47 Lokales vs Deutschland Bild
19:37 Polykrisen und Kontrollverlust
22:17 Autoritäre Offenheit
23:29 Sicherheit statt Freiheit
27:15 Signifikanz und Einordnung
34:02 Starker Staat Wunsch
36:44 Alltag und Staatsfrust
38:31 Strukturschwach vs stark
39:17 Strukturschwäche messen
40:24 Stadtviertel und Milieus
41:13 Land gegen Stadt Ost West
44:26 Ansiedlung und Abhängigkeiten
48:39 Beteiligung und Plebiszite
52:41 Quali Forschung erklärt
57:58 Zukunftsoptimismus treibt Wandel
01:03:39 Ambivalenz und Bewahrer
01:10:27 Wünsche an die Politik
01:13:59 Nächstes Thema Mobilität
01:15:56 Abschluss und Ausblick
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein,und spielt das echt immer noch eine Rolle?
Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, als Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten“ erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden.
Statt nur über den Osten zu sprechen und lokale Herausforderungen zu thematisieren, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort, um ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt zu beleuchten.
Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Osten Deutschlands ist wichtig, gerade jetzt, denn es gibt anhaltende Unterschiede und Herausforderungen, die es zu adressieren gilt sowie eine historische und kulturelle Identität, die verstanden werden kann, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
https://www.ostwaerts-podcast.com/
Tobias Jaeck forscht am Zentrum für Sozialforschung Halle und ist Mitautor des Deutschlandmonitors, einer der umfassendsten Studien zu politischen und gesellschaftlichen Einstellungen in Deutschland. In dieser Folge ordnen wir gemeinsam ein, was die Daten wirklich sagen – jenseits von Schlagzeilen.
Wir sprechen darüber, warum lokales Vertrauen in Deutschland erstaunlich hoch ist, während die Einschätzung der gesamtgesellschaftlichen Lage fast diametral anders ausfällt. Über Polykrisen, Kontrollverlust und Anomie.
Über die Frage, warum die eigentliche Trennlinie in Deutschland oft nicht zwischen Ost und West verläuft, sondern zwischen strukturschwachen und strukturstarken Regionen. Und darüber, was uns wirklich veränderungsbereit macht – Spoiler: Es ist nicht die Vergangenheit, sondern der Blick nach vorne.
Außerdem: Wie funktioniert eigentlich eine Studie mit 8.000 Befragten? Was passiert in qualitativen Fokusgruppen? Und was kommt 2026 als nächstes Schwerpunktthema des Monitors?
00:00 Lokales Vertrauen hoch
00:49 Vorstellung und Thema
02:53 Sachsen Anhalt Identität
04:41 Was ist der Monitor
05:40 Sozialforschung erklärt
06:53 Werdegang und Perspektiven
10:46 Ost Identität und DDR
14:20 Deutschlandmonitor Methodik
17:47 Lokales vs Deutschland Bild
19:37 Polykrisen und Kontrollverlust
22:17 Autoritäre Offenheit
23:29 Sicherheit statt Freiheit
27:15 Signifikanz und Einordnung
34:02 Starker Staat Wunsch
36:44 Alltag und Staatsfrust
38:31 Strukturschwach vs stark
39:17 Strukturschwäche messen
40:24 Stadtviertel und Milieus
41:13 Land gegen Stadt Ost West
44:26 Ansiedlung und Abhängigkeiten
48:39 Beteiligung und Plebiszite
52:41 Quali Forschung erklärt
57:58 Zukunftsoptimismus treibt Wandel
01:03:39 Ambivalenz und Bewahrer
01:10:27 Wünsche an die Politik
01:13:59 Nächstes Thema Mobilität
01:15:56 Abschluss und Ausblick
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein,und spielt das echt immer noch eine Rolle?
Genau diese Frage stellt sich Nine-Christine Müller, als Nachwendekind aus Thüringen. Im Podcast „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche Identitäten“ erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden.
Statt nur über den Osten zu sprechen und lokale Herausforderungen zu thematisieren, kommen Menschen vor Ort selbst zu Wort, um ostdeutsche Identitäten in ihrer Vielfalt, mit Tiefgang und Respekt zu beleuchten.
Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Osten Deutschlands ist wichtig, gerade jetzt, denn es gibt anhaltende Unterschiede und Herausforderungen, die es zu adressieren gilt sowie eine historische und kulturelle Identität, die verstanden werden kann, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
https://www.ostwaerts-podcast.com/
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Tipp der Redaktion
Ostwärts erzählt persönliche Geschichten über ostdeutsche Herkunft und Identität. Moderatorin Nine-Christine Müller spricht mit Gästen aus Politik, Kultur und Zivilgesellschaft über Erfahrungen, Brüche und Chancen. Der Podcast bietet Perspektiven, die in der gesamtdeutschen Debatte oft fehlen und zeigt, was der Osten zu bieten hat.
Über diesen Podcast
Was heißt es eigentlich ostdeutsch zu sein und spielt das echt
immer noch eine Rolle? Ich, Nine-Christine Müller, spreche hier mit
Menschen, die ihre Herkunft reflektieren und Engagement zeigen.
Gemeinsam erkunden wir, wie Herkunft unsere Identität beeinflusst
und wie Chancengerechtigkeit und Mitbestimmung gefördert werden
können.
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