Folge 3: Schweigen ist keine Zustimmung – ein Denkfehler im Projekt

Folge 3: Schweigen ist keine Zustimmung – ein Denkfehler im Projekt

15 Minuten

Beschreibung

vor 3 Wochen

 Managerin.eu – der Podcast für Prozess- und
Projektmanagement


Folge 3: Schweigen ist keine Zustimmung – ein Denkfehler
im Projekt


Wenn es in Projekten schwierig wird,
ist schnell von Widerstand die Rede.


„Der Fachbereich blockiert.“
„Die Führungsebene steht nicht dahinter.“
„Die Mitarbeitenden ziehen nicht mit.“


Aber in vielen Projekten liegt das eigentliche Problem nicht im
Widerstand.


Sondern in der Annahme,
dass Zustimmung schon da ist.


Die gefährlichste Annahme im Projekt


Viele Projekte starten mit einem Kick-off.
Alle nicken.
Niemand widerspricht.


Und genau hier entsteht eine Illusion:


„Alle sind an Bord.“


In Wirklichkeit bedeutet Schweigen oft nur:




Unsicherheit




Abwarten




strategische Zurückhaltung




oder höfliche Distanz




Zustimmung sieht anders aus.


Zustimmung ist nicht gleich Commitment


Ein Stakeholder kann:




das Projekt formal unterstützen




das Budget freigeben




in Meetings zustimmen




Und trotzdem innerlich nicht dahinterstehen.


Das zeigt sich später:




Entscheidungen dauern




Prioritäten verschieben sich




Ressourcen werden entzogen




oder Themen werden indirekt ausgebremst




Nicht laut.
Aber wirksam.


Warum klassische Stakeholderlisten nicht reichen


In vielen Projekten gibt es:




Stakeholderanalysen




Einfluss-Matrizen




Kommunikationspläne




Das ist wichtig.
Aber es beantwortet eine entscheidende Frage oft nicht:


Wie steht die Person wirklich zum Projekt?


Nicht auf der Oberfläche.
Sondern emotional.


Gerade bei Veränderungsprojekten ist das entscheidend.


Stakeholdermanagement ist Beziehungsarbeit


Aktives Stakeholdermanagement bedeutet nicht:
mehr informieren.


Es bedeutet:




Interessen verstehen




Perspektiven ernst nehmen




mögliche Verlustängste erkennen




Erwartungen offen ansprechen




Und genau hier beginnt Changemanagement.


Nicht als Methode.
Sondern als Haltung.


Ein Beispiel


Ein Digitalisierungsprojekt wird gestartet.
Die Führungsebene ist offiziell dafür.


Doch im Hintergrund:




verlieren einzelne Abteilungen Einfluss




verändern sich Entscheidungswege




werden bisherige Expertenrollen infrage gestellt




Wenn diese Dynamiken nicht aktiv begleitet werden,
entsteht keine offene Ablehnung.


Sondern stille Verlangsamung.


Meine klare Haltung


Stakeholdermanagement ist kein Zusatz.
Es ist ein zentraler Steuerungsfaktor.


Wer nur plant und steuert,
aber Beziehungen nicht aktiv gestaltet,
führt Projekte technisch –
aber nicht strategisch.


Persönlicher Hinweis


Wenn du Stakeholdermanagement nicht nur als Analyse
betreiben,
sondern aktiv gestalten möchtest,
biete ich ein ganztägiges Online-Seminar an:


„Aktives Stakeholdermanagement im Projekt mit
Changemanagement-Anteilen:
Erfolgreiche Strategien und Techniken“


 06.03.2026 | 09:00–16:00 Uhr |
online
in Kooperation mit der Deutsche Gesellschaft für
Projektmanagement (DGP)


 Anmeldung:
https://www.gpm-ipma.de/wissen/seminare/detail/aktives-stakeholdermanagement-im-projekt-mit-changemanagement-anteilen-se001028


Dort arbeiten wir praxisnah an echten Projektsituationen und
konkreten Strategien.

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