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Beschreibung
vor 1 Monat
Die israelische Sopranistin Chen Reiss äußert sich im Podcast von
BackstageClassical besorgt über die weltpolitische Lage und die
zunehmende Politisierung der Kultur. In dem Gespräch mit Axel
Brüggemann zieht sie eine klare Trennung zwischen ihrer
persönlichen politischen Haltung und der Verantwortung von
Künstlern, hebt Deutschland als sicheren Zufluchtsort hervor und
kritisiert den Trend zu Konzertabsagen aus politischen Gründen.
Blick auf die Situation von Juden in Europa Reiss bezeichnet die
aktuelle Ära als eine »absolut schreckliche Zeit«, die sich für sie
»wie das Ende der Welt« anfühlt. Als Jüdin ist sie durch die
Holocaust-Erzählungen ihrer Großeltern noch immer traumatisiert;
die Geschichte ist für sie durch Dokumente über in Auschwitz
ermordete Verwandte sehr real. Mit Blick auf die Gegenwart betont
sie jedoch: »Deutschland ist heutzutage der sicherste Ort für
Juden.« Scharfe Kritik übt Reiss an internationalen Institutionen
wie der UN und der BBC, die ihrer Ansicht nach die jüdische
Identität der Opfer des Holocaust verschleiern. Wenn die BBC
lediglich von sechs Millionen Menschen spricht, ohne zu erwähnen,
dass es sich um Juden handelt, sei man »einen Schritt davon
entfernt zu leugnen, dass Juden im Holocaust ermordet wurden«.
Reaktion auf die Israel-Absage von Zubin Mehta Zur Entscheidung des
Dirigenten Zubin Mehta, aufgrund der israelischen Politik gegenüber
Gaza vorerst nicht nach Israel zurückzukehren, zeigt sich Reiss
zwiegespalten. Sie betont ihre Bewunderung für Mehta, erklärt
jedoch, dass sie selbst Benjamin Netanjahu nicht gewählt hat und
dessen Politik nicht unterstützt. Dennoch hinterfragt sie die
Wirkung solcher Boykotte: »Wen bestrafen wir eigentlich?«
Politische Führer würden sich nicht dafür interessieren, ob ein
klassischer Musiker auftritt oder nicht. Leidtragende seien das
Publikum und die Orchestermusiker. Reiss äußert den Wunsch, dass
Mehta nach Israel zurückkehrt, da er der Öffentlichkeit »so viele
Jahre Trost gespendet« hat: »Bitte, bitte, Zubin komm zurück, wir
brauchen Dich!« Blick auf Donald Trump und die USA In Bezug auf die
USA und die Sorge vor einer politischen Vereinnahmung von
Kulturinstitutionen durch Donald Trump zeigt Reiss Verständnis für
Künstler wie Philip Glass, die ihre Werke von bestimmten Bühnen
zurückziehen. Sie warnt davor, dass die Politik »jeden Winkel des
kulturellen Lebens dominiert«. Dennoch will sie weiterhin in
Amerika auftreten, um »das Licht zu bringen« und Solidarität mit
jenen zu zeigen, die sich der Politik widersetzen. »Ich stehe dafür
ein, nicht auf Bühnen von Institutionen aufzutreten, deren Werte
nicht mit den eigenen übereinstimmen«, so Reiss. Sie verweist dabei
auf ein eigenes Beispiel aus Gent, wo sie einen Auftritt absagt,
nachdem die dortigen Institutionen ankündigen, israelische Künstler
nur unter der Bedingung einer Distanzierung vom Netanjahu-Regime
auftreten zu lassen. [Hier den Newsletter von BackstageClassical
abonnieren](https://backstageclassical.com/newsletter-anmeldung/)
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Spende](https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=BAFVVJUKP986J):
Oder besucht [unseren
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BackstageClassical besorgt über die weltpolitische Lage und die
zunehmende Politisierung der Kultur. In dem Gespräch mit Axel
Brüggemann zieht sie eine klare Trennung zwischen ihrer
persönlichen politischen Haltung und der Verantwortung von
Künstlern, hebt Deutschland als sicheren Zufluchtsort hervor und
kritisiert den Trend zu Konzertabsagen aus politischen Gründen.
Blick auf die Situation von Juden in Europa Reiss bezeichnet die
aktuelle Ära als eine »absolut schreckliche Zeit«, die sich für sie
»wie das Ende der Welt« anfühlt. Als Jüdin ist sie durch die
Holocaust-Erzählungen ihrer Großeltern noch immer traumatisiert;
die Geschichte ist für sie durch Dokumente über in Auschwitz
ermordete Verwandte sehr real. Mit Blick auf die Gegenwart betont
sie jedoch: »Deutschland ist heutzutage der sicherste Ort für
Juden.« Scharfe Kritik übt Reiss an internationalen Institutionen
wie der UN und der BBC, die ihrer Ansicht nach die jüdische
Identität der Opfer des Holocaust verschleiern. Wenn die BBC
lediglich von sechs Millionen Menschen spricht, ohne zu erwähnen,
dass es sich um Juden handelt, sei man »einen Schritt davon
entfernt zu leugnen, dass Juden im Holocaust ermordet wurden«.
Reaktion auf die Israel-Absage von Zubin Mehta Zur Entscheidung des
Dirigenten Zubin Mehta, aufgrund der israelischen Politik gegenüber
Gaza vorerst nicht nach Israel zurückzukehren, zeigt sich Reiss
zwiegespalten. Sie betont ihre Bewunderung für Mehta, erklärt
jedoch, dass sie selbst Benjamin Netanjahu nicht gewählt hat und
dessen Politik nicht unterstützt. Dennoch hinterfragt sie die
Wirkung solcher Boykotte: »Wen bestrafen wir eigentlich?«
Politische Führer würden sich nicht dafür interessieren, ob ein
klassischer Musiker auftritt oder nicht. Leidtragende seien das
Publikum und die Orchestermusiker. Reiss äußert den Wunsch, dass
Mehta nach Israel zurückkehrt, da er der Öffentlichkeit »so viele
Jahre Trost gespendet« hat: »Bitte, bitte, Zubin komm zurück, wir
brauchen Dich!« Blick auf Donald Trump und die USA In Bezug auf die
USA und die Sorge vor einer politischen Vereinnahmung von
Kulturinstitutionen durch Donald Trump zeigt Reiss Verständnis für
Künstler wie Philip Glass, die ihre Werke von bestimmten Bühnen
zurückziehen. Sie warnt davor, dass die Politik »jeden Winkel des
kulturellen Lebens dominiert«. Dennoch will sie weiterhin in
Amerika auftreten, um »das Licht zu bringen« und Solidarität mit
jenen zu zeigen, die sich der Politik widersetzen. »Ich stehe dafür
ein, nicht auf Bühnen von Institutionen aufzutreten, deren Werte
nicht mit den eigenen übereinstimmen«, so Reiss. Sie verweist dabei
auf ein eigenes Beispiel aus Gent, wo sie einen Auftritt absagt,
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nur unter der Bedingung einer Distanzierung vom Netanjahu-Regime
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