Ist Baseldeutsch museumsreif?
Anlässlich der Museumsnacht Basel diskutiert SRF-Mundartredaktor
Markus Gasser auf dem Münsterplatz live vor Publikum mit seinen
zwei Gästen Flo Baeriswyl und Felix Rudolf von Rohr über
Baseldeutsch. Die Kernfrage dabei: Wem gehört Baseldeutsch
überhaupt?
54 Minuten
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Beschreibung
vor 3 Wochen
Anlässlich der Museumsnacht Basel diskutiert SRF-Mundartredaktor
Markus Gasser auf dem Münsterplatz live vor Publikum mit seinen
zwei Gästen Flo Baeriswyl und Felix Rudolf von Rohr über
Baseldeutsch. Die Kernfrage dabei: Wem gehört Baseldeutsch
überhaupt? Man kann in Basel fragen, wen man will: Praktisch
niemand wagt zu sagen, er oder sie spreche astreines Baseldeutsch.
Die Vorstellung eines «korrekten» Stadtdialekts ist durch die
Fasnacht, durch aktive Sprachpfleger und durch das zur Norm
gewordene Baseldeutsch-Wörterbuch von Rudolf Suter aus dem Jahr
1984 so stark in den Köpfen verankert, dass die eigene Sprache
immer davon abweicht. Wer sagt noch «allewyyl», «Zmoorge dringge»
oder «Schungge»? Eben. Aber stimmt diese Beobachtung auch für die
junge Generation? Oder hat diese ein ganz anderes Verhältnis zum
Baseldeutsch? Wem «gehört» dieser Dialekt eigentlich? Wir reden
darüber mit der jungen Autor*in und Journalist*in Flo Baeriswyl und
dem Fasnächtler und Berufsbasler Felix Rudolf von Rohr - und wir
beziehen Stimmen aus dem Publikum mit ein. Familiennamen Inauen,
Indermaur, Inderwildi Alle drei Namen sind sogenannte
präpositionale Wohnstättennamen: Zur lokalisierenden Präposition
«in» kommt jeweils eine Ortsbezeichnung als Ergänzung. «Au»
bedeutet 'Land am Wasser'); «Muur» oder «Mauer» benennt seinen
ersten Namensträger wohl als Bewohner eines ummauerten Siedlungs-
und Pflanzplatzes; «Wildi» bezeichnet im alpinen Gebiet der Schweiz
in der Regel abgelegene, unkultivierte und raue Gebiete oberhalb
oder am Rand von Siedlungen, die als Weideland und zur Gewinnung
von Wildheu genutzt werden.
Markus Gasser auf dem Münsterplatz live vor Publikum mit seinen
zwei Gästen Flo Baeriswyl und Felix Rudolf von Rohr über
Baseldeutsch. Die Kernfrage dabei: Wem gehört Baseldeutsch
überhaupt? Man kann in Basel fragen, wen man will: Praktisch
niemand wagt zu sagen, er oder sie spreche astreines Baseldeutsch.
Die Vorstellung eines «korrekten» Stadtdialekts ist durch die
Fasnacht, durch aktive Sprachpfleger und durch das zur Norm
gewordene Baseldeutsch-Wörterbuch von Rudolf Suter aus dem Jahr
1984 so stark in den Köpfen verankert, dass die eigene Sprache
immer davon abweicht. Wer sagt noch «allewyyl», «Zmoorge dringge»
oder «Schungge»? Eben. Aber stimmt diese Beobachtung auch für die
junge Generation? Oder hat diese ein ganz anderes Verhältnis zum
Baseldeutsch? Wem «gehört» dieser Dialekt eigentlich? Wir reden
darüber mit der jungen Autor*in und Journalist*in Flo Baeriswyl und
dem Fasnächtler und Berufsbasler Felix Rudolf von Rohr - und wir
beziehen Stimmen aus dem Publikum mit ein. Familiennamen Inauen,
Indermaur, Inderwildi Alle drei Namen sind sogenannte
präpositionale Wohnstättennamen: Zur lokalisierenden Präposition
«in» kommt jeweils eine Ortsbezeichnung als Ergänzung. «Au»
bedeutet 'Land am Wasser'); «Muur» oder «Mauer» benennt seinen
ersten Namensträger wohl als Bewohner eines ummauerten Siedlungs-
und Pflanzplatzes; «Wildi» bezeichnet im alpinen Gebiet der Schweiz
in der Regel abgelegene, unkultivierte und raue Gebiete oberhalb
oder am Rand von Siedlungen, die als Weideland und zur Gewinnung
von Wildheu genutzt werden.
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