Klartext braucht Mut

Klartext braucht Mut

Morgenimpuls mit Schwester Katharina
5 Minuten

Beschreibung

vor 6 Tagen
Am vergangenen Mittwoch war der Aschermittwoch und viele von uns
haben sich das Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen oder Asche auf
den Kopf streuen lassen. Es ist erst fünf Tage her. Wie geht
es Dir damit? Hast Du den Start in die Fastenzeit gut hinbekommen?
Gibt es ein paar Ideen, zu denen Du dich entschlossen
hast? Von Jörg Nottebaum von Misereor gibt es im
Pfarrbriefservice einen sehr wortstarken Text, der mich sehr
inspiriert hat und weshalb ich Dir diesen Text gern in den heutigen
Tag mitgeben möchte. Er lautet: „Jetzt mal Asche aufs Haupt
und Klartext reden: Der leeren Worte sind genug.Jetzt mal Asche
aufs Haupt und Ruhe finden: Der lauten Tage sind genug.Jetzt mal
Asche aufs Haupt und Friede sein: Der Kriege weltweit sind
genug.Jetzt mal Asche aufs Haupt und Veränderung wagen: Der alten
Zöpfe sind genug.Jetzt mal Asche aufs Haupt und Segen leben: Der
göttlichen Kräfte sind genug.Jetzt mal Asche aufs Haupt und Hand
aufs Herz: Umkehren geht.“Klartext reden ist der erste Vorschlag.
Viel drum herumreden, ärgert in jeglicher Situation. Man kennt zu
viele Leute die unglaublich viel und eloquent reden können, ohne
etwas zu sagen. Ob in Politik, Kirche oder Gesellschaft ist das
ärgerlich. Dann ist für uns heute dran, wenn wir reden, auch etwas
zu sagen. Klartext reden in dem Bereich, in dem wir tätig sind, in
Familie, Berufsalltag, Gemeinde, Kirche und so weiter. Auch
der zweite Tipp: Ruhe finden, ist eine wichtige Idee. Zu spüren,
wann es Zeit ist, die Laustärke des Alltags runterzudrehen, eine
Pause einzulegen, um innen und außen zur Ruhe zu kommen, ist eine
Notwendigkeit, wenn ich vom Karussell des Alltags abspringen will,
ehe es mich abwirft. Friede sein, als dritter Hinweis, klingt
in unseren Tagen der weltweiten Kriege fast banal. Aber über die
Jahrtausende steht in den Texten der Bibel und vieler anderer
Kulturen: nur wenn alle Menschen Frieden im Herzen tragen,
kann es Frieden untereinander geben. „Ach Schwester, jetzt träumen
Sie aber“ ich höre es schon.Das mag sein, aber Klartext reden, Ruhe
finden und Friede sein, ist kein Traum, sondern harte Arbeit für
heute.

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