Du kannst nichts gegen die Klimakrise tun!
Flugscham, Hafermilch, Lastenrad: Wer klimabewusst lebt, gilt
schnell als (moralisches) Vorbild. Die Juristin und
Rechtsphilosophin Frauke Rostalski hält das für eine gefährliche
Dynamik – und sagt: momentan ist der Einzelne nicht in der Pflicht,
etwa ...
57 Minuten
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Beschreibung
vor 2 Wochen
Flugscham, Hafermilch, Lastenrad: Wer klimabewusst lebt, gilt
schnell als (moralisches) Vorbild. Die Juristin und
Rechtsphilosophin Frauke Rostalski hält das für eine gefährliche
Dynamik – und sagt: momentan ist der Einzelne nicht in der Pflicht,
etwas gegen den Klimawandel zu tun. Frauke Rostalski bestreitet
weder Klimakrise noch nicht die Dramatik des steigenden
Co2-Ausstosses. Sie kritisiert aber die Verschiebung der
Verantwortung auf Konsumentinnen und Konsumenten. Einzelne
Entscheidungen – weniger fliegen, weniger Fleisch essen – seien
klimatisch praktisch wirkungslos, solange sie nicht in ein global
verbindliches Reglementarium eingebettet sind. Gemäss Rostalski
braucht es internationale Regeln mit Anreizen und Sanktionen, etwa
in Form eines Klimaclubs mit CO₂-Mindestpreis - eine Idee, die sie
vom US-amerikanischen Wirtschaftsnobelpreisträger William Nordhaus
übernimmt. Verantwortung sieht Rostalski deshalb vor allem bei
Regierungen, die endlich ein funktionierendes internationales
System schaffen müssten, in das sich individuelle Handlungen
sinnvoll einfügen können. Dann, und erst dann, sieht Rostalski die
Einzelnen in der Pflicht. Olivia Röllin hakt nach und klärt, wie
realistisch ein solcher Klub ist, angesichts der weltpolitischen
Lage, warum das Pariser Abkommen als dysfunktional gilt, wieso ein
«Club der Willigen» mehr bewirken könnte als nationale
Vorreiterrollen und was man vor diesem Hintergrund eigentlich den
nachfolgenden Generationen sagen kann. Die Sendung wurde am Zürcher
Philosophie Festival aufgezeichnet.
schnell als (moralisches) Vorbild. Die Juristin und
Rechtsphilosophin Frauke Rostalski hält das für eine gefährliche
Dynamik – und sagt: momentan ist der Einzelne nicht in der Pflicht,
etwas gegen den Klimawandel zu tun. Frauke Rostalski bestreitet
weder Klimakrise noch nicht die Dramatik des steigenden
Co2-Ausstosses. Sie kritisiert aber die Verschiebung der
Verantwortung auf Konsumentinnen und Konsumenten. Einzelne
Entscheidungen – weniger fliegen, weniger Fleisch essen – seien
klimatisch praktisch wirkungslos, solange sie nicht in ein global
verbindliches Reglementarium eingebettet sind. Gemäss Rostalski
braucht es internationale Regeln mit Anreizen und Sanktionen, etwa
in Form eines Klimaclubs mit CO₂-Mindestpreis - eine Idee, die sie
vom US-amerikanischen Wirtschaftsnobelpreisträger William Nordhaus
übernimmt. Verantwortung sieht Rostalski deshalb vor allem bei
Regierungen, die endlich ein funktionierendes internationales
System schaffen müssten, in das sich individuelle Handlungen
sinnvoll einfügen können. Dann, und erst dann, sieht Rostalski die
Einzelnen in der Pflicht. Olivia Röllin hakt nach und klärt, wie
realistisch ein solcher Klub ist, angesichts der weltpolitischen
Lage, warum das Pariser Abkommen als dysfunktional gilt, wieso ein
«Club der Willigen» mehr bewirken könnte als nationale
Vorreiterrollen und was man vor diesem Hintergrund eigentlich den
nachfolgenden Generationen sagen kann. Die Sendung wurde am Zürcher
Philosophie Festival aufgezeichnet.
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