Verantwortung
33 Minuten
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vor 2 Wochen
Die Frage nach der Verantwortung stellt sich jedem von uns –
immer wieder im Leben. Wofür bin ich verantwortlich? Welche
Verantwortung trage ich – für mich, für andere? Und
dann? „Verantwortung? – Nein Danke!“
Oder „Dafür steh ich!“. Haben wir eine
gute Vorstellung davon, wann und wie wir
Verantwortung übernehmen können? Wie Verantwortung
sich positiv in unserem Leben auswirken kann? Am Beispiel von
Josef lassen sich einige ermutigende Entdeckungen machen…
PredigerTraugott Hopp ThemaVerantwortung ReiheDas Leben des Josef
Ben Jakob Datum15.02.2026 Länge33:15 Bibelstelle1. Mose 41
Traugott Hopp, Pastor der FeG FFB Bibelstelle
Zwei Jahre waren inzwischen vergangen. Eines Nachts hatte der
Pharao einen Traum: Er stand am Nilufer, als sieben schöne,
wohlgenährte Kühe aus dem Wasser stiegen und im Ufergras
weideten. Danach kamen sieben magere und unansehnliche Kühe aus
dem Fluss und stellten sich neben die anderen. Plötzlich stürzten
sich die mageren auf die dicken Kühe und verschlangen sie. Der
Pharao wachte auf, schlief aber sofort wieder ein und hatte einen
zweiten Traum: Sieben volle, reife Ähren wuchsen an einem
Halm. Danach wuchsen sieben kümmerliche Ähren, die vom heißen
Wüstenwind verdorrt waren. Die dürren fielen über die vollen her
und fraßen sie auf. Der Pharao erwachte und merkte, dass es nur
ein Traum gewesen war. Aber auch am nächsten Morgen ließen die
Träume ihn nicht los. Beunruhigt rief er alle Wahrsager und
Gelehrten Ägyptens zu sich. Er erzählte ihnen, was er geträumt
hatte, aber keiner konnte es deuten. Da meldete sich der
Mundschenk beim König: »Heute muss ich mich an ein Unrecht
erinnern, das ich begangen habe. Vor einiger Zeit warst du,
Pharao, zornig auf den obersten Bäcker und mich. Darum hast du
uns ins Gefängnis geworfen. Dort hatte jeder von uns einen
seltsamen Traum. Wir erzählten ihn einem jungen Hebräer, der mit
uns im Gefängnis saß, einem Sklaven von Potifar, dem
Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache. Er konnte unsere
Träume für jeden richtig deuten. Was er vorausgesagt hatte, traf
ein: Ich wurde wieder in mein Amt eingesetzt, und der oberste
Bäcker wurde erhängt.«
Josef kann helfenSofort ließ der Pharao
Josef aus dem Gefängnis holen. Josef rasierte sich, zog neue
Kleider an und trat vor den Pharao. »Ich habe etwas geträumt«,
begann der König, »und keiner kann mir sagen, was es bedeutet.
Aber ich habe erfahren, dass du Träume auslegen kannst, sofort
nachdem du sie gehört hast.« »Ich selbst kann das nicht«,
erwiderte Josef, »aber Gott wird dir sicher eine gute Antwort
geben!« Der Pharao begann: »In meinem Traum stand ich am
Nilufer. Da stiegen sieben schöne, wohlgenährte Kühe aus dem
Fluss. Sie weideten im Ufergras. Nach ihnen kamen sieben
hässliche Kühe aus dem Nil. Sie waren dürr und abgemagert – noch
nie habe ich in Ägypten so erbärmliche Kühe gesehen! Die mageren
fraßen die sieben dicken Kühe auf, aber es half ihnen nichts. Sie
blieben genauso dünn wie vorher! Ich wachte auf, dann schlief ich
wieder ein und träumte, dass an einem Halm sieben volle, reife
Ähren wuchsen. Danach wuchsen sieben kümmerliche heran, vom
heißen Wüstenwind verdorrt. Sie verschlangen die sieben vollen
Ähren. Ich erzählte alles meinen Wahrsagern, aber keiner wusste
eine Deutung.« »Beide Träume bedeuten dasselbe«, erklärte Josef.
»Gott sagt dir, was er vorhat: Sowohl die sieben dicken Kühe als
auch die sieben vollen Ähren bedeuten sieben Jahre, in denen es
eine überreiche Ernte gibt. Die sieben mageren Kühe und die
sieben verdorrten Ähren, die du dann gesehen hast, bedeuten
sieben Jahre Missernte und Hunger. Gott lässt dich wissen, was er
tun will: In den nächsten sieben Jahren wird es in ganz Ägypten
mehr als genug zu essen geben. Aber danach kommen sieben Jahre
Hungersnot. Dann ist der Überfluss schnell vergessen, der Hunger
wird das Land auszehren. Nichts wird mehr darauf hindeuten, dass
es einmal gute Zeiten bei euch gab – so schlimm wird das Elend
sein. Dass du sogar zwei Träume hattest, zeigt dir: Gott hat dies
fest beschlossen! Schon bald wird er es wahr werden lassen. Darum
empfehle ich dir, einen klugen Mann zu suchen und ihm die
Aufsicht über das ganze Land zu übertragen. Setz noch weitere
Verwalter ein, die in den fruchtbaren Jahren ein Fünftel der
Ernte als Steuern erheben. Den Ertrag sollen sie in den Städten
in Kornspeichern sammeln, damit er dir zur Verfügung steht. So
haben wir genug Vorrat für die sieben dürren Jahre und müssen
nicht verhungern.«
Josef wird der Stellvertreter des
PharaosJosefs Vorschlag gefiel dem Pharao und
seinen Hofbeamten. »Wir finden für diese Aufgabe keinen besseren
Mann als Josef«, sagte der König, »denn in ihm wohnt Gottes
Geist!« Er wandte sich an Josef: »Gott hat dir dies gezeigt,
darum bist du weiser als alle anderen und für die Aufgabe am
besten geeignet. Meine Hofbeamten und das ganze Volk sollen auf
dein Wort hören, nur ich selbst stehe noch über dir. Ich ernenne
dich hiermit zu meinem Stellvertreter, der über das ganze Land
verfügen kann!« Er nahm den Siegelring mit dem königlichen Wappen
von seinem Finger und steckte ihn Josef an. Dann gab er ihm
kostbare Kleidung aus Leinen und legte eine goldene Kette um
seinen Hals. Er ließ ihn den Wagen des zweiten Staatsoberhaupts
besteigen. Wo immer Josef sich sehen ließ, wurde vor ihm
ausgerufen: »Werft euch vor ihm nieder und ehrt ihn!« So setzte
der Pharao ihn zu seinem Stellvertreter über ganz Ägypten
ein. »Ich bin der König«, sagte er zu ihm, »und ich bestimme,
dass ohne deine Einwilligung niemand auch nur einen Finger rühren
darf!« Er gab Josef den ägyptischen Namen Zafenat-Paneach (»Gott
lebt, und er redet«) und verheiratete ihn mit Asenat. Sie war
eine Tochter Potiferas, des Priesters von On. Josef war 30 Jahre
alt, als der Pharao ihn zu seinem Stellvertreter machte. Er
verließ den Königshof und reiste durch ganz Ägypten.
Die Regierungsmaßnahmen JosefsDie
folgenden sieben Jahre brachten dem Land überreiche Ernten. Josef
verlangte, dass das überflüssige Getreide abgegeben und in den
Städten gesammelt wurde. In jede Stadt ließ er den Ertrag der sie
umgebenden Felder bringen. Die Getreideberge waren nicht mehr zu
wiegen – ja, nicht einmal mehr schätzen konnte man die riesigen
Mengen! In den Jahren vor der Hungersnot bekamen Josef und
Asenat, die Tochter eines ägyptischen Priesters, zwei
Söhne. »Gott hat mich mein Elternhaus und meine Sorgen vergessen
lassen!«, rief Josef und nannte den erstgeborenen Jungen Manasse
(»der vergessen lässt«). Den zweiten nannte er Ephraim
(»fruchtbar«), denn er sagte: »Gott hat mir im Land meines Elends
ein Leben voller Frucht und Segen geschenkt!« Nach den sieben
fruchtbaren Jahren begann die Hungersnot – wie Josef es
vorausgesagt hatte. Alle Länder ringsum waren betroffen, nur
Ägypten besaß genug Vorräte. Doch auch hier hungerten die
Menschen und flehten den Pharao um Brot an. »Wendet euch an
Josef«, antwortete er ihnen, »und tut, was er euch sagt!« Als die
Hungersnot immer drückender wurde, öffnete Josef die Kornspeicher
und verkaufte Getreide an die Ägypter und die vielen anderen
Menschen, die aus aller Welt herbeiströmten.
Dies Predigt ist bis zum 12.05.2026 online verfügbar.
Der Beitrag Verantwortung erschien zuerst auf FeG
Fürstenfeldbruck.
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