«Literaturclub» mit dem Zoodirektor Severin Dressen

«Literaturclub» mit dem Zoodirektor Severin Dressen

Jennifer Khakshouri, Nina Kunz, Gerhard Pfister und der Direktor des Zoo Zürich, Severin Dressen, diskutieren über aktuelle Bücher von Pascal Mercier, Verena Kessler, Gaea Schoeters, Julian Barnes und Mariana Enriquez.
1 Stunde 15 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Wochen
Jennifer Khakshouri, Nina Kunz, Gerhard Pfister und der Direktor
des Zoo Zürich, Severin Dressen, diskutieren über aktuelle Bücher
von Pascal Mercier, Verena Kessler, Gaea Schoeters, Julian Barnes
und Mariana Enriquez. Viele dürften den Schriftsteller und
Philosophen Pascal Mercier durch seinen Bestseller «Nachtzug nach
Lissabon» kennen. Mercier gehört zu den international
erfolgreichsten Schweizer Autoren überhaupt. 2023 verstorben,
erscheint nun posthum ein Band mit fünf Kurzgeschichten von ihm.
«Der Fluss der Zeit» ringt mit elementaren Themen wie Freiheit,
Identität und Vergänglichkeit. Es gibt nicht viele Romane, die in
einem Fitness-Studio spielen. «Gym» von der deutschen Autorin
Verena Kessler tut das. Es geht um eine Frau, die in einer
«Muckibude» jobbt. Als sie selbst zu trainieren beginnt, verliert
sie jedes Mass. Der Sport wird zur Obsession. Rasant erzählt, lässt
sich diese Geschichte auch als Kritik an unserer
Leistungsgesellschaft lesen. Passend zu seiner Leidenschaft für
Tiere stellt der Gast der Sendung, der Zürcher Zoodirektor Severin
Dressen, einen tierischen Roman zur Diskussion: «Das Geschenk» von
der flämischen Autorin Gaea Schoeters. Die Handlung: 20.000
Elefanten stehen plötzlich mitten in Berlin. Ein normaler Alltag
ist fortan unmöglich. Und was tut die Regierung? Getrieben von
Macht- und Konkurrenzdenken sucht diese nur nach Scheinlösungen.
Eine skurrile Polit-Satire. Der britische Star-Autor Julian Barnes
wird dieser Tage 80 Jahre alt. Zeit für ihn, sich vom Schreiben zu
verabschieden. Meint zumindest er. Er tut das mit dem Werk
«Abschied(e)», einer Mischung aus Essay, Memoir und Roman. Barnes
blickt darin auf sein Leben zurück. Ein trauriges Buch, das aber
von einem beeindruckend leichten Ton getragen ist. Einen Blick nach
Südamerika wirft die «Literaturclub»-Runde mit dem Erzählband
«Grelles Licht für darke Leute» der Argentinierin Mariana Enriquez.
Ihr Genre: literarischer Horror. Und so handeln ihre Stories von
Gesichtern, die bei lebendigem Leibe verwesen, von Toten, die ihre
Nachbarn verfolgen, oder von Frauen, die zu Vögeln werden. Die
Bücher der Sendung sind: · Julian Barnes. «Abschied(e)». Aus dem
Englischen von Gertraude Krueger. Kiepenheuer & Witsch, 2026. ·
Mariana Enriquez. «Grelles Licht für darke Leute». Aus dem
argentinischen Spanisch von Silke Kleemann und Inka Marter. S.
Fischer, 2025. · Verena Kessler. «Gym». Hanser Berlin, 2025. ·
Pascal Mercier: «Der Fluss der Zeit». Hanser, 2026. · Gaea
Schoeters. «Das Geschenk». Aus dem Niederländischen von Lisa
Mensing. Zsolnay, 2025.

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