Lazarus – ein zweiter Blick auf die bekannte Geschichte

Lazarus – ein zweiter Blick auf die bekannte Geschichte

vor 1 Woche
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Beschreibung

vor 1 Woche

Eine großartige – und zugleich sonderbare
Geschichte wird uns in Johannes 11
erzählt: Jesus lässt seinen
Freund Lazarus zuerst sterben, dann
ruft er ihn ins Leben
zurück. Warum findet sich diese
Erzählung im Johannesevangelium? Was will sie uns
mitgeben? 


PredigerTraugott Hopp ThemaLazarus – ein zweiter Blick auf die
bekannte Geschichte ReihePredigten Datum22.03.2026 Länge23:40
BibelstelleJohannes 11,1-45
Traugott Hopp, Pastor der FeG FFB Predigttext

Ein Mann namens Lazarus, der in Betanien wohnte, war schwer
erkrankt. Im selben Dorf wohnten auch seine Schwestern Maria und
Marta. Maria war es gewesen, die mit kostbarem Salböl die Füße
des Herrn übergossen und sie mit ihrem Haar getrocknet hatte.
Weil ihr Bruder Lazarus so krank war, ließen die beiden
Schwestern Jesus mitteilen: »Herr, dein Freund Lazarus ist schwer
erkrankt!« Als Jesus das hörte, sagte er: »Diese Krankheit führt
letztlich nicht zum Tod, sondern durch sie soll Gottes Macht und
Herrlichkeit sichtbar werden, und auch der Sohn Gottes wird
dadurch geehrt.« Jesus liebte Marta, ihre Schwester Maria und
Lazarus. Aber obwohl er nun wusste, dass Lazarus schwer krank
war, wartete er noch zwei Tage. Erst danach sagte er zu seinen
Jüngern: »Wir wollen wieder nach Judäa gehen.« Doch seine Jünger
wandten ein: »Rabbi, vor kurzem haben die Leute in Judäa
versucht, dich zu steinigen. Und jetzt willst du wieder
dorthin?« Jesus antwortete: »Ist es nicht zwölf Stunden am Tag
hell? Wer sicher laufen will, muss diese Zeit nutzen; denn nur
bei Tageslicht sieht er den Weg. Wer nachts unterwegs ist,
stolpert in der Dunkelheit, weil das Licht nicht bei ihm
ist.« Nachdem er das seinen Jüngern gesagt hatte, meinte er:
»Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen, aber ich will hingehen
und ihn aufwecken!« Die Jünger erwiderten: »Herr, wenn er
schläft, wird er bald wieder gesund sein.« Sie meinten nämlich,
Jesus hätte vom gewöhnlichen Schlaf gesprochen, aber er redete
von Lazarus’ Tod. Deshalb sagte Jesus ihnen ganz offen: »Lazarus
ist gestorben! Doch euretwegen bin ich froh, dass ich nicht bei
ihm gewesen bin. Denn nun könnt ihr lernen, was Glauben heißt.
Wir wollen jetzt gemeinsam zu ihm gehen!« Thomas, den man auch
den Zwilling nannte, sagte zu den anderen Jüngern: »Ja, lasst uns
mit Jesus nach Judäa gehen und dort mit ihm sterben.« Als sie in
Betanien ankamen, erfuhr Jesus, dass Lazarus schon vier Tage im
Grab lag. Das Dorf ist nur etwa drei Kilometer von Jerusalem
entfernt. Deswegen waren viele Juden aus der Stadt zu Maria und
Marta gekommen, um die beiden zu trösten. Als Marta hörte, dass
Jesus auf dem Weg zu ihnen war, ging sie ihm entgegen. Maria aber
blieb zu Hause. Marta sagte zu Jesus: »Herr, wärst du hier
gewesen, würde mein Bruder noch leben. Aber auch jetzt weiß ich,
dass Gott dir alles geben wird, worum du ihn bittest.« »Dein
Bruder wird auferstehen!«, gab Jesus ihr zur Antwort. »Ja, ich
weiß«, sagte Marta, »am letzten Tag, bei der Auferstehung der
Toten.« Darauf erwiderte ihr Jesus: »Ich bin die Auferstehung,
und ich bin das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, selbst
wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals
sterben. Glaubst du das?« »Ja, Herr«, antwortete ihm Marta. »Ich
glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, auf den wir
so lange gewartet haben.« Jetzt lief Marta zu ihrer Schwester
Maria. Ohne dass die übrigen Trauergäste es merkten, flüsterte
sie ihr zu: »Unser Lehrer ist da und will dich sprechen!« Als
Maria das hörte, stand sie sofort auf und lief ihm
entgegen. Jesus hatte das Dorf noch nicht erreicht, sondern war
dort geblieben, wo Marta ihn getroffen hatte. Als Maria aufsprang
und eilig das Haus verließ, meinten die Juden aus Jerusalem, die
sie trösten wollten: »Sie will am Grab weinen.« Darum folgten sie
ihr. Aber Maria lief dorthin, wo Jesus auf sie wartete. Als sie
ihn sah, fiel sie vor ihm nieder und rief: »Herr, wenn du da
gewesen wärst, würde mein Bruder noch leben!« Jesus sah, wie sie
und auch die Trauergäste weinten. Da war er tief bewegt und
erschüttert. »Wo habt ihr ihn bestattet?«, fragte er. Sie
antworteten: »Komm, Herr, wir zeigen es dir!« Auch Jesus kamen
die Tränen. »Seht«, sagten die Juden, »er muss ihn sehr lieb
gehabt haben!« Doch einige meinten: »Einen Blinden hat er sehend
gemacht. Hätte er da nicht auch verhindern können, dass Lazarus
starb?« Von diesen Worten war Jesus erneut tief bewegt. Er trat
an das Grab; es war eine Höhle, die man mit einem großen Stein
verschlossen hatte. »Schafft den Stein weg!«, befahl Jesus. Aber
Marta, die Schwester des Verstorbenen, sagte: »Herr, der Geruch
wird unerträglich sein! Er ist doch schon vier Tage tot!« »Habe
ich dir nicht gesagt«, entgegnete ihr Jesus, »du wirst die Macht
und Herrlichkeit Gottes sehen, wenn du nur glaubst?« Sie schoben
den Stein weg. Jesus sah zum Himmel auf und betete: »Vater, ich
danke dir, dass du mein Gebet erhört hast! Ich weiß, dass du mich
immer erhörst, aber ich sage es wegen der vielen Menschen, die
hier stehen. Sie sollen alles miterleben und glauben, dass du
mich gesandt hast.« Dann rief er laut: »Lazarus, komm
heraus!« Und Lazarus kam heraus. Hände und Füße waren mit
Grabtüchern umwickelt, und auch sein Gesicht war mit einem Tuch
verhüllt. »Nehmt ihm die Tücher ab«, forderte Jesus die Leute
auf, »und lasst ihn gehen!«


Viele von den Juden, die bei Maria gewesen waren, glaubten an
Jesus, nachdem sie das Wunder an Lazarus gesehen hatten.


Dies Predigt ist bis zum 18.06.2026 online verfügbar.


Der Beitrag Lazarus – ein zweiter Blick auf die bekannte
Geschichte erschien zuerst auf FeG Fürstenfeldbruck.
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