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Episoden
15.02.2026
33 Minuten
Die Frage nach der Verantwortung stellt sich jedem von uns –
immer wieder im Leben. Wofür bin ich verantwortlich? Welche
Verantwortung trage ich – für mich, für andere? Und
dann? „Verantwortung? – Nein Danke!“
Oder „Dafür steh ich!“. Haben wir eine
gute Vorstellung davon, wann und wie wir
Verantwortung übernehmen können? Wie Verantwortung
sich positiv in unserem Leben auswirken kann? Am Beispiel von
Josef lassen sich einige ermutigende Entdeckungen machen…
PredigerTraugott Hopp ThemaVerantwortung ReiheDas Leben des Josef
Ben Jakob Datum15.02.2026 Länge33:15 Bibelstelle1. Mose 41
Traugott Hopp, Pastor der FeG FFB Bibelstelle
Zwei Jahre waren inzwischen vergangen. Eines Nachts hatte der
Pharao einen Traum: Er stand am Nilufer, als sieben schöne,
wohlgenährte Kühe aus dem Wasser stiegen und im Ufergras
weideten. Danach kamen sieben magere und unansehnliche Kühe aus
dem Fluss und stellten sich neben die anderen. Plötzlich stürzten
sich die mageren auf die dicken Kühe und verschlangen sie. Der
Pharao wachte auf, schlief aber sofort wieder ein und hatte einen
zweiten Traum: Sieben volle, reife Ähren wuchsen an einem
Halm. Danach wuchsen sieben kümmerliche Ähren, die vom heißen
Wüstenwind verdorrt waren. Die dürren fielen über die vollen her
und fraßen sie auf. Der Pharao erwachte und merkte, dass es nur
ein Traum gewesen war. Aber auch am nächsten Morgen ließen die
Träume ihn nicht los. Beunruhigt rief er alle Wahrsager und
Gelehrten Ägyptens zu sich. Er erzählte ihnen, was er geträumt
hatte, aber keiner konnte es deuten. Da meldete sich der
Mundschenk beim König: »Heute muss ich mich an ein Unrecht
erinnern, das ich begangen habe. Vor einiger Zeit warst du,
Pharao, zornig auf den obersten Bäcker und mich. Darum hast du
uns ins Gefängnis geworfen. Dort hatte jeder von uns einen
seltsamen Traum. Wir erzählten ihn einem jungen Hebräer, der mit
uns im Gefängnis saß, einem Sklaven von Potifar, dem
Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache. Er konnte unsere
Träume für jeden richtig deuten. Was er vorausgesagt hatte, traf
ein: Ich wurde wieder in mein Amt eingesetzt, und der oberste
Bäcker wurde erhängt.«
Josef kann helfenSofort ließ der Pharao
Josef aus dem Gefängnis holen. Josef rasierte sich, zog neue
Kleider an und trat vor den Pharao. »Ich habe etwas geträumt«,
begann der König, »und keiner kann mir sagen, was es bedeutet.
Aber ich habe erfahren, dass du Träume auslegen kannst, sofort
nachdem du sie gehört hast.« »Ich selbst kann das nicht«,
erwiderte Josef, »aber Gott wird dir sicher eine gute Antwort
geben!« Der Pharao begann: »In meinem Traum stand ich am
Nilufer. Da stiegen sieben schöne, wohlgenährte Kühe aus dem
Fluss. Sie weideten im Ufergras. Nach ihnen kamen sieben
hässliche Kühe aus dem Nil. Sie waren dürr und abgemagert – noch
nie habe ich in Ägypten so erbärmliche Kühe gesehen! Die mageren
fraßen die sieben dicken Kühe auf, aber es half ihnen nichts. Sie
blieben genauso dünn wie vorher! Ich wachte auf, dann schlief ich
wieder ein und träumte, dass an einem Halm sieben volle, reife
Ähren wuchsen. Danach wuchsen sieben kümmerliche heran, vom
heißen Wüstenwind verdorrt. Sie verschlangen die sieben vollen
Ähren. Ich erzählte alles meinen Wahrsagern, aber keiner wusste
eine Deutung.« »Beide Träume bedeuten dasselbe«, erklärte Josef.
»Gott sagt dir, was er vorhat: Sowohl die sieben dicken Kühe als
auch die sieben vollen Ähren bedeuten sieben Jahre, in denen es
eine überreiche Ernte gibt. Die sieben mageren Kühe und die
sieben verdorrten Ähren, die du dann gesehen hast, bedeuten
sieben Jahre Missernte und Hunger. Gott lässt dich wissen, was er
tun will: In den nächsten sieben Jahren wird es in ganz Ägypten
mehr als genug zu essen geben. Aber danach kommen sieben Jahre
Hungersnot. Dann ist der Überfluss schnell vergessen, der Hunger
wird das Land auszehren. Nichts wird mehr darauf hindeuten, dass
es einmal gute Zeiten bei euch gab – so schlimm wird das Elend
sein. Dass du sogar zwei Träume hattest, zeigt dir: Gott hat dies
fest beschlossen! Schon bald wird er es wahr werden lassen. Darum
empfehle ich dir, einen klugen Mann zu suchen und ihm die
Aufsicht über das ganze Land zu übertragen. Setz noch weitere
Verwalter ein, die in den fruchtbaren Jahren ein Fünftel der
Ernte als Steuern erheben. Den Ertrag sollen sie in den Städten
in Kornspeichern sammeln, damit er dir zur Verfügung steht. So
haben wir genug Vorrat für die sieben dürren Jahre und müssen
nicht verhungern.«
Josef wird der Stellvertreter des
PharaosJosefs Vorschlag gefiel dem Pharao und
seinen Hofbeamten. »Wir finden für diese Aufgabe keinen besseren
Mann als Josef«, sagte der König, »denn in ihm wohnt Gottes
Geist!« Er wandte sich an Josef: »Gott hat dir dies gezeigt,
darum bist du weiser als alle anderen und für die Aufgabe am
besten geeignet. Meine Hofbeamten und das ganze Volk sollen auf
dein Wort hören, nur ich selbst stehe noch über dir. Ich ernenne
dich hiermit zu meinem Stellvertreter, der über das ganze Land
verfügen kann!« Er nahm den Siegelring mit dem königlichen Wappen
von seinem Finger und steckte ihn Josef an. Dann gab er ihm
kostbare Kleidung aus Leinen und legte eine goldene Kette um
seinen Hals. Er ließ ihn den Wagen des zweiten Staatsoberhaupts
besteigen. Wo immer Josef sich sehen ließ, wurde vor ihm
ausgerufen: »Werft euch vor ihm nieder und ehrt ihn!« So setzte
der Pharao ihn zu seinem Stellvertreter über ganz Ägypten
ein. »Ich bin der König«, sagte er zu ihm, »und ich bestimme,
dass ohne deine Einwilligung niemand auch nur einen Finger rühren
darf!« Er gab Josef den ägyptischen Namen Zafenat-Paneach (»Gott
lebt, und er redet«) und verheiratete ihn mit Asenat. Sie war
eine Tochter Potiferas, des Priesters von On. Josef war 30 Jahre
alt, als der Pharao ihn zu seinem Stellvertreter machte. Er
verließ den Königshof und reiste durch ganz Ägypten.
Die Regierungsmaßnahmen JosefsDie
folgenden sieben Jahre brachten dem Land überreiche Ernten. Josef
verlangte, dass das überflüssige Getreide abgegeben und in den
Städten gesammelt wurde. In jede Stadt ließ er den Ertrag der sie
umgebenden Felder bringen. Die Getreideberge waren nicht mehr zu
wiegen – ja, nicht einmal mehr schätzen konnte man die riesigen
Mengen! In den Jahren vor der Hungersnot bekamen Josef und
Asenat, die Tochter eines ägyptischen Priesters, zwei
Söhne. »Gott hat mich mein Elternhaus und meine Sorgen vergessen
lassen!«, rief Josef und nannte den erstgeborenen Jungen Manasse
(»der vergessen lässt«). Den zweiten nannte er Ephraim
(»fruchtbar«), denn er sagte: »Gott hat mir im Land meines Elends
ein Leben voller Frucht und Segen geschenkt!« Nach den sieben
fruchtbaren Jahren begann die Hungersnot – wie Josef es
vorausgesagt hatte. Alle Länder ringsum waren betroffen, nur
Ägypten besaß genug Vorräte. Doch auch hier hungerten die
Menschen und flehten den Pharao um Brot an. »Wendet euch an
Josef«, antwortete er ihnen, »und tut, was er euch sagt!« Als die
Hungersnot immer drückender wurde, öffnete Josef die Kornspeicher
und verkaufte Getreide an die Ägypter und die vielen anderen
Menschen, die aus aller Welt herbeiströmten.
Dies Predigt ist bis zum 12.05.2026 online verfügbar.
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08.02.2026
28 Minuten
Christen vertrauen Jesus. Ohne ihn wäre der Glaube
sinnlos. Welche Rolle Jesus Christus für Christen spielt und
weshalb er es wert ist,angebetet und gelobt zu werden,
erläutert Paulus in diesen Versen,indem er klarstellt, dass
Jesus Christus die Offenbarung Gottes, derSchöpfer, das
Haupt der Gemeinde und der Versöhner ist.
PredigerThomas Scheitacker ThemaJesus, das Zentrum des Glaubens
Reihe Datum08.02.2026 Länge28:26 BibelstelleKolosser 1, 15-20
Pastor Thomas Scheitacker, FeG Germering Bibeltext
Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Als sein Sohn
steht er über der ganzen Schöpfung und war selbst schon längst
vor ihr da. Durch ihn ist alles erschaffen, was im Himmel und auf
der Erde ist: Sichtbares und Unsichtbares, Königreiche und
Mächte, Herrscher und Gewalten. Ja, alles ist durch ihn
geschaffen und vollendet sich schließlich in ihm. Denn Christus
war vor allem anderen; und alles hat nur durch ihn Bestand. Er
ist das Haupt der Gemeinde, die sein Leib ist. Er ist der
Ursprung allen Lebens und zugleich der Erste, der vom Tod zu
einem unvergänglichen Leben auferstand. So sollte er in jeder
Hinsicht an erster Stelle stehen. Denn Gott hat beschlossen, mit
seiner ganzen Fülle in ihm zu wohnen und alles im Himmel und auf
der Erde durch ihn mit sich zu versöhnen. Ja, Gott hat Frieden
gestiftet, als Jesus am Kreuz sein Blut vergoss.
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01.02.2026
35 Minuten
Er steht zu seinem Gott – und richtet sich nach ihm. Trotzdem –
oder gerade deshalb? – erlebt er einen beruflichen
und gesellschaftlichen Absturz. Und dann? – Wie gehen
wir mit Krisen um, die Gott uns zumutet,
trotz unseres Vertrauens in ihn?! Lernen wir von Josef! (1.Mose
39). Dritte Teil unserer Reihe über das Leben von Josef ben
Jakob.
PredigerTraugott Hopp ThemaJosef, Gott und „das Loch“ ReiheDas
Leben des Josef Ben Jakob Datum01.02.2026 Länge34:51
Bibelstelle1. Mose 39,13 – 40,23
Traugott Hopp, Pastor der FeG FFB Bibeltext
Potifars Frau schrie auf, rief nach ihren Dienern und zeigte
ihnen Josefs Gewand. »Seht«, rief sie, »mein Mann hat uns einen
Hebräer ins Haus gebracht, der jetzt mit uns umspringt, wie er
will! Er wollte mich vergewaltigen, aber ich habe laut
geschrien. Da lief er schnell davon, doch dieses Gewand hat er
bei mir zurückgelassen!« Sie behielt Josefs Gewand und wartete,
bis ihr Mann nach Hause kam. Ihm erzählte sie dieselbe Geschichte
und hielt ihm vor: »Dieser hebräische Sklave, den du ins Haus
geholt hast, kam zu mir und wollte seinen Spaß mit mir haben. Als
ich laut zu schreien anfing, ließ er von mir ab und rannte
hinaus. Doch sein Gewand blieb bei mir liegen – schau her!«
Als Potifar das hörte, geriet er in Zorn und ließ Josef ins
Staatsgefängnis werfen. Aber der HERR hielt weiterhin zu Josef.
Er stand ihm bei und sorgte dafür, dass der Gefängnisverwalter
ihm wohlgesinnt war. Josef wurde bald darauf von ihm zum Aufseher
über die Gefangenen ernannt; er war nun verantwortlich für alles,
was im Gefängnis geschah. Der Verwalter brauchte sich um nichts
mehr zu kümmern. Er vertraute Josef völlig, weil er sah, dass der
HERR ihm half und ihm Erfolg schenkte.
Einige Zeit später hatten zwei Beamte des ägyptischen Königs
ihren Herrn verärgert: der oberste Mundschenk und der oberste
Bäcker. Der Pharao war zornig auf sie. Er warf sie in das
Gefängnis, das dem Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache
unterstellt war und in dem auch Josef festgehalten wurde. Der
Oberbefehlshaber beauftragte Josef damit, die neuen Gefangenen zu
versorgen. Nach einiger Zeit hatten beide in derselben Nacht
einen besonderen Traum. Als Josef am nächsten Morgen zu ihnen
kam, fielen ihm ihre niedergeschlagenen Gesichter auf. »Was ist
los mit euch? Warum seid ihr so bedrückt?«, fragte er. »Wir haben
beide einen seltsamen Traum gehabt, aber hier gibt es niemanden,
der uns die Träume deuten kann!«, klagten sie. »Es ist Gottes
Sache, Träume zu deuten«, entgegnete Josef. »Erzählt mir doch
einmal, was ihr geträumt habt!« Der Mundschenk begann: »Ich sah
einen Weinstock mit drei Ranken. Als er Knospen trieb, waren
sofort die Blüten da – und dann auch schon die reifen Trauben. In
meiner Hand hielt ich den Becher des Pharaos. Ich nahm die
Trauben, presste ihren Saft in den Becher und gab dem König zu
trinken.« Josef erklärte ihm, was das zu bedeuten hatte. »Die
drei Ranken sind drei Tage«, sagte er. »In drei Tagen wird der
Pharao dich aus dem Gefängnis herausholen und wieder in dein Amt
einsetzen. Dann wirst du ihm wie früher als oberster Mundschenk
dienen. Aber denk an mich, wenn es dir wieder gut geht! Erzähl
dem Pharao von mir und bitte ihn, mich hier herauszuholen! Ich
wurde aus dem Land der Hebräer entführt, und auch hier in Ägypten
habe ich nichts Verbotenes getan. Ich sitze unschuldig im
Gefängnis!« Als der oberste Bäcker merkte, dass der Traum des
Mundschenks eine gute Bedeutung hatte, fasste er Mut. »In meinem
Traum trug ich drei Brotkörbe auf dem Kopf«, erzählte er. »Im
obersten Korb lag viel feines Gebäck für den Pharao, aber Vögel
kamen und fraßen alles auf.« »Die drei Körbe bedeuten drei Tage«,
erklärte Josef. »In drei Tagen wird der Pharao dich aus dem
Gefängnis herausholen und an einem Baum erhängen. Die Vögel
werden dein Fleisch fressen!« Drei Tage später hatte der Pharao
Geburtstag. Er gab ein großes Fest für seine Hofbeamten und ließ
den obersten Mundschenk und den obersten Bäcker aus dem Gefängnis
holen. Vor allen Gästen setzte er den Mundschenk wieder in sein
Amt ein, aber den Bäcker ließ er aufhängen – genau wie Josef ihre
Träume gedeutet hatte. Doch der Mundschenk dachte nicht mehr an
Josef, er vergaß ihn einfach.
Dies Predigt ist bis zum 28.04.2026 online verfügbar.
Der Beitrag Josef, Gott und „das Loch“ erschien zuerst auf FeG
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25.01.2026
32 Minuten
„Es war eine gute Gelegenheit!“ – und was ist daraus geworden?
Manchmal bieten sich gute Gelegenheiten – und wir gewinnen etwas
für unser Leben. Manche „Gelegenheit“ erweist sich aber als
Schritt in die falsche Richtung. Wie gehen wir mit den
Gelegenheiten des Lebens um?
PredigerTraugott Hopp ThemaEine gute Gelegenheit?! ReiheDas Leben
des Josef Ben Jakob Datum25.01.2026 Länge31:30 Bibelstelle1. Mose
39, 1 – 11
Traugott Hopp, Pastor der FeG FFB Bibeltext
Die Ismaeliter hatten Josef nach Ägypten gebracht. Dort war er an
den Ägypter Potifar verkauft worden, den Hofbeamten des Pharaos
und Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache. Der HERR half
Josef, so dass ihm alles glückte, was er unternahm. Er durfte im
Haus arbeiten, und auch Potifar merkte bald, dass der HERR auf
seiner Seite stand und ihm großen Erfolg schenkte. Deshalb
bevorzugte er ihn vor allen anderen Sklaven und machte ihn zu
seinem persönlichen Diener. Er setzte Josef zum Hausverwalter ein
und vertraute ihm seinen ganzen Besitz an. Von da an segnete der
HERR Potifar und ließ es ihm Josef zuliebe gut gehen. Die
Arbeiten im Haus waren erfolgreich, es gab eine gute Ernte, und
die Viehherden vergrößerten sich. Potifars Vertrauen wuchs: Er
ließ Josef freie Hand und kümmerte sich selbst um nichts mehr,
außer um seine eigenen Speisen. Josef sah sehr gut aus. Darum
hatte auch Potifars Frau mittlerweile ein Auge auf ihn geworfen.
»Schlaf mit mir!«, forderte sie ihn auf. Aber Josef weigerte
sich: »Du weißt doch: Mein Herr braucht sich im Haus um nichts zu
kümmern – alles hat er mir anvertraut. Ich habe genauso viel
Macht wie er. Nur dich hat er mir vorenthalten, weil du seine
Frau bist. Wie könnte ich da ein so großes Unrecht tun und gegen
Gott sündigen?« Potifars Frau ließ nicht locker. Jeden Tag redete
sie auf Josef ein, er aber hörte nicht darauf und ließ sich nicht
von ihr verführen. Einmal kam Josef ins Haus, um wie gewöhnlich
seine Arbeit zu tun. Von den Sklaven war gerade niemand anwesend.
Dies Predigt ist bis zum 20.04.2026 online verfügbar.
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Fürstenfeldbruck.
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18.01.2026
35 Minuten
Seltsam, was ihm im Traum durch den Kopf ging. Woher kamen diese
Träume, was sollten sie ausdrücken? Und warum läuft das Leben so
ganz anders als in der Traumwelt? Eine Frage, die auch heute noch
bewegt. „Wenn Träume platzen“ – wir
beginnen eine Predigtreihe über das Leben des Josef Ben Jakob.
PredigerTraugott Hopp ThemaWenn Träume platzen ReiheDas Leben des
Josef Ben Jakob Datum18.01.2026 Länge35:16 Bibelstelle1. Mose 37
Traugott Hopp, Pastor der FeG FFB Bibeltext
Jakob wurde im Land Kanaan sesshaft, in dem auch schon sein Vater
Isaak als Fremder gelebt hatte. Und so geht seine Geschichte
weiter: Jakobs Sohn Josef war inzwischen 17 Jahre alt. Seine
Aufgabe war es, die Schaf- und Ziegenherden seines Vaters zu
hüten, zusammen mit seinen Halbbrüdern, den Söhnen von Bilha und
Silpa. Zu Hause verriet er seinem Vater, was die Brüder
Schlechtes taten. Jakob liebte Josef mehr als die anderen Söhne,
weil er ihn noch im hohen Alter bekommen hatte. Darum ließ er für
ihn ein besonders vornehmes und prächtiges Gewand
anfertigen. Natürlich merkten Josefs Brüder, dass ihr Vater ihn
bevorzugte. Sie hassten ihn deshalb und konnten kein freundliches
Wort mehr mit ihm reden. Eines Nachts hatte Josef einen Traum.
Als er seinen Brüdern am nächsten Morgen davon erzählte, wurden
sie noch wütender auf ihn. »Hört mal, was ich geträumt habe!«,
rief Josef. »Also, wir waren auf dem Feld und banden das Getreide
in Garben zusammen. Da richtete meine sich plötzlich auf und
blieb aufrecht stehen. Eure dagegen bildeten einen Kreis darum
und verbeugten sich tief vor meiner Garbe.« »Was, du willst also
König werden und dich als Herrscher über uns aufspielen?«,
schrien seine Brüder. Sie hassten ihn nun noch mehr, weil er das
geträumt und so selbstherrlich davon berichtet hatte. Bald darauf
hatte Josef wieder einen Traum, und auch diesen erzählte er
seinen Brüdern. »Hört mal zu! Ich sah, wie die Sonne, der Mond
und elf Sterne sich tief vor mir verbeugten«, beschrieb
er. Diesmal erzählte er den Traum auch seinem Vater. »Was soll
das?«, schimpfte der. »Bildest du dir etwa ein, dass wir alle –
dein Vater, deine Mutter und deine Brüder – uns dir
unterwerfen?« Josefs Brüder waren eifersüchtig auf ihn, aber
seinem Vater ging der Traum nicht mehr aus dem Kopf.
Eines Tages trieben Josefs Brüder die Viehherden ihres Vaters
nach Sichem, um sie dort weiden zu lassen. Da sagte Jakob zu
Josef: »Geh zu deinen Brüdern nach Sichem und erkundige dich, wie
es ihnen und dem Vieh geht! Dann komm wieder und berichte mir!«
»Gut«, sagte Josef. Er verließ das Tal von Hebron und machte sich
auf den Weg nach Sichem. Dort irrte er auf den Weideplätzen
umher, bis er einen Mann traf. »Wen suchst du?«, fragte
der. »Meine Brüder mit ihren Herden. Hast du sie vielleicht
gesehen?«, entgegnete Josef. »Ja, sie sind von hier
weitergezogen«, antwortete der Mann, »ich habe gehört, wie sie
sagten, sie wollten nach Dotan ziehen.« Josef ging nach Dotan und
fand sie dort. Seine Brüder erkannten ihn schon von weitem. Noch
bevor er sie erreichte, beschlossen sie, ihn umzubringen. »Da
kommt ja der Träumer!«, spotteten sie untereinander. »Los, wir
erschlagen ihn und werfen ihn in einen der tiefen Brunnen hier in
der Gegend! Unserem Vater erzählen wir, ein wildes Tier hätte ihn
gefressen. Dann werden wir ja sehen, was aus seinen Träumen
wird!« Nur Ruben wollte ihn retten. »Wir dürfen ihn nicht
töten!«, rief er. »Vergießt kein Blut! Werft ihn doch lebend in
diesen Brunnen hier in der Steppe!« Ruben wollte ihn später
heimlich wieder herausziehen und zu seinem Vater
zurückbringen. Kaum hatte Josef sie erreicht, da entrissen sie
ihm sein vornehmes Gewand und warfen ihn in den leeren
Brunnenschacht. Dann setzten sie sich, um zu essen. Auf einmal
bemerkten sie eine Karawane mit ismaelitischen Händlern. Ihre
Kamele waren beladen mit wertvollen Gewürzen und Harzsorten. Sie
kamen von Gilead und waren unterwegs nach Ägypten. Da sagte Juda:
»Was haben wir davon, wenn wir unseren Bruder töten und den Mord
an ihm verheimlichen? Nichts! Los, wir verkaufen ihn an die
Ismaeliter! Dann brauchen wir ihm nichts anzutun, schließlich ist
er immer noch unser Bruder!« Die anderen stimmten zu, und so
holten sie Josef aus dem Brunnen und verkauften ihn für 20
Silberstücke an die ismaelitischen Händler, die ihn mit nach
Ägypten nahmen. Ruben aber war nicht dabei gewesen. Als er nun
zum Brunnen zurückkam und bemerkte, dass Josef verschwunden war,
erschrak er und zerriss entsetzt seine Kleider. »Der Junge ist
weg!«, schrie er auf. »Wie kann ich jetzt noch meinem Vater in
die Augen schauen?« Sie schlachteten einen Ziegenbock, wälzten
Josefs Gewand in dem Blut und gingen damit zu ihrem Vater. »Das
haben wir unterwegs gefunden«, sagten sie, »kannst du es
erkennen? Ist es Josefs Gewand oder nicht?« Jakob erkannte es
sofort. »Das Gewand meines Sohnes!«, rief er. »Ein wildes Tier
hat ihn gefressen! Josef ist tot!« Er zerriss seine Kleider,
wickelte als Zeichen der Trauer ein grobes Tuch um seine Hüften
und weinte viele Tage um Josef. Alle seine Söhne und Töchter
kamen, um ihn zu trösten, aber keinem gelang es. »Bis zu meinem
Tod werde ich um ihn trauern!«, weinte er. Die Händler verkauften
Josef in Ägypten an Potifar, einen Hofbeamten des Pharaos. Er war
der Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache.
Dies Predigt ist bis zum 20.04.2026 online verfügbar.
Der Beitrag Wenn Träume platzen erschien zuerst auf FeG
Fürstenfeldbruck.
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