Podcaster
Episoden
28.02.2026
1 Stunde 1 Minute
DDR-Plattenbau als Kunst: Martin Maleschka über Ostmoderne,
Identität und den Verlust der Heimat
Im Podcast „Ostwärts“ spricht Gastgeberin Nine mit Martin
Maleschka, Fotograf, Autor und Chronist der Ostmoderne und
baubezogenen Kunst der DDR. Ausgehend von seiner Kindheit als
„Plattenbaukind“ in Eisenhüttenstadt beschreibt er den
Widerspruch, während des Architekturstudiums den Abriss seiner
Heimat und den Verlust von Kunst am Bau mitzuerleben.
Er erklärt, wie Kunstwerke in Plattenbauten, Schulen,
Kindergärten und Betrieben durch Rückbau und „Modernisierung“
verschwinden, warum unsanierte Fassaden durch Fugenraster,
Reliefs und Materialien charaktervoll sind und wie er seit 20
Jahren dokumentiert, recherchiert und über Social Media Hinweise
erhält.
Thema sind auch Eisenhüttenstadts falsches Image als reine
Plattenbaustadt, internationale und junge Begeisterung für
DDR-Baukultur, seine Auszeichnung mit der „Silbernen Halbkugel“
sowie sein Plädoyer, das Flächendenkmal als Chance offensiver zu
nutzen.
00:00 Riesenmosaik Entdeckung
00:49 Intro Identität Plattenbaukunst
01:49 Martin Maleschka vorgestellt
03:10 Heimat wird abgerissen
06:02 Graffiti wird Dokumentation
06:38 Wohnkomplexe und Rückbau
12:19 Eisenhüttenstadt neu gesehen
16:52 Platte Platte Festival
21:11 Warum Mosaike Kunst sind
23:44 Modernisierung zerstört Details
29:06 Wohnen in Ostmoderne
31:43 Nostalgie oder Haltung
32:36 Heimat und Identität
33:16 Dokumentieren unter Zeitdruck
35:16 Recherche und Community Tipps
36:50 Gen Z und DDR Revival
38:12 Kunst aus dem Alten
41:08 Kritik und internationale Neugier
44:04 Inventarisierung und Social Media
46:47 Der größte Fundmoment
50:18 Vom Graffiti zum Denkmalschutz
57:32 Eisenhüttenstadt spricht
59:03 Erbe als Chance nutzen
01:01:19 Abschluss und Ausblick
Links
Instagram-Account von Martin
Baubezogene Kunst in der DDR
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein? Spielt das
wirklich noch eine Rolle?
Diese Fragen stellt sich Nine-Christine Müller als
Nachwendekind aus Thüringen bei Ostwärts. Hier erzählen Menschen
ihre persönlichen Geschichten und geben in Interviews
überraschende und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven,
die bisher wenig Gehör finden. Eine kritische und selbstkritische
Auseinandersetzung mit Ostdeutschland ist gerade jetzt wichtig,
denn es gibt nach wie vor Unterschiede und Herausforderungen, die
es zu bewältigen gilt, aber auch eine historische und kulturelle
Identität, die es zu verstehen gilt, um den gesellschaftlichen
Zusammenhalt zu stärken.
Mehr
30.01.2026
50 Minuten
In dieser Folge spricht Nine-Christine Müller mit Johannes
Ullrich, Mitgründer von Ostwerk, über eine Mission: Startups in
Ostdeutschland eine echte Chance geben. Johannes erzählt, wie er
von der Sparda-Bank Berlin aus eine Beteiligungsgesellschaft
aufgebaut hat, die gezielt in junge Unternehmen in den
ostdeutschen Bundesländern investiert – mit privatem Kapital und
genossenschaftlichen Werten.
Warum wird im Osten weniger gegründet als im Westen? Was brauchen
Gründer:innen wirklich? Und wie sieht "empathisches Wirtschaften"
konkret aus?
Johannes gibt Einblicke in über 100 Startup-Gespräche, erzählt
von innovativen Projekten wie Get2Germany und Altavo und erklärt,
warum Mut manchmal wichtiger ist als das perfekte Businessmodell.
Eine Folge über Netzwerke, Zuversicht und die Frage, wie man mit
Kapital echte Veränderung schaffen kann – nicht nur in Berlin,
sondern in ganz Ostdeutschland.
00:00 Einführung in den Podcast und Moderator
01:32 Vorstellung des Gastes: Johannes Ullrich
02:44 Johannes' persönlicher Hintergrund und Identität
05:59 Familiärer Einfluss und Karriereweg
09:12 Der Weg mit der Sparda-Bank Berlin
13:25 Die Rolle und Wirkung von Ostwerk
17:31 Investitionen und Startups: Get2Germany und Altavo
24:08 Herausforderungen und Chancen in Ostdeutschland
43:34 Die Zukunft von Ostwerk und Schlussbetrachtung
Links & worüber wir noch so gesprochen haben
Ostwerk & Portfolio:
Ostwerk Bewerbung: https://ost-werk.de/bewerbung/
Get2Germany: https://get2germany.com/de
Altavo: https://www.altavo.eu/
Startup-Förderung & Netzwerke nach
Bundesländern:
Mecklenburg-Vorpommern:
Gründungswerft: https://gruendungswerft.com/
Founders Bay (Remote-First-Accelerator):
https://founders-bay.io/post/startup-map-mecklenburg-vorpommern-2025
Sachsen:
futureSAX (Innovationsplattform): https://www.futuresax.de/
Sachsen-Anhalt:
hier-we-go: https://hier-we-go.de/
SIGUSA (Netzwerk für soziale Innovation): https://sigusa.de/
Thüringen:
STIFT (Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung):
https://stift-thueringen.de/
Investor Days Thüringen: https://investordays-thueringen.de/
Brandenburg:
Start-up-Zentren Brandenburg:
https://www.gruenden-in-brandenburg.de/start-up-zentren-brandenburg
Incubator Village Beeskow:
https://incubator-village-beeskow.com/
Übersicht Start-up-Zentren:
https://mwaek.brandenburg.de/de/sechs-start-up-zentren-in-brandenburg-machen-junge-unternehmen-fit-f%C3%BCr-den-weltmarkt/brandenburg_06.c.865716.de
Berlin:
Science & Startups (Berlin University Alliance):
https://www.science-startups.berlin/
Podcast-Empfehlung:
Brand1-Podcast "Empathisches Wirtschaften":
https://open.spotify.com/episode/2uQtIsRjmH1Pxaf2Nr2VpD
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein? Spielt das
wirklich noch eine Rolle?Diese Fragen stellt sich
Nine-Christine Müller als Nachwendekind aus Thüringen bei
Ostwärts. Hier erzählen Menschen ihre persönlichen Geschichten
und geben in Interviews überraschende und oft nachdenkliche
Einblicke und Perspektiven, die bisher wenig Gehör finden. Eine
kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit
Ostdeutschland ist gerade jetzt wichtig, denn es gibt nach wie
vor Unterschiede und Herausforderungen, die es zu bewältigen
gilt, aber auch eine historische und kulturelle Identität, die es
zu verstehen gilt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu
stärken.
Mehr
18.12.2025
1 Stunde 45 Minuten
Roland Jahn ist einer der bekanntesten Dissidenten der DDR,
DDR-Bürgerrechtler und späterer Bundesbeauftragter für die
Stasi-Unterlagen. Er wurde zwangsausgebürgert, arbeitete aus
West-Berlin weiter für die Freiheit im Osten und leitete später
die Stasi-Unterlagen-Behörde. Doch sein Buch trägt den Titel "Wir
Angepassten" – wie sich im Gespräch herausstellt, eine Einladung.
In dieser Folge von Ostwärts spricht Roland Jahn über:
Seinen Weg vom Pionier zum Staatsfeind – und warum das ein
langer Prozess war
Die Macht der Angst in der Diktatur und wie sie als "Kitt"
das System zusammenhielt
Die Grautöne zwischen Anpassung und Widerstand, die oft
übersehen werden
Warum er für lange Haare ins Ministerium fuhr, aber nicht
gegen die Mauer protestierte
Die Frage des Wehrdienstes an der Grenze und die Last
individueller Verantwortung
Heimat vs. DDR: "Für mich war Heimat Jena, nicht die DDR"
Warum es wichtig ist, Biografien zu verstehen, ohne die
Diktatur zu relativieren
"Auch in der Diktatur scheint die Sonne – wir haben ein schönes
Leben geführt, nicht wegen des Staates, sondern trotz des
Staates."
Ein Gespräch über die Notwendigkeit des Erzählens, über die Räume
zwischen Nostalgie und Diktaturerfahrung, und über die Frage: Wie
hätten wir selbst gehandelt?
Roland Jahn lädt uns ein, ohne Verurteilung, aber mit ehrlichen
Fragen auf die DDR-Biografien zu schauen – auf die eigenen und
die der anderen.
00:00 Einführung und persönlicher Hintergrund
00:58 Frühes Leben und Erfahrungen in der DDR
01:56 Der Prozess der Anpassung und des Widerstands
04:28 Biografien und Angst in einer Diktatur verstehen
07:57 Nostalgie und Alltag in der DDR
10:24 Jugendrebellion und persönliche Akte des Widerstands
24:10 Mit Konsequenzen konfrontiert und Herausforderungen an der
Universität
33:24 Die Friedensgemeinschaft Jena und Aktivismus
39:57 Die Friedenskommission und der Weiße Kreis
41:42 Zwangsausgebürgert: Eine persönliche Geschichte
45:21 Flucht und Verhaftung in Jena
50:21 Ankunft in West-Berlin und Überwachung durch die Stasi
56:48 Die Bedeutung der Stasi-Akten
01:03:36 Versöhnung und Aufarbeitung
01:08:13 Die Zukunft der Stasi-Akten
01:14:07 Inspiration aus der Geschichte Berlins
01:15:03 Rückblick auf 35 Jahre deutsche Einheit
01:16:33 Die Komplexität der Ost-West-Identitäten
01:19:08 Respekt vor individuellen Biografien
01:20:02 Debatte über den Begriff „Ostdeutsch”
01:25:19 Stolz auf die Überwindung von Widrigkeiten
01:29:17 Persönliche Reflexionen und Bedauern
01:36:52 Solidarität und gemeinsame Erfahrungen
01:45:06 Die Bedeutung von Neugier und Dialog
Über Ostwärts
Was heißt es eigentlich, ostdeutsch zu sein? Spielt das
wirklich noch eine Rolle?
Diese Fragen stellt sich Nine-Christine Müller als Nachwendekind
aus Thüringen bei Ostwärts. Hier erzählen Menschen ihre
persönlichen Geschichten und geben in Interviews überraschende
und oft nachdenkliche Einblicke und Perspektiven, die bisher
wenig Gehör finden.
Eine kritische und selbstkritische Auseinandersetzung mit
Ostdeutschland ist gerade jetzt wichtig, denn es gibt nach wie
vor Unterschiede und Herausforderungen, die es zu bewältigen
gilt, aber auch eine historische und kulturelle Identität, die es
zu verstehen gilt, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu
stärken.
Mehr
30.11.2025
53 Minuten
In dieser OSTWÄRTS-Folge begrüße ich Katja Wolf, Finanzministerin
von Thüringen, ehemalige Oberbürgermeisterin von Eisenach – und
jemand, dessen Lebensweg die Transformation Ostdeutschlands
persönlich erfahren und politisch geprägt hat.
Wir sprechen über:
• ein Aufwachsen zwischen DDR-Kindheit und
Nachwende-Umbruch
• Identität, Verantwortung & politische Haltung
• gerechte Strukturen, starke Kommunen und die Frage, was
Vertrauen in Politik eigentlich bedeutet
• warum Transformation für viele Ostdeutsche nicht abstrakt,
sondern biografisch ist
Ein sehr persönliches und tiefes Gespräch über Herkunft, Wandel
und den Mut, Verantwortung zu übernehmen.
Kapitelmarken
00:00 Einführung: Gerechteres Steuersystem
00:41 Willkommen zu Ostwärts: Über ostdeutsche Identitäten
02:42 Katja Wolfs Jugend und die Wendezeit
13:51 Politische Anfänge und Engagement
18:06 Herausforderungen und Erfolge als Oberbürgermeisterin
25:26 Kommunalpolitik und Finanzministerin
32:34 Visionen und Herausforderungen für Thüringen
43:05 Reflexionen über Deutsche Einheit und ostdeutsche
Identität
52:47 Abschluss und Dankeschön
Über Ostwärts
Was heißt es, ostdeutsch zu sein – und warum spielt das noch eine
Rolle?In „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche
Identitäten“ spricht Nine-Christine
Müller mit inspirierenden Persönlichkeiten über
Herkunft, Wandel und Zukunft.Der Podcast erzählt neue Narrative
aus dem Osten – über Techno-Wende-Kultur,
Innovation, Gründungsgeist und
Gestaltungskraft jenseits der Metropolen.
Mehr Infos unter www.ostwaerts-podcast.com
Die Folge ist im Rahmen der Tagesspiegel-Veranstaltung "Der Osten
- Die Konferenz für Ideen und Macher" am 4.11. 2025 entstanden.
Mehr
07.11.2025
49 Minuten
Diese besondere Ostwärts-Folge wurde am Tag der Deutschen
Einheit in der Hessischen
Landesvertretung aufgezeichnet.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Wissenschaft,
Technologie und Startups Mitteldeutschland verändern und
welche Chancen und Herausforderungen in dieser Region zwischen
Hessen, Sachsen und Thüringen liegen.
Prof. Dr. Gert Bange, Biochemiker und
Vizepräsident der Philipps-Universität Marburg, und Marco
Weicholdt, Leiter des boOst Startup Ecosystems und des
MACHN Festivals Leipzig, sprechen mit Nine-Christine
Müller über:
Innovation als Motor des Strukturwandels
Exzellenzcluster und ihre Rolle für Wirtschaft und
Gesellschaft
DeepTech, Gründungsförderung und Zukunftsregionen im Osten
Unterschiede zwischen Ost und West in Forschung und
Unternehmertum
Visionen für 2070: wie Mitteldeutschland zur
Innovationsregion Europas werden kann
Ein inspirierendes Gespräch über Herkunft, Fortschritt und die
Kraft, Neues zu schaffen – jenseits alter Grenzen.
Kapitelmarken
00:00 – Begrüßung und Einführung
02:57 – Podiumsdiskussion: Innovation in Mitteldeutschland
03:44 – Vorstellung der Gäste
05:30 – Persönliche Geschichten und Karrierewege
10:20 – Die Bedeutung von Innovation
13:26 – Exzellenzcluster und Forschung
18:07 – Boost Startup Factory
22:15 – Herausforderungen und Chancen der Innovation
31:13 – Technologische Herausforderungen in der
Biotechnologie
32:31 – Regionale Unterschiede in der Innovation
34:28 – Silo-Denken und Wettbewerb
37:29 – Förderung von Spitzenkräften
43:45 – Hochtechnologie und regionale Entwicklung
48:15 – Zukunftsvisionen für Mitteldeutschland
50:43 – Fragen aus dem Publikum & Abschluss
Über Ostwärts
Was heißt es, ostdeutsch zu sein – und warum spielt das noch eine
Rolle?
In „Ostwärts: Gespräche über ostdeutsche
Identitäten“ spricht Nine-Christine
Müller mit inspirierenden Persönlichkeiten über
Herkunft, Wandel und Zukunft.
Der Podcast erzählt neue Narrative aus dem Osten – über
Techno-Wende-Kultur,
Innovation, Gründungsgeist und
Gestaltungskraft jenseits der Metropolen.
Mehr Infos unter www.ostwaerts-podcast.com
Weiterführende Links
Machn Festival Leipzig
boOst Startup Ecosystem
Mehr
Tipp der Redaktion
Ostwärts erzählt persönliche Geschichten über ostdeutsche Herkunft und Identität. Moderatorin Nine-Christine Müller spricht mit Gästen aus Politik, Kultur und Zivilgesellschaft über Erfahrungen, Brüche und Chancen. Der Podcast bietet Perspektiven, die in der gesamtdeutschen Debatte oft fehlen und zeigt, was der Osten zu bieten hat.
Über diesen Podcast
Was heißt es eigentlich ostdeutsch zu sein und spielt das echt
immer noch eine Rolle? Ich, Nine-Christine Müller, spreche hier mit
Menschen, die ihre Herkunft reflektieren und Engagement zeigen.
Gemeinsam erkunden wir, wie Herkunft unsere Identität beeinflusst
und wie Chancengerechtigkeit und Mitbestimmung gefördert werden
können.
Kommentare (0)