Podcaster
Episoden
10.01.2026
35 Minuten
Über drei Jahre ist es her, dass Sebastian Kurz die Bühne der
österreichischen Politik verließ – nachdem die Inseraten-Affäre ihm
und seinen Vertrauten um die Ohren flog. Bis heute laufen die
Ermittlungen rund um die Korruptionsvorwürfe, Anklage wurde noch
nicht erhoben. Es gilt die Unschuldsvermutung. Wer Sebastian Kurz’
Karriere in letzter Zeit mitverfolgt hat, könnte ohnehin den
Eindruck gewinnen, dass er die Vorwürfe längst hinter sich gelassen
hat. Kurz, heute Miteigentümer des Cyber-Security-Start-ups
"Dream", präsentiert sich als erfolgreicher Unternehmer. Er hat
"Dream" gemeinsam mit NSO-Gründer Shalev Hulio aufgebaut. Das
Unternehmen ist mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet und
gilt als "Unicorn". Kurz selbst ist zumindest auf dem Papier
Multimillionär. Österreich-Korrespondent Walter Mayr vom Spiegel
begleitete ihn zuletzt nach Tel Aviv – zum Hauptsitz von "Dream".
In dieser Folge von Inside Austria erzählt er von dieser Reise. Wir
wollen wissen: Wie erfolgreich ist Sebastian Kurz als Unternehmer?
Hat der talentierte Fädenzieher auf dem Parkett der internationalen
Tech-Branche tatsächlich Fuß fassen können? Kollege Oliver Das
Gupta (STANDARD und SPIEGEL) hilft uns außerdem, die
anhaltenden Polit-Comeback-Gerüchte rund um Sebastian Kurz
einzuordnen.
Mehr
03.01.2026
40 Minuten
Ischgl steht für Skifahren, Party und Luxus – fünf Jahre nach dem
großen Corona-Cluster hat sich der Ort vom Reputationsschaden
erholt, der Tourismus floriert wie eh und je. Doch die Winter
werden immer wärmer, auch in den Tiroler Bergen. Wie lange wird der
Wintertourismus in dieser Form noch existieren? Für diese Folge von
"Inside Austria" sind wir nach Ischgl gefahren und haben mit
Klimaforschern, Touristikern, Politikern, Urlaubern und
Umweltschützerinnen gesprochen. Wie bereiten sich die Skigebiete
auf die neuen Bedingungen vor? Und wie viel tragen sie selbst zur
Klimakatastrophe bei? In dieser Folge zu hören: Robert Steiger
(Universität Innsbruck), Thomas Köhle (Tourismusverband Paznaun),
Werner Kurz (Bürgermeister Ischgl), Lena Öller (Protect Our
Winters), Angelo Jantscher (Bergbahnen See), Günther Aloys
(Hotelier); Skript: Antonia Arbeiter-Rauth und Lucia Heisterkamp;
Moderation: Antonia Arbeiter-Rauth und Lucia Heisterkamp; Redigat:
Jannis Schakarian, Zsolt Wilhelm ; Produktion: Christoph Neuwirth
Mehr
27.12.2025
38 Minuten
1995 kommt ein Spielfilm in die österreichischen Kinos, der eine
lange verdrängte Geschichte ins Zentrum rückt. "Hasenjagd – vor
lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen" heißt die Produktion des
Regisseurs Andreas Gruber. Zehn Jahre lang hat er dafür
recherchiert, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen befragt und um
Förderungen gekämpft. Immer wieder wird ihm gesagt: Diese
Geschichte interessiere heute niemanden mehr. Gemeint ist eines der
schwersten Kriegsverbrechen auf österreichischem Boden. Nach einer
Massenflucht aus dem Konzentrationslager Mauthausen werden im
Februar 1945 mehr als 400 Häftlinge von der SS und Teilen der
lokalen Bevölkerung verfolgt und ermordet – die sogenannte
"Mühlviertler Hasenjagd". Gruber entscheidet sich dennoch, den Film
zu realisieren. Im Zentrum steht eine jener wenigen Familien, die
geflohenen KZ-Häftlingen geholfen haben. Er arbeitet eng mit
Überlebenden und ihren Angehörigen zusammen. Der Film wird 1995 zum
meistgesehenen Kinofilm des Jahres in Österreich. In der vierten
Folge unserer Miniserie erzählt "Inside Austria" die Geschichte
hinter diesem Film. In einem Interview blickt Andreas Gruber auf
die Widerstände während der Produktion zurück – und darauf, wie die
Arbeit an der "Hasenjagd" nicht nur seine Karriere, sondern auch
seinen Blick auf Österreichs Umgang mit der NS-Vergangenheit
nachhaltig geprägt hat.
Mehr
20.12.2025
46 Minuten
Winter 1945 im Mühlviertel. SS und Teile der lokalen Bevölkerung
jagen Häftlinge, die aus dem Konzentrationslager Mauthausen
geflohen sind. Die meisten werden aufgespürt und ermordet. Die
Nationalsozialisten nennen es zynisch die "Mühlviertler Hasenjagd".
Die damals 13-jährige Anna Hackl, geborene Langthaler, und ihre
Familie gehören zu den wenigen Menschen in der Region, die sich den
Befehlen der SS widersetzen. Zwei geflohene KZ-Häftlinge verstecken
sie auf ihrem Bauernhof. Doch die Hilfe für die Verfolgten wird
immer wieder lebensgefährlich – für die Männer ebenso wie für die
Langthalers. Im dritten Teil der Miniserie unseres Podcasts "Inside
Austria" erinnert sich die heute 94-jährige Zeitzeugin an die
Momente, in denen alles auf dem Spiel stand. Wir gehen aber auch
der Frage nach, wer sich an der Jagd beteiligte, wie Täter nach
1945 zur Verantwortung gezogen wurden – und warum der Umgang mit
der "Mühlviertler Hasenjagd" bis heute beispielhaft für Österreichs
Aufarbeitung der NS-Vergangenheit ist.
Mehr
13.12.2025
34 Minuten
2. Februar 1945. Im Konzentrationslager Mauthausen in
Oberösterreich gelingt mehr als 400 sowjetischen Offizieren das
Unmögliche: die Flucht aus dem Todesblock. Es ist der größte
dokumentierte Ausbruch aus einem KZ überhaupt. Die Geflüchteten
versuchen verzweifelt, in Sicherheit zu gelangen – trotz eisiger
Temperaturen und geschwächt durch die Misshandlungen im Lager.
Lager-SS und zahlreiche Zivilisten machen Jagd auf sie. Zynisch
nennen die Nationalsozialisten die Menschenhatz "Mühlviertler
Hasenjagd". Innerhalb weniger Tage werden nahezu alle entflohenen
Häftlinge getötet. Nur ein knappes Dutzend überlebt. Nur die
wenigsten Menschen in der Umgebung helfen den Flüchtenden. Zu ihnen
gehört die Familie Langthaler aus Schwertberg. Unter Lebensgefahr
verstecken sie zwei der Offiziere bis zum Kriegsende. Die heute
94-jährige Anna Hackl ist damals ein junges Mädchen. In Inside
Austria erinnert sie sich an die Wochen, die ihr Leben geprägt
haben, und daran, wie gewöhnliche Menschen aus der Umgebung zu
Mördern wurden. In Teil zwei dieser Mini-Serie nimmt Anna Hackl uns
mit in die angsterfüllte Zeit des Versteckens und erzählt von einer
besonderen Freundschaft, die daraus entstand. Historiker Matthias
Kaltenbrunner hilft uns zu rekonstruieren, warum sonst kaum jemand
sich den Befehlen der SS widersetzt hat.
Mehr
Über diesen Podcast
DER STANDARD und DER SPIEGEL rekonstruieren die großen und kleinen
Skandale Österreichs. WIR blicken in politische Abgründe und
erklären zusammen mit den Journalistinnen und Journalisten beider
Redaktionen, was die Republik bewegt. "Inside Austria" erscheint
Samstags – überall, wo es Podcasts gibt.
Kommentare (0)