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1 Stunde 3 Minuten
Kriege, extreme Hitze, steigende Energiepreise, Migration und geopolitische Abhängigkeiten werden oft getrennt diskutiert. Verstärkt das unsere Probleme? Die Wirklichkeit hält sich nicht an Ressortgrenzen. In der neuen Folge #5nach12 spreche ich mit Dr. Kira Vinke darüber, warum die Klimakrise längst auch eine Frage von Sicherheit, Außenpolitik, Energieversorgung und gesellschaftlicher Stabilität ist. Kira ist stellvertretende Forschungsdirektorin und leitet das Zentrum für Klima und Außenpolitik bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, der DGAP. Zuvor arbeitete sie viele Jahre am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. „Die Zeit, in der eine Wirtschaft funktioniert, die von fossilen Importen abhängig ist, sind vorbei.“ Sicherheit bedeutet mehr als Verteidigung und geopolitische Konflikte. Sie betrifft auch Menschen, die unter extremer Hitze leiden. Sie betrifft Fluten, Dürren und zerstörte Lebensgrundlagen. Und sie betrifft die Abhängigkeit von Öl und Gas, wenn Preise steigen und Krisen Haushalte, Unternehmen und Wirtschaft unter Druck setzen. Fossile Abhängigkeit ist eine sicherheitspolitische Verwundbarkeit. Darum sprechen wir über erneuerbare Energien, Wärmepumpen, Speicher und Elektromobilität als Stärkung für unsere Souveränität. Es geht um Resilienz. Und warum kritische Rohstoffe Recycling, Forschung, faire Partnerschaften und europäische Innovationskraft verlangen. „Je mehr wir lokale Energie schöpfen können, desto resilienter können wir uns auch machen“ Und es geht um Klimamigration. Viele Menschen wollen ihre Heimat nicht verlassen. Deshalb geht es um das „Recht zu bleiben und die Freiheit zu gehen“. Um Lebensgrundlagen, Selbstbestimmung und Verantwortung. Sicherheit, Klima, Migration und Demokratie müssen gemeinsam gedacht werden. Bei #5nach12 spreche ich über die Transformation und Lösungen, die Wirkung zeigen. Hören, was wirkt. Euer Enrico Eberlein
1 Stunde 4 Minuten
Wie verändert künstliche Intelligenz unser Denken, unsere Arbeit und unseren Blick auf die Zukunft? Genau darüber spreche ich bei #5nach12 mit Dr. Henning Beck. Henning ist Neurowissenschaftler, Bestsellerautor und Keynote-Speaker. Er beschäftigt sich mit menschlichem Denken, Kreativität, Innovation und der Frage, wie wir mit neuen Technologien umgehen. Er erklärt, warum Menschen von der Zukunft in die Gegenwart denken, während KI aus der Vergangenheit den nächsten Schritt berechnet. Und warum gute Fragen wichtiger werden und weshalb der größte Fehler manchmal darin liegt, etwas gar nicht erst zu testen. Darum sollten wir Menschen darin trainieren, mit unbekannten Problemen umzugehen, Bestehendes zu hinterfragen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. KI kann in Sekunden Bilder, Texte und Antworten erzeugen. Aber „Fragen sind kein skalierbares Gut.“ so Henning. Je einfacher Antworten verfügbar werden, desto wichtiger wird die Fähigkeit, gute und neue Fragen zu stellen. Warum? Weil Innovation häufig dort beginnt, wo jemand eine Frage stellt, die vorher noch niemand gestellt hat. Perspektivwechsel, kritisches Denken, Neugier und Kreativität werden damit zu entscheidenden Zukunftskompetenzen. Wir sprechen auch über die Wirkung von schlechten Nachrichten, über gute Nachrichten, die oft zu langsam sind. Warum Krisen uns oft schneller ins Handeln bringen. Und warum Klimaschutz dann wirkt, wenn er als Chance verkauft wird. In Texas spricht man nicht von Energiewende, sondern von Energieexpansion. Das verändert sofort die Perspektive. Außerdem geht es um Bildung, Führung und die Zukunft der Arbeit. Henning macht Mut. Zukunft ist Gestaltungsaufgabe. Wenn dich KI im Hinblick auf Gesellschaft, Zukunft und Wirkung interessiert, dann hör unbedingt rein. Warum braucht es vor allem kluge Fragen und den Mut, anders zu denken? #5nach12 - Hören, was wirkt. Euer Enrico Eberlein
59 Minuten
Bildung ist die Antwort. Aber hören wir wirklich zu? Wie verändert sich Bildung in Deutschland, wenn wir sie als eine zentrale Ressource für Zukunft, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt begreifen? Die junge Generation wird viel zu selten gefragt. Stiftung Bildung hat daraus ihre Mission gemacht. Sie verstärkt die Stimme derer, die im Bildungsdiskurs oft übersehen werden: Schüler*innen, Eltern, 5,9 Millionen Ehrenamtliche. In dieser Folge von #5nach12 ist mein Gast Katja Hintze, Mitgründerin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Bildung. Im Mittelpunkt unseres Gesprächs stehen die Rolle von Fördervereinen, die Bedeutung von Kinder- und Jugendbeteiligung und wie aus guten Ideen vor Ort echte Wirkung entstehen kann. Wir sprechen über 40.000 Kita- und Schulfördervereine und über Fördermittel für dieses Engagement. „Bildung ist die Antwort auf alle Herausforderungen, die wir gerade haben“, sagt Katja. Sie stärkt direkt an der Basis und macht junge Menschen zu Mitentscheidern, auch in Jurys über Fördermittel. Doch das Patenschaftsprogramm steht auf der Kippe. 10.000 Kinder könnten nicht erreicht werden. Pro Kind, pro Jahr sind es 300 Euro. Eine Patenschaft kann ein ganzes Leben verändern. Bildung ist mehr als Wissensvermittlung. Sie lässt Demokratie erleben, stärkt Selbstwirksamkeit und ermöglicht Teilhabe. Ein weiterer Schwerpunkt ist Bildung für nachhaltige Entwicklung. Was bedeutet BNE konkret im Alltag von Kindern und Jugendlichen? Nachhaltigkeit als Verantwortungsübernahme für das eigene Umfeld und für kommende Generationen. Es geht ebenso mit Blick auf die Zukunft um soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliches Denken. Gerade in Zeiten von Polarisierung und Transformationsdruck zeigt sich, wie wichtig starke Bildungsstrukturen sind. Ich bin Enrico Eberlein. Bei #5nach12 geht es um Lösungen zur Transformation. Hören, was wirkt.
1 Stunde 3 Minuten
Manchmal ist die wirkungsvollste Lösung die, die es schon gibt. Wie entsteht echte Wirkung durch wissenschaftliche Erkenntnisse? In dieser Folge von #5nach12 spreche ich mit Ruth von Heusinger, Physikerin, Gründerin und Geschäftsführerin von ForTomorrow, ausgezeichnet mit dem Planet Hero Award 2022 und als soziales Unternehmen Berlins 2024. Was viele übersehen: Wer wirklich CO₂ reduzieren will, muss die bestehenden Systeme kennen. Sonst passiert dasselbe wie bei einem Wasserbett. Du drückst auf der einen Seite runter, und auf der anderen geht es hoch. Im Gespräch geht es um den europäischen Emissionshandel, um das gezielte Stilllegen von Emissionsrechten und darum, warum dieses System aus ihrer Sicht ein starker Hebel für messbare CO2-Reduktion ist. Ruth erklärt verständlich, warum es nicht reicht, nur über Kompensation zu sprechen, und weshalb systemische Ansätze oft die wirksameren sind. ForTomorrow nimmt Spendengelder, kauft genau dieselben Emissionsrechte wie die großen Konzerne und legt sie still. Ungenutzt und für immer. Dadurch verknappt sich die Gesamtmenge. Bisher sind das schon über 28.000 Tonnen. Zum Vergleich: Jede*r in Deutschland verursacht im Durchschnitt 9 Tonnen pro Jahr. Wir sprechen außerdem über den günstigsten Weg, inclusive positiver Nebeneffekt, CO₂ aus der Atmosphäre zu nehmen Ruth spricht offen über Privilegien, über historische Verantwortung und darüber, dass Klimaschutz auch eine Frage von Gerechtigkeit ist. Sie engagiert sich darum ebenso im Vorstand des Bundesverbands Nachhaltige Wirtschaft. Und sie gibt Zuversicht: Das fossile Zeitalter geht zu Ende. Das elektrifizierte Zeitalter ist effizienter, kostengünstiger und demokratischer. Jeder kann seinen eigenen Strom produzieren. Ich bin Enrico Eberlein. Bei mir hörst du, was wirkt! Kein Weltuntergang. Bei #5nach12 geht es um Lösungen, die heute schon funktionieren.
58 Minuten
Warum prägen Schlagzeilen oft stärker als wissenschaftliche Fakten? Wie können wir Orientierung behalten und vor allem: Wie kommen wir ins Handeln? Weshalb sollte guter Journalismus nicht beim Problem stehen bleiben, sondern konsequent nach Lösungen suchen? Darüber und mehr sprechen Katja Morgenthaler und Enrico Eberlein in der neuen Folge von #5nach12. Katja war viele Jahre für das Greenpeace Magazin tätig und ist heute Mitgründerin und Geschäftsführerin des Nachfolgers, dem unabhängigen atmo-Magazin. Gemeinsam mit ihrem Team entwickelt sie einen konstruktiven Umweltjournalismus, der Orientierung gibt, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich einordnet und gleichzeitig Hoffnung macht. 17.000 Menschen haben das Crowdfunding unterstützt, 1,34 Millionen Euro kamen zusammen. Ein beeindruckendes Zeichen dafür, wie sehr dieser Ansatz gebraucht wird. Im Gespräch geht es um Klimakommunikation, Nachhaltigkeit, gesellschaftlichen Wandel und die Verantwortung von Medien in Zeiten zunehmender Polarisierung. Katja erklärt, wie sie mit ihren eigenen Kindern über die Klimakrise spricht, warum sie Ehrlichkeit für wichtiger hält als falsche Beruhigung. Wir sprechen ebenso über Desinformation und die Frage, warum Klimaschutz eigentlich konservativ sein müsste. „Konservare heißt bewahren“, erinnert Katja. „Bewahren wir die Schöpfung oder 170 Jahre Mineralölwirtschaft? Die Entscheidung sollte nicht schwer sein.“ Außerdem diskutieren wir über den Umgang mit wissenschaftlicher Unsicherheit und die Rolle der Politik. Welche Rolle spielen Werte, Sprache und Perspektivwechsel in gesellschaftlichen Debatten? Und wie gelingt es, Orientierung zu geben, ohne zu polarisieren? Nachhaltige Transformation entsteht nicht allein durch Fakten. Sie braucht verständliche Kommunikation, unterschiedliche Perspektiven und Lösungen. Genau darum geht es bei #5nach12. Enrico Eberlein spricht regelmäßig dazu mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. „Wenn 18 Millionen Menschen einen Schritt machen, ist das mehr, als wenn wir einen einzigen Perfekten finden.“ Hören, was wirkt.
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Über diesen Podcast
Hören, was wirkt! Mit #5nach12® – dem Podcast für
lösungsorientierte Transformation – öffne ich einen Raum für
optimistische, praxisnahe Gespräche, erfolgreich platziert unter
den Wirtschaftspodcasts. Ich spreche mit Gästen aus Wirtschaft,
Wissenschaft, Politik und Kultur, die konkrete Ansätze und Wirkung
statt Krisenrhetorik mitbringen. Fachlich fundiert und
verständlich. Ich übersetze komplexe Transformation in Wirkung,
Zuversicht und klare Handlungsimpulse. Takeaway: Orientierung im
Nachhaltigkeits-Dschungel, positive Beispiele und Mut zum nächsten
Schritt. Veränderung beginnt mit einem guten Gespräch.
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