Angst vor Veränderung? Maria Maltschnig und Josef Lentsch über Parteien im 21. Jhd.
Parteien von innen reformieren oder neu gründen?
1 Stunde 10 Minuten
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Beschreibung
vor 7 Jahren
In der neuesten Folge von Wie jetzt? sprechen die Führungskräfte
zweier Parteiakademien, Maria Maltschnig (SPÖ) und Josef Lentsch
(NEOS). Wie verändert man Parteien in der heutigen Zeit? Schafft
man das noch oder ist es einfacher neu zu gründen? Über die Vor-
und Nachteile von 130 und 5 Jahren Parteigeschichte und was das
Selbstverständnis einer Partei heute ist. Hier lesen Sie drei
Auszüge aus dem Gespräch. Was ist das Selbstverständnis einer
Partei? Die SPÖ ist eng mit der Geschichte Österreichs verwoben und
hält auch alle 20 Jahre inne. „Wir erneuern in diesem Rhythmus
unser Parteiprogramm. Was ist in den letzten 20 Jahren passiert?
Wie können wir die Lehren daraus ins nächste Programm einbauen?“.
Das taugt nicht zum Wahlprogramm, sondern es geht um das
Grundsätzliche: Zum Beispiel um Werte, oder wie die Partei zum
Kapitalismus steht. Lentsch zeigt hier das Gegenteil auf, das
Programm der NEOS ist in einem permanenten Beta-Zustand, wird also
laufend angepasst. Dabei gerate man natürlich auch in Gefahr, sich
konstant in Details zu verlieren. Alte Werte in neuen Schläuchen?
Tesselaar entgegnet, dass Menschen sich nicht um einen Inhalt
gruppieren, das wäre zu klein. Es geht immer um ein größeres
Anliegen und Ansinnen. Gerade Volksparteien haben viele ihre
Erfolge in der Vergangenheit gefeiert, wie können diese Anliegen
erfolgreich aktualisiert werden? Wie setzt sich eine Partei
zusammen? Maltschnig sieht zwei Möglichkeiten: „Das eine ist ein
Zweckbündnis wie in der ÖVP. Bei Bauern und Wirtschaftstreibenden
ist das Wertesystem nicht das primäre, was diese Partei
zusammenhält. Das sei in ihrer Partei und auch bei den NEOS anders.
„Der entscheidende Erfolgsfaktor für die NEOS war das gemeinsame
politische Ziel“, sagt Maltschnig. Das Wertegerüst sei heute
wichtiger als vor Jahrzehnten noch. „Früher kamen Menschen wegen
Jobs und Wohnungen zur SPÖ, das können wir heute natürlich nicht
mehr bieten. Alle die heute beitreten, einen die gemeinsamen
Werte“.
zweier Parteiakademien, Maria Maltschnig (SPÖ) und Josef Lentsch
(NEOS). Wie verändert man Parteien in der heutigen Zeit? Schafft
man das noch oder ist es einfacher neu zu gründen? Über die Vor-
und Nachteile von 130 und 5 Jahren Parteigeschichte und was das
Selbstverständnis einer Partei heute ist. Hier lesen Sie drei
Auszüge aus dem Gespräch. Was ist das Selbstverständnis einer
Partei? Die SPÖ ist eng mit der Geschichte Österreichs verwoben und
hält auch alle 20 Jahre inne. „Wir erneuern in diesem Rhythmus
unser Parteiprogramm. Was ist in den letzten 20 Jahren passiert?
Wie können wir die Lehren daraus ins nächste Programm einbauen?“.
Das taugt nicht zum Wahlprogramm, sondern es geht um das
Grundsätzliche: Zum Beispiel um Werte, oder wie die Partei zum
Kapitalismus steht. Lentsch zeigt hier das Gegenteil auf, das
Programm der NEOS ist in einem permanenten Beta-Zustand, wird also
laufend angepasst. Dabei gerate man natürlich auch in Gefahr, sich
konstant in Details zu verlieren. Alte Werte in neuen Schläuchen?
Tesselaar entgegnet, dass Menschen sich nicht um einen Inhalt
gruppieren, das wäre zu klein. Es geht immer um ein größeres
Anliegen und Ansinnen. Gerade Volksparteien haben viele ihre
Erfolge in der Vergangenheit gefeiert, wie können diese Anliegen
erfolgreich aktualisiert werden? Wie setzt sich eine Partei
zusammen? Maltschnig sieht zwei Möglichkeiten: „Das eine ist ein
Zweckbündnis wie in der ÖVP. Bei Bauern und Wirtschaftstreibenden
ist das Wertesystem nicht das primäre, was diese Partei
zusammenhält. Das sei in ihrer Partei und auch bei den NEOS anders.
„Der entscheidende Erfolgsfaktor für die NEOS war das gemeinsame
politische Ziel“, sagt Maltschnig. Das Wertegerüst sei heute
wichtiger als vor Jahrzehnten noch. „Früher kamen Menschen wegen
Jobs und Wohnungen zur SPÖ, das können wir heute natürlich nicht
mehr bieten. Alle die heute beitreten, einen die gemeinsamen
Werte“.
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