Klaus Mertes: gut-katholisch oder rechts-katholisch?

Klaus Mertes: gut-katholisch oder rechts-katholisch?

56 Minuten

Beschreibung

vor 2 Tagen
In den USA wurde es zuerst beobachtet: Seit einigen Jahren wenden
sich junge Menschen (besonders junge, intellektuelle Männer) einer
besonderen Spielart des Katholischen zu, nämlich einem entschieden
konservativen Katholizismus. Wie ist das zu verstehen? Was zieht
junge Menschen, die häufig nicht religiös aufgewachsen oder
evangelikal geprägt sind, zur alten lateinischen Messe, zu
autoritären Vorstellungen von Ordnung, zu einem christlichen
Nationalismus und rechts-religiösen Aktivismus? Pater Klaus Mertes
beobachtet diese Tendenz – nicht nur in den USA, sondern auch in
Spanien und Frankreich sowie im deutschsprachigen Raum. Pater
Mertes hat deutsche Kirchengeschichte mitgeschrieben: Von 2000 bis
2011 war er Rektor des Jesuitengymnasiums Canisius-Kolleg Berlin,
dort wirkte er Anfang 2010 maßgeblich an der Aufdeckung
sexualisierter Gewalt gegen Schüler mit und brachte damit die
Aufarbeitung von Missbrauch in der katholischen Kirche in Gang –
mit erheblichen Folgen auch für die evangelische Kirche. Als
Theologe und Autor analysiert und kommentiert er theologische und
politische Entwicklungen im weltweiten Katholizismus. Genau
beobachtet er, was der US-amerikanische Vizepräsident J. D. Vance,
der Investor Peter Thiel und rechtskatholische Intellektuelle
propagieren. Dem versucht er das entgegenzustellen, was für ihn
gute katholische Ressourcen sind: theologisches Nachdenken,
politische Wachsamkeit und nicht zuletzt eine lebendige
Frömmigkeit.

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