Immunvermittelte Entzündungen und Krebs: was der Diagnosezeitpunkt über das Überleben verrät

Immunvermittelte Entzündungen und Krebs: was der Diagnosezeitpunkt über das Überleben verrät

Neue UK-Biobank-Analyse zeigt überraschende Zusammenhänge
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Beschreibung

vor 3 Wochen
Immunvermittelte Entzündungskrankheiten, kurz IMIDs, betreffen in
Industrienationen rund 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung. Sie
entstehen durch fehlgeleitete Immunreaktionen, die eigenes Gewebe
angreifen. Dazu gehören unter anderem die rheumatoide Arthritis,
Psoriasis oder Asthma. Seit Jahren besteht der Verdacht, dass
immunvermittelte Entzündungskrankheiten das Überleben von
Krebspatienten verschlechtern. Die Gründe wirken plausibel:
chronische Entzündung schwächt die Gesamtgesundheit, erhöht die
Krankheitslast und kann therapeutische Optionen einschränken.
Dennoch liefern Studien widersprüchliche Ergebnisse. Einige
Arbeiten berichten sogar über bessere Überlebenschancen bei
Krebspatienten mit bestimmten immunvermittelten
Entzündungskrankheiten. Andere Studien sehen keinerlei
Zusammenhang. Seit Einführung der Immun-Checkpoint-Inhibitoren hat
ein neuer Aspekt zusätzliche Aufmerksamkeit erhalten. Patienten,
die unter der Therapie neue immunvermittelte Erkrankungen
entwickeln, scheinen häufiger länger zu leben. Diese Beobachtungen
werfen die Frage auf, ob der Diagnosezeitpunkt einer
Immunvermittelten Entzündungskrankheit eine entscheidende Rolle
spielt. Forscher aus China wollten daher klären, wie sich diese
Erkrankungen, die vor oder erst nach einer Krebserkrankung
auftreten, auf die Gesamt- und krebsspezifische Mortalität
auswirken. Die Ergebnisse zeigen ein deutliches Muster.
Vorbestehende Entzündungskrankheiten erhöhen das Sterberisiko,
während neu auftretende Entzündungskrankheiten nach der
Krebsdiagnose einen Überlebensvorteil bringen können. Link zur
Studie (PubMed): pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40341467/ Deng G et al.
Differential impact of immune-mediated inflammatory diseases before
versus after cancer on patient survival: a nationwide cohort study.
Rheumatology 2025; 64:4976-4984 Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen
Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder
in Ihrer Apotheke. In diesem Audio sind mit Hilfe von künstlicher
Intelligenz (KI) oder maschineller Übersetzungstechnologie
gesprochene Texte enthalten [elevenlabs.io].

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