Podcaster
Episoden
13.02.2026
50 Minuten
In dieser Folge von Let’s talk SCIENCE! nehmen wir euch mit an die
Technische Fakultät – genauer gesagt in den Lehrstuhl für
funktionale Nanomaterialien. Doktorand Jannik forscht an der
elektrochemischen Oberflächenstrukturierung von Metallbändern und
Drähten. Ziel seiner Promotion ist es, eine nachhaltigere
Alternative zu herkömmlichen, chemisch aggressiven Haftvermittlern
zu entwickeln. Statt auf chemische Bindungen setzt das Team auf ein
mechanisches Prinzip: Durch gezielte elektrochemische Ätzprozesse
entstehen mikrostrukturierte Oberflächen, die Kunststoffe
formschlüssig „verhaken“ – vergleichbar mit einem dreidimensionalen
Puzzle. Der Clou: Das Verfahren soll nicht nur im Labormaßstab
funktionieren, sondern industriell skalierbar sein. Von zehn
Zentimetern Draht im Labor bis zu zwei Kilometern Edelstahlband in
einer kontinuierlichen Anlage – Janniks Promotionsprojekt ist eng
mit einem Industriepartner verknüpft und zeigt beispielhaft, wie
wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn und technologische Anwendung
ineinandergreifen. Wir sprechen über: • den Weg in die Promotion
über Hiwi-Tätigkeit und Masterarbeit, • Forschung zwischen Labor,
Anlagenbau und industriellem Upscaling, • Nachhaltigkeit durch
elektrochemische Verfahren, • wissenschaftliche Denkweisen im
Umgang mit „Nicht-Erfolgen“, • Patente, Publikationspraxis und
NDA-Herausforderungen in Industrieprojekten, • Konferenzen zwischen
Rostock, Seattle und Prag, • sowie die Frage, wie viel Freiheit in
industrienaher Forschung steckt. Die Folge zeigt eindrucksvoll, wie
eng Grundlagenforschung, technologische Entwicklung und
Nachhaltigkeitsfragen miteinander verbunden sind – und warum es
manchmal gerade dann spannend wird, wenn etwas nicht funktioniert.
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19.12.2025
1 Minute
In der letzten Folge von Let’s talk SCIENCE! in diesem Jahr blicken
wir gemeinsam zurück – und zugleich nach vorn. Im Weihnachtsspecial
sprechen wir mit Ulf Evert und Mirco Bergerhof vom
Graduiertenzentrum der Universität Kiel über
Wissenschaftskommunikation, europäische Zusammenarbeit und die
Frage, welche Rolle Wissenschaft heute für Gesellschaft und
Demokratie spielt. Im Mittelpunkt steht die European University of
the Seas (SEA-EU) – ein europäisches Universitätsbündnis, das
Forschung, Lehre und Wissenschaftskommunikation über Ländergrenzen
hinweg neu denkt. Ulf und Mirco geben Einblicke in ihre Arbeit in
der Expert Group Science Communication: von gemeinsamen Leitlinien
für gute Wissenschaftskommunikation über internationale
Science-Shows bis hin zu Netzwerken, die
Nachwuchswissenschaftler*innen langfristig stärken. Die Folge ist
zugleich eine Einladung zum Nachdenken: Was verstehen wir
eigentlich unter Wissenschaftskommunikation? Wo beginnt sie – und
für wen? Wir sprechen über interne und externe Kommunikation, über
Dialog statt Einbahnstraße, über Social Media, Fake News und die
Verantwortung von Wissenschaft in einer zunehmend komplexen
Informationslandschaft. Persönlich wird es, wenn Ulf und Mirco von
Momenten erzählen, die sie besonders geprägt haben: von
Reflexionsgesprächen mit Doktorand*innen, von wachsendem
Selbstvertrauen, von Safe Spaces und davon, wie Kommunikation nicht
nur Forschung sichtbar macht, sondern Menschen stärkt. Eine ruhige,
nachdenkliche Jahresabschlussfolge über Austausch, Haltung und den
Wert von Wissenschaftskommunikation – gerade in Zeiten des Wandels.
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08.12.2025
55 Minuten
In unserer ersten Special-Folge Ende des Jahres wird es kreativ:
Wir sprechen mit Antonia und Fiona, die viele Hörer*innen bereits
aus ihren jeweiligen Promotionsfolgen kennen. Diesmal geht es
jedoch nicht um Mikrobiologie oder Archäobotanik – sondern um
etwas, das beide verbindet: ihre Leidenschaft für
Wissenschaftskommunikation und die Entstehung eines völlig neuen
Formats an der Uni Kiel. Im Gespräch erzählen die beiden, wie sie
über das Zertifikatsprogramm Wissenschaftskommunikation am
Graduiertenzentrum zusammengefunden haben und warum gerade die
Science Show für sie ein Türöffner war. Aus ersten Kursen,
gemeinsamen Auftritten und viel gegenseitigem Feedback entwickelte
sich eine Idee, die schnell größer wurde: ein eigenes Science
Theatre, in dem Promotionsprojekte nicht als Vortrag, sondern als
humorvolle, zugängliche Sketches auf die Bühne gebracht werden. Wir
sprechen darüber, wie man wissenschaftliche Inhalte in Theater
übersetzt, wo man sich kreativ von der Realität lösen muss – und wo
Fakten trotzdem unverhandelbar bleiben. Antonia und Fiona
berichten, wie es ist, auf der Kieler Woche plötzlich Bakterien zu
spielen, warum Feedbackkultur so wichtig ist, und welchen Mut es
braucht, auf einer Bühne etwas auszuprobieren, das weit weg von
klassischem wissenschaftlichen Alltag liegt. Dabei geht es auch um
die Unterschiede zwischen interner und externer
Wissenschaftskommunikation, darum, wie sehr Zielgruppen die
Kommunikation verändern – und wie viel man gewinnt, wenn man
Forschung neu denkt: persönlicher, zugänglicher und vor allem
gemeinschaftlich. Zum Abschluss blicken wir nach vorne: Was
bedeutet Wissenschaftskommunikation für ihre kommenden Jahre als
Forscherinnen? Wie lässt sich kreative Kommunikation mit einer
wissenschaftlichen Laufbahn verbinden? Und wie könnte eine Zukunft
aussehen, in der Theater, Forschung und Outreach ganz
selbstverständlich zusammengehören? Eine inspirierende Folge über
Mut, Kreativität und die Freude daran, Wissenschaft lebendig zu
machen.
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21.11.2025
53 Minuten
In dieser Folge von Let’s talk SCIENCE! treffen wir Fiona,
Doktorandin im Exzellenzcluster ROOTS an der Universität Kiel. Sie
verbindet Archäologie mit Naturwissenschaft – genauer gesagt: mit
Isotopenanalysen und Archäobotanik. Ihr Forschungsfeld liegt weit
entfernt von der klassischen Vorstellung der Archäologie mit
Schaufel und Ausgrabungsstätte. Fiona untersucht verkohlte
Getreidereste aus der Bronzezeit in Dänemark, um herauszufinden,
wie Menschen vor über 3.000 Jahren ihre Felder bestellt, gedüngt
und ihre Ernten organisiert haben. Dabei nutzt sie Methoden aus der
Chemie und Biologie, um Rückschlüsse auf landwirtschaftliche
Praktiken zu ziehen: Welche Pflanzen wurden bevorzugt angebaut? Wie
stark wurde gedüngt – und warum? Und was sagen die kleinen
Unterschiede in der Isotopenzusammensetzung über das Leben und
Wirtschaften früherer Gemeinschaften aus? Fiona erzählt, wie sie
über Kiel und Durham in dieses interdisziplinäre Forschungsfeld
kam, was sie an der Verbindung von Biologie und Archäologie
fasziniert und wie sich wissenschaftliche Arbeit zwischen Labor,
Datenauswertung und Betreuerwechsel anfühlt. Wir sprechen außerdem
über Herausforderungen im Forschungsalltag, über kollegiale
Zusammenarbeit statt Konkurrenz und über den Wunsch, Wissen zu
teilen, anstatt es zu hüten. Ein spannender Einblick in die Welt
zwischen Archäologie, Chemie und Geschichte – und in die
Leidenschaft einer Forscherin, die selbst kleinste verkohlte Körner
zum Sprechen bringt.
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07.11.2025
1 Minute
In dieser Folge von Let’s talk SCIENCE! sprechen wir mit Antonia
Habich, ehemalige Mikrobiologin an der Universität Kiel, dem UKSH
und am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie. Sie erforscht,
wie sich sogar eng verwandte Bakterienstämme überraschend stark
unterscheiden — und was diese feinen Unterschiede für Infektionen,
Resistenzentwicklung und Behandlungsstrategien bedeuten. Antonia
erklärt, wie Bakterien miteinander konkurrieren, genetisches
Werkzeug „nachrüsten“ und mit molekularen Waffen wie dem
Typ-VI-Sekretionssystem Rivalen ausschalten. Wir diskutieren, warum
gerade solche Mechanismen für Medizin und Mikrobiologie spannend
sind, wie Grundlagenforschung zu neuen Erkenntnissen in der
Infektionsbiologie führt und welche Herausforderungen Laboralltag
und Datenanalysen mit sich bringen. Außerdem sprechen wir über
Antonias Weg in die Forschung, ihre Motivation und die Bedeutung
von Wissenschaftskommunikation — als Brücke zwischen Labor,
Öffentlichkeit und interdisziplinären Teams. Eine Folge voller
faszinierender Mikroorganismen, wissenschaftlicher Neugier und der
Frage, wie uns das Verständnis der kleinsten Lebensformen helfen
kann, große Probleme zu lösen.
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Über diesen Podcast
Unser Podcast „Let‘s talk SCIENCE!“ beschäftigt sich mit Forschung
und der Kommunikation darüber. Unsere Gäste sind Forschende, die
ihre wissenschaftlichen Ergebnisse normalerweise auf der Bühne der
Science Show mit der Öffentlichkeit teilen. Außerdem begrüßen wir
Alumni des Zertifikatsprogramms Wissenschaftskommunikation des
Graduiertenzentrums der CAU und darüber hinaus Expertinnen und
Experten rund um das Thema Wissenschaftskommunikation, auch von
außerhalb der Kieler Universität. Sie alle haben eines gemeinsam:
Sie teilen und diskutieren mit uns ihre Einblicke und Gedanken.
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