Beschreibung

vor 2 Wochen
Warum suchen Menschen, die schon lange in Deutschland leben –
manche sogar hier geboren – Unterstützung in Selbsthilfegruppen in
ihrer Herkunftssprache? Warum fällt es manchmal leichter, über
Schmerzen, Ängste oder Stress in der eigenen Sprache zu sprechen?
Und wie beeinflussen kulturelle Rollenbilder, besonders bei
Männern, die Bereitschaft, Hilfe anzunehmen? In dieser Folge von
Echte Stimmen hören wir zwei Perspektiven: Kazım Erdoğan ist
Psychologe, Sozialarbeiter und Gründer von Aufbruch Neukölln und
spricht über die erste Selbsthilfegruppe für türkische Männer, mit
der er Räume für Dialog, neue Vaterrollen und gesellschaftlichen
Zusammenhalt schuf. Für sein Engagement gegen Ausgrenzung und
Gewalt wurde er 2012 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Und Taylor Coburn aus den USA spricht über ihr Verständnis von
Selbsthilfe und wie sie durch das Berliner Selbsthilfenetzwerk
nachhaltig ihren Umgang mit psychischer Gesundheit veränderte und
Stigmatisierung überwand. Heute leitet sie bei SEKIS Berlin die von
ihr gegründeten Berlin Mental Health Labs, die Menschen mit
Migrationshintergrund dabei unterstützen, eigene Initiativen zur
psychischen Gesundheit zu entwickeln und Selbstermächtigung zu
leben. Eine Folge über Sprache, Zugehörigkeit und den Mut, Hilfe
anzunehmen.

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

Nadlinchen
Stuttgart
15
15