Update: Helm ab! Wenn Olympia auf Politik trifft

Update: Helm ab! Wenn Olympia auf Politik trifft

Ein ukrainischer Athlet darf bei den Olympischen Spielen keinen Helm tragen, mit dem er im Krieg getöteter Sportler gedenkt. Wie begründet das IOC das? Und: Amoklauf in Kanada.
10 Minuten

Beschreibung

vor 2 Wochen
Seit dem Wochenende laufen in Norditalien die Olympischen
Winterspiele. Aufmerksamkeit erregte der Fall des ukrainischen
Skeletonfahrers Wladyslaw Heraskewytsch. Der Athlet darf bei den
Wettkämpfen in Cortina d'Ampezzo keinen Helm tragen, auf dem
Porträts von im russischen Angriffskrieg getöteten Sportlerinnen
und Sportlern aus der Ukraine zu sehen sind. Das teilte Mark Adams,
Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit. Der
Helm verstoße gegen die Richtlinien des Internationalen Olympischen
Komitees, erlaubt sei stattdessen ein schwarzes Armband in Gedenken
an die Kriegstoten. Politische Äußerungen seien Heraskewytsch im
Training, in sozialen Netzwerken und bei Pressekonferenzen möglich.
Parallel sorgt Fifa-Präsident Gianni Infantino für Diskussionen,
weil er sich offen dafür zeigt, russische Mannschaften
perspektivisch wieder zu internationalen Wettbewerben zuzulassen.
Nico Horn, Sportredakteur der ZEIT, erklärt, wie das Internationale
Olympische Komitee die Entscheidung mit dem Helm begründet und was
die aktuellen Debatten über das Verhältnis von Sport und Politik
aussagen. In einer Schule in der kanadischen Provinz British
Columbia hat es am Dienstag einen Schusswaffenangriff gegeben. Nach
Polizeiangaben starben in der Ortschaft Tumbler Ridge zehn
Menschen, darunter die mutmaßliche Schützin. Zwei der Leichen seien
in einem Wohnhaus gefunden worden, der Tatort soll mit dem Vorfall
an der Schule zusammenhängen. Mindestens 25 weitere Menschen wurden
nach Polizeiangaben bei dem Angriff zum Teil lebensbedrohlich
verletzt. Die Polizei wurde kurz nach Mittag Ortszeit alarmiert und
entdeckte bei ihrem Eintreffen mehrere Tote. Hinweise auf weitere
Verdächtige gebe es nicht, eine Gefahr für die Öffentlichkeit
bestehe nicht mehr. Zum Motiv der Frau ist bislang nichts bekannt.
Es ist der schwerste Amoklauf in Kanada seit Jahren. Außerdem im
Update:  Fast jeder zweite Fahrschüler in Deutschland ist 2025
durch seine theoretische Prüfung gefallen, fast jeder dritte durch
die praktische Fahrprüfung. Das zeigen neue Zahlen des
TÜV-Verbands. Angesichts hoher Kosten läuft zugleich eine Debatte
über Reformen in der Fahrausbildung. Bundesverkehrsminister Patrick
Schnieder (CDU) hat dazu Eckpunkte vorgelegt, die den Führerschein
günstiger machen sollen.  Und sonst so? Mann vor Gericht, der
über Jahre Führerscheinprüfungen für andere übernommen haben soll
Moderation und Produktion: Ole Pflüger Redaktion: Constanze Kainz,
Philip-Johann Moser Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković Fragen,
Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. 
Weitere Links zur Folge: Symbolpolitik bei Olympia: Er trägt den
falschen Helm Olympische Winterspiele: Ukrainer darf nicht mit Helm
an getötete Sportler erinnern Kanada: Was über die Schüsse an einer
Schule in Kanada bekannt ist Kanada: Zehn Tote nach Schüssen an
Schule in Kanada Führerschein: Jeder dritte Teilnehmer scheitert an
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