Ein Tag in Charkiw – Wie eine Stadt ihr Überleben organisiert
1,3 Millionen Menschen wohnen in Charkiw, das in Reichweite der
russischen Artillerie liegt. Die Stadt überlebt vor allem durch das
Engagement der Zivilgesellschaft und eine enge Verzahnung von
Behörden und privaten NGOs. Der ukrainische Ansatz gilt a ...
26 Minuten
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Beschreibung
vor 3 Tagen
1,3 Millionen Menschen wohnen in Charkiw, das in Reichweite der
russischen Artillerie liegt. Die Stadt überlebt vor allem durch das
Engagement der Zivilgesellschaft und eine enge Verzahnung von
Behörden und privaten NGOs. Der ukrainische Ansatz gilt als Modell
weltweit. Als Russland vor vier Jahren versuchte, die Ukraine mit
einem raschen Angriff zu überwältigen, drangen russische Truppen
bis in die Stadt Charkiw vor und konnten erst nach heftigen
Strassenkämpfen zurückgeschlagen werden. Von den rund 2 Millionen
Einwohnern blieben zunächst nur 300 000 Zivilisten in der Stadt
zurück. Inzwischen sind wieder 1,3 Millionen Menschen in Charkiw.
Wie überlebt eine Millionenstadt in Frontnähe? Das ukrainische
Rezept beruht auf einer engen Vernetzung von Behörden und
Zivilgesellschaft. Zahlreiche NGOs übernehmen Aufgaben, die
eigentlich staatlich sind. Das NGO «Relief Coordination Centre»
beispielsweise organisiert die Evakuierung von Flüchtlingen und
ihre Unterbringung in der Stadt. Es hat eine interaktive Karte der
Region erstellt, die Auskunft über Bevölkerung, Infrastruktur,
Nahrungsmittel gibt und eine zielgenaue Hilfe ermöglicht. In der
Region Charkiw sind dreitausend private NGOs registriert, in der
Ukraine sogar über zehntausend. Charkiw gilt als Vorbild für die
Ukraine und die Ukraine als Modell weltweit. Experten sagen, der
Ukrainekrieg habe nicht nur die Kriegsführung grundlegend
verändert, sondern auch die Art der humanitären Hilfe.
russischen Artillerie liegt. Die Stadt überlebt vor allem durch das
Engagement der Zivilgesellschaft und eine enge Verzahnung von
Behörden und privaten NGOs. Der ukrainische Ansatz gilt als Modell
weltweit. Als Russland vor vier Jahren versuchte, die Ukraine mit
einem raschen Angriff zu überwältigen, drangen russische Truppen
bis in die Stadt Charkiw vor und konnten erst nach heftigen
Strassenkämpfen zurückgeschlagen werden. Von den rund 2 Millionen
Einwohnern blieben zunächst nur 300 000 Zivilisten in der Stadt
zurück. Inzwischen sind wieder 1,3 Millionen Menschen in Charkiw.
Wie überlebt eine Millionenstadt in Frontnähe? Das ukrainische
Rezept beruht auf einer engen Vernetzung von Behörden und
Zivilgesellschaft. Zahlreiche NGOs übernehmen Aufgaben, die
eigentlich staatlich sind. Das NGO «Relief Coordination Centre»
beispielsweise organisiert die Evakuierung von Flüchtlingen und
ihre Unterbringung in der Stadt. Es hat eine interaktive Karte der
Region erstellt, die Auskunft über Bevölkerung, Infrastruktur,
Nahrungsmittel gibt und eine zielgenaue Hilfe ermöglicht. In der
Region Charkiw sind dreitausend private NGOs registriert, in der
Ukraine sogar über zehntausend. Charkiw gilt als Vorbild für die
Ukraine und die Ukraine als Modell weltweit. Experten sagen, der
Ukrainekrieg habe nicht nur die Kriegsführung grundlegend
verändert, sondern auch die Art der humanitären Hilfe.
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