#5nach12 mit Toralf Staud und Enrico Eberlein

#5nach12 mit Toralf Staud und Enrico Eberlein

Der Bestseller-Autor und Journalist zu Gast bei Enrico Eberlein.

Beschreibung

vor 2 Wochen
Was passiert, wenn sich das Klima nicht mehr Schritt für Schritt
verändert, sondern plötzlich kippt? Wenn aus schleichender
Erwärmung abrupte, unumkehrbare Prozesse werden? In dieser Folge
von #5nach12 spreche ich mit dem Klima-Journalisten und
Bestseller-Autor Toralf Staud über Kipppunkte im Erdsystem. Über
die kritischen Schwellen, nach deren Überschreiten sich
Entwicklungen selbst verstärken und nicht mehr aufzuhalten sind.
Wir sprechen über das Abschmelzen der großen Eisschilde, über die
Atlantische Umwälzzirkulation (AMOC) und über den Amazonas als
fragiles, sich selbst regulierendes System. Toralf erklärt, warum
Kipppunkte kein theoretisches Randthema der Klimaforschung sind,
sondern eine reale Risikofrage für Gesellschaft, Wirtschaft und
politische Stabilität. Selbst wenn Eintrittswahrscheinlichkeiten
unsicher erscheinen, sind die möglichen Schäden so groß, dass
Wegsehen rational kaum zu rechtfertigen ist. Gleichzeitig bleibt
das Gespräch nicht bei den Gefahren stehen. Denn Kipppunkte
existieren auch in die andere Richtung. In Wirtschaft, Gesellschaft
und Innovation. Am Beispiel der Photovoltaik zeigt Toralf, wie
politische Rahmenbedingungen selbsttragende Dynamiken auslösen
können, mit rasant sinkenden Kosten und weltweiter Verbreitung.
Positive Kipppunkte machen deutlich: Veränderung kann schneller
gehen, als wir oft annehmen. Ein zentraler Gedanke dieser Folge ist
der Perspektivwechsel in der Debatte: Klimaschutz ist keine
Verzichts-, sondern eine Stabilitätsfrage. Es geht darum, das
stabile Klima zu bewahren, auf dem unsere Zivilisation basiert.
Oder wie Toralf es formuliert: Nach dem Kipppunkt hilft auch
Abkühlen nicht mehr. Ein Gespräch über Risiken, Verantwortung und
darüber, warum jedes Zehntelgrad zählt. Es ist natürlich noch nicht
#5nach12.

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