Tod am Großglockner: Der Prozess

Tod am Großglockner: Der Prozess

Im Prozess rund um den Tod einer 33-jährigen Bergsteigerin ist ihr Partner wegen grob fahrlässiger Tötung nicht rechtskräftig schuldig gesprochen worden. Er habe als der erfahrenere Alpinist die Verantwortung getragen
35 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Woche
Schon lange hat kein Gerichtsprozess in Österreich für so viel
internationales Aufsehen gesorgt wie jener am vergangenen
Donnerstag am Landesgericht Innsbruck. Im Zentrum stand der Tod
einer 33-jährigen Frau bei einer Besteigung des Großglockners mit
ihrem Freund im Jänner 2025 – und die Frage, ob ihr Partner dafür
strafrechtlich verantwortlich ist. Angeklagt war ein 37-jähriger
Salzburger. Ihm wurde grob fahrlässige Tötung vorgeworfen. Der Kern
des Verfahrens: Trug er als deutlich erfahrenerer Alpinist die
Verantwortung für die Tour und führten seine Entscheidungen
letztlich zum Tod seiner Freundin? Der Fall bewegte bereits
unmittelbar nach dem Unglück Menschen weit über Österreich hinaus.
Wir haben die fatale Tour im Vorfeld des Prozesses in Inside
Austria rekonstruiert – die Folgen finden Sie hier. Vor Gericht
ging es nun erneut darum, minutiös nachzuvollziehen, wie es zu dem
Erfrierungstod der jungen Frau kommen konnte. Der vorsitzende
Richter Norbert Hofer, der über eine Spezialzuständigkeit für
Alpinverfahren verfügt und selbst Berg- und Flugretter ist, stellte
eine zentrale Frage in den Mittelpunkt: War der Angeklagte seiner
Partnerin in Erfahrung und Können so überlegen, dass ihm auf der
Tour eine Führungs- und Schutzverantwortung zukam?Warum es
schließlich zum Schuldspruch kam, welche neuen Details vor Gericht
bekannt wurden und ob das nicht rechtskräftige Urteil noch kippen
könnte, darüber sprechen wir mit Maximilian Werner, der für den
Standard aus dem Gerichtssaal berichtet hat.

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