Podcaster
Episoden
24.04.2026
1 Stunde 6 Minuten
Wie in jeder zweiten Folge von Let’s talk SCIENCE! steht auch diesmal die Wissenschaftskommunikation im Mittelpunkt – gemeinsam mit Dilâra Yilmaz. Ausgehend von ihren Erfahrungen im Zertifikatsprogramm an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel spricht Dilâra darüber, wie vielfältig Wissenschaftskommunikation in der Praxis aussehen kann: von Workshops zu Storytelling und Stimme bis hin zu eigenen Formaten wie Lesungen, Veranstaltungen oder Podcasts. Doch schnell wird klar: Es geht um mehr als Formate. Im Zentrum steht die Frage, wer überhaupt Zugang zu wissenschaftlichem Wissen hat – und wer nicht. Dilâra macht deutlich, dass Wissenschaftskommunikation oft schon im Alltag beginnt: in Gesprächen mit Familie, Freund*innen oder Menschen, die keinen direkten Bezug zur Universität haben. Gleichzeitig zeigt sie, wie stark Sprache, Bildungswege und soziale Herkunft darüber entscheiden, ob sich Menschen angesprochen fühlen oder ausgeschlossen bleiben. Die Folge wirft auch einen kritischen Blick auf bestehende Strukturen: Warum wird Wissenschaftskommunikation häufig aus einer stark naturwissenschaftlich geprägten Perspektive gedacht? Warum stehen Ergebnisse im Vordergrund – und nicht der Weg dorthin? Und wie kann Kommunikation gelingen, wenn Forschung nicht in einfache „Erfolgsgeschichten“ passt? Gemeinsam diskutieren wir Chancen und Grenzen unterschiedlicher Formate – von klassischen Veranstaltungen bis hin zu Social Media – und sprechen über Herausforderungen wie Zeit, Sichtbarkeit und den Umgang mit öffentlicher Resonanz. Am Ende bleibt eine zentrale Erkenntnis: Wissenschaftskommunikation ist keine Einbahnstraße. Sie lebt vom Austausch – und davon, zuzuhören, welche Fragen überhaupt gestellt werden.
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10.04.2026
1 Stunde 24 Minuten
In der zweiten Doppelfolge von Let’s talk SCIENCE! tauchen wir ein in die Welt der Geisteswissenschaften – und zeigen, wie vielfältig Promotion jenseits von Labor und Experiment aussehen kann. Zu Gast ist Dilâra Yilmaz, Doktorandin der englischen Literaturwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Dilâra nimmt uns mit auf ihren ganz persönlichen Weg in die Forschung – einen Weg, der alles andere als vorgezeichnet war. Aus einem nicht-akademischen Umfeld kommend, entdeckt sie im Studium ihre Begeisterung für wissenschaftliches Arbeiten und entscheidet sich schließlich, den Schritt in die Promotion zu wagen – trotz Unsicherheiten und struktureller Herausforderungen im Wissenschaftssystem. Im Mittelpunkt der Folge steht ihre Forschung an der Schnittstelle von Literatur und Gesellschaft: Warum sind bestimmte Autorinnen besonders erfolgreich? Welche Rolle spielen Förderstrukturen, Netzwerke und kulturelle Kontexte? Und was passiert eigentlich „rund um den Text“, wenn Literatur entsteht, vermarktet und gelesen wird? Dabei wird schnell klar: Forschung in den Geisteswissenschaften ist weit mehr als Lesen und Schreiben. Dilâra berichtet von umfangreicher Datenerhebung, internationalen Forschungsreisen, Interviews mit Autorinnen, Verlagen und Institutionen – und von der Herausforderung, sich Methoden, Strukturen und Netzwerke oft eigenständig zu erarbeiten. Gleichzeitig sprechen wir über zentrale Fragen der Promotion: Wie viel Freiheit braucht Forschung? Wann wird Selbstständigkeit zur Belastung? Und welche Rolle spielen Austausch, Betreuung und wissenschaftliche Community? Diese Folge zeigt eindrücklich, wie vielfältig wissenschaftliche Wege sein können – und dass gute Forschung nicht nur im Labor entsteht, sondern auch dort, wo Texte, Gesellschaft und persönliche Perspektiven aufeinandertreffen.
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27.02.2026
42 Minuten
Wissenschaft findet nicht im luftleeren Raum statt. Sie wird öffentlich finanziert, gesellschaftlich diskutiert und politisch eingeordnet. Für Jannik Rank ist Wissenschaftskommunikation deshalb kein freiwilliges Zusatzprojekt neben der Promotion, sondern Teil wissenschaftlicher Verantwortung. In dieser zweiten Folge sprechen wir mit ihm darüber, wie sich sein Engagement für Wissenschaftskommunikation entwickelt hat – von frühen Erfahrungen bei Jugend forscht bis zur aktiven Teilnahme an Formaten wie der Science Show, „Wissenschaft in der Holtenauer“ oder Rent a Scientist. Dabei wird deutlich, dass es ihm nicht primär um Bühnenpräsenz geht, sondern um Dialog: um Situationen, in denen Fragen erlaubt sind, Unsicherheiten sichtbar werden und Wissenschaft als Prozess erfahrbar wird. Besonders wichtig ist ihm die Vermittlung wissenschaftlicher Methodik. Forschung produziert keine endgültigen Wahrheiten, sondern arbeitet mit Modellen, Wahrscheinlichkeiten und Fehlerbalken. Gerade in gesellschaftlichen Debatten – etwa rund um Klima oder Gesundheit – zeigt sich, wie erklärungsbedürftig diese Denkweise ist. Wissenschaftskommunikation bedeutet hier nicht nur, Ergebnisse zu „übersetzen“, sondern nachvollziehbar zu machen, wie Erkenntnis entsteht. Gleichzeitig sprechen wir über strukturelle Rahmenbedingungen: Wie viel Raum haben Promovierende für Wissenschaftskommunikation? Braucht es institutionelle Verankerung statt individueller Initiative? Und welche Rolle spielen geschützte Experimentierräume wie das Zertifikatsprogramm des Graduiertenzentrums, in denen neue Formate ausprobiert werden können – ohne Leistungsdruck, aber mit professionellem Feedback? Die Folge macht deutlich: Wissenschaftskommunikation ist keine Einbahnstraße. Sie schafft Transparenz, fördert Vertrauen und ermöglicht Austausch. Und sie verändert auch diejenigen, die kommunizieren – indem sie dazu auffordert, die eigene Forschung immer wieder neu zu durchdenken.
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13.02.2026
50 Minuten
In dieser Folge von Let’s talk SCIENCE! nehmen wir euch mit an die Technische Fakultät – genauer gesagt in den Lehrstuhl für funktionale Nanomaterialien. Doktorand Jannik forscht an der elektrochemischen Oberflächenstrukturierung von Metallbändern und Drähten. Ziel seiner Promotion ist es, eine nachhaltigere Alternative zu herkömmlichen, chemisch aggressiven Haftvermittlern zu entwickeln. Statt auf chemische Bindungen setzt das Team auf ein mechanisches Prinzip: Durch gezielte elektrochemische Ätzprozesse entstehen mikrostrukturierte Oberflächen, die Kunststoffe formschlüssig „verhaken“ – vergleichbar mit einem dreidimensionalen Puzzle. Der Clou: Das Verfahren soll nicht nur im Labormaßstab funktionieren, sondern industriell skalierbar sein. Von zehn Zentimetern Draht im Labor bis zu zwei Kilometern Edelstahlband in einer kontinuierlichen Anlage – Janniks Promotionsprojekt ist eng mit einem Industriepartner verknüpft und zeigt beispielhaft, wie wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn und technologische Anwendung ineinandergreifen. Wir sprechen über: • den Weg in die Promotion über Hiwi-Tätigkeit und Masterarbeit, • Forschung zwischen Labor, Anlagenbau und industriellem Upscaling, • Nachhaltigkeit durch elektrochemische Verfahren, • wissenschaftliche Denkweisen im Umgang mit „Nicht-Erfolgen“, • Patente, Publikationspraxis und NDA-Herausforderungen in Industrieprojekten, • Konferenzen zwischen Rostock, Seattle und Prag, • sowie die Frage, wie viel Freiheit in industrienaher Forschung steckt. Die Folge zeigt eindrucksvoll, wie eng Grundlagenforschung, technologische Entwicklung und Nachhaltigkeitsfragen miteinander verbunden sind – und warum es manchmal gerade dann spannend wird, wenn etwas nicht funktioniert.
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19.12.2025
1 Minute
In der letzten Folge von Let’s talk SCIENCE! in diesem Jahr blicken wir gemeinsam zurück – und zugleich nach vorn. Im Weihnachtsspecial sprechen wir mit Ulf Evert und Mirco Bergerhof vom Graduiertenzentrum der Universität Kiel über Wissenschaftskommunikation, europäische Zusammenarbeit und die Frage, welche Rolle Wissenschaft heute für Gesellschaft und Demokratie spielt. Im Mittelpunkt steht die European University of the Seas (SEA-EU) – ein europäisches Universitätsbündnis, das Forschung, Lehre und Wissenschaftskommunikation über Ländergrenzen hinweg neu denkt. Ulf und Mirco geben Einblicke in ihre Arbeit in der Expert Group Science Communication: von gemeinsamen Leitlinien für gute Wissenschaftskommunikation über internationale Science-Shows bis hin zu Netzwerken, die Nachwuchswissenschaftler*innen langfristig stärken. Die Folge ist zugleich eine Einladung zum Nachdenken: Was verstehen wir eigentlich unter Wissenschaftskommunikation? Wo beginnt sie – und für wen? Wir sprechen über interne und externe Kommunikation, über Dialog statt Einbahnstraße, über Social Media, Fake News und die Verantwortung von Wissenschaft in einer zunehmend komplexen Informationslandschaft. Persönlich wird es, wenn Ulf und Mirco von Momenten erzählen, die sie besonders geprägt haben: von Reflexionsgesprächen mit Doktorand*innen, von wachsendem Selbstvertrauen, von Safe Spaces und davon, wie Kommunikation nicht nur Forschung sichtbar macht, sondern Menschen stärkt. Eine ruhige, nachdenkliche Jahresabschlussfolge über Austausch, Haltung und den Wert von Wissenschaftskommunikation – gerade in Zeiten des Wandels.
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Über diesen Podcast
Unser Podcast „Let‘s talk SCIENCE!“ beschäftigt sich mit Forschung
und der Kommunikation darüber. Unsere Gäste sind Forschende, die
ihre wissenschaftlichen Ergebnisse normalerweise auf der Bühne der
Science Show mit der Öffentlichkeit teilen. Außerdem begrüßen wir
Alumni des Zertifikatsprogramms Wissenschaftskommunikation des
Graduiertenzentrums der CAU und darüber hinaus Expertinnen und
Experten rund um das Thema Wissenschaftskommunikation, auch von
außerhalb der Kieler Universität. Sie alle haben eines gemeinsam:
Sie teilen und diskutieren mit uns ihre Einblicke und Gedanken.
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