Rush – "2112"

Rush – "2112"

1 Stunde 4 Minuten
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Wir sprechen über die größten Alben der Pop- und Rockgeschichte. Jeden Montag gibt es eine neue Folge. Reinhören!

Beschreibung

vor 1 Woche
Im März 1976 setzt die kanadische Progressive-Rock-Band Rush alles
auf eine Karte. Ihr viertes Studioalbum "2112" entsteht unter
existentiellem Druck und wird zum Wendepunkt ihrer Geschichte.
"2112" war die aller letzte Chance für Rush. Ihre beiden vorherigen
Alben Caress Of Steel und Fly By Night blieben hinter den
Erwartungen zurück und brachten die Band in finanzielle
Schwierigkeiten, auch weil ihre komplexen Progressive-Rock-Songs
kaum im Radio gespielt wurden. Eigentlich wollte ihr Label Mercury
Records sie schon fallen lassen. Rush-Manager Ray Daniels schaffte
es aber zum Glück, das Label mit einer kleinen Notlüge von einem
weiteren Versuch zu überzeugen. Daniels schwärmte von den Ideen für
"2112" , obwohl er die Musik noch gar nicht gehört hatte. Bei
"2112" vertrauten Rush ganz auf ihre Intuition und kreative
Freiheit und verweigerten sich bewusst den Vorgaben ihres Labels.
Dieser letzte Alles-oder-nichts-Versuch ging auf und wurde zum
Beweis dafür, wie weit man kommt, wenn man dem eigenen Bauchgefühl
folgt. Die A-Seite des Albums erzählt eine epische
Science-Fiction-Geschichte über den Widerstand des Einzelnen gegen
ein übermächtiges Kollektiv. Dieses Thema passt perfekt zur
Bandgeschichte, denn auch Geddy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart
galten als drei Individualisten, die erst zusammen eine
einzigartige Einheit bildeten und sich bewusst gegen die
kommerziellen Vorgaben der Plattenindustrie stellten. Vertont wurde
die Geschichte in Form der siebenteiligen Suite "2112". Sie
entwirft eine totalitäre Zukunft, in der ein Kollektiv aus
Priestern und riesigen Computern die Macht übernommen hat. Als der
namenlose Held der Geschichte eine Gitarre entdeckt, stellt er sich
mit Musik, Kreativität und Individualität gegen das System. Der
Konflikt gipfelt schließlich in einem epischen Finale – im Stück
"Grand Final". Meilensteine-Redakteur Stephan Fahrig sieht in
"2112" den Grundstein für den typischen Rush-Sound. Das
Progressive-Rock-Album vereint viele ihrer Markenzeichen, von
schnellen Taktwechseln über klar zugeordnete musikalische Motive
bis zu komplexen, präzisen gespielten Arrangements. Gitarrist Alex
Lifeson liefert die rhythmischen Elemente des Heldenmotivs, während
die Priester durch markante Tom-Rolls im Schlagzeug gekennzeichnet
sind. Gekrönt wird das Ganze vom unverwechselbaren und
treffsicheren Gesang von Geddy Lee. __________ Über diese Songs vom
Album "2112" sprechen wir im Podcast (12:30) – "Overture"(15:13) –
"The Temples of Syrinx"(17:19) – "Discovery"(18:35) –
"Presentation"(20:10) – "Oracle: The Dream"(21:25) –
"Soliloquy"(22:00) – "Grand Final"(46:27) – "Something for
Nothing(48:08) – "A Passage to Bangkok" __________ Alle Shownotes
und weiterführenden Links zur Folge "2112" findet ihr hier:
https://1.ard.de/rush2112 __________ Ihr wollt mehr Podcasts wie
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