#46 Jannik Rank: Wissenschaft endet nicht mit dem Paper – sie beginnt im Austausch

#46 Jannik Rank: Wissenschaft endet nicht mit dem Paper – sie beginnt im Austausch

vor 1 Monat
Folge 46 vom Let’s talk SCIENCE!-Podcast
42 Minuten
Podcast
Podcaster

Beschreibung

vor 1 Monat
Wissenschaft findet nicht im luftleeren Raum statt. Sie wird
öffentlich finanziert, gesellschaftlich diskutiert und politisch
eingeordnet. Für Jannik Rank ist Wissenschaftskommunikation deshalb
kein freiwilliges Zusatzprojekt neben der Promotion, sondern Teil
wissenschaftlicher Verantwortung. In dieser zweiten Folge sprechen
wir mit ihm darüber, wie sich sein Engagement für
Wissenschaftskommunikation entwickelt hat – von frühen Erfahrungen
bei Jugend forscht bis zur aktiven Teilnahme an Formaten wie der
Science Show, „Wissenschaft in der Holtenauer“ oder Rent a
Scientist. Dabei wird deutlich, dass es ihm nicht primär um
Bühnenpräsenz geht, sondern um Dialog: um Situationen, in denen
Fragen erlaubt sind, Unsicherheiten sichtbar werden und
Wissenschaft als Prozess erfahrbar wird. Besonders wichtig ist ihm
die Vermittlung wissenschaftlicher Methodik. Forschung produziert
keine endgültigen Wahrheiten, sondern arbeitet mit Modellen,
Wahrscheinlichkeiten und Fehlerbalken. Gerade in gesellschaftlichen
Debatten – etwa rund um Klima oder Gesundheit – zeigt sich, wie
erklärungsbedürftig diese Denkweise ist. Wissenschaftskommunikation
bedeutet hier nicht nur, Ergebnisse zu „übersetzen“, sondern
nachvollziehbar zu machen, wie Erkenntnis entsteht. Gleichzeitig
sprechen wir über strukturelle Rahmenbedingungen: Wie viel Raum
haben Promovierende für Wissenschaftskommunikation? Braucht es
institutionelle Verankerung statt individueller Initiative? Und
welche Rolle spielen geschützte Experimentierräume wie das
Zertifikatsprogramm des Graduiertenzentrums, in denen neue Formate
ausprobiert werden können – ohne Leistungsdruck, aber mit
professionellem Feedback? Die Folge macht deutlich:
Wissenschaftskommunikation ist keine Einbahnstraße. Sie schafft
Transparenz, fördert Vertrauen und ermöglicht Austausch. Und sie
verändert auch diejenigen, die kommunizieren – indem sie dazu
auffordert, die eigene Forschung immer wieder neu zu durchdenken.
15
15
Close