#010 Kniffel – Der domestizierte Dopamin-Kick

#010 Kniffel – Der domestizierte Dopamin-Kick

17 Minuten

Beschreibung

vor 2 Wochen

Du hast vier Sechsen. Der Becher liegt in deiner Hand. Alles
hängt an diesem einen letzten Wurf. Dein Gehirn feuert genau die
gleichen Signale wie vor einem Spielautomaten in Las Vegas – nur
dass du am Küchentisch sitzt. In Folge 10 von Project
Ludos analysieren Till und Linn den Klassiker in der roten
Box. Wir klären, warum der „Beinahe-Treffer“ (vier gleiche Würfel
statt fünf) neurologisch als Gewinn verbucht wird und warum wir
unseren Kindern eigentlich „Glücksspiel-Homöopathie“ beibringen.


In dieser Episode:




System (Till): Die Architektur der
Hoffnung: Warum die 63-Punkte-Bonusschwelle eine perfekte
psychologische Falle ist und warum die „Chance“-Kategorie
eigentlich die Müllhalde für gescheiterte Träume ist.




Psyche (Linn): Der einarmige Bandit im
Schafspelz: Warum Kniffel alle vier Merkmale von Glücksspiel
erfüllt (Variable Belohnung, Near-Miss-Effekt, Sunk Costs)
und warum digitale Kniffel-Apps diese Grenze zur Ausbeutung
oft überschreiten.




Das unmögliche Szenario: „Kniffel
Legacy“ – Eine kooperative Kampagne über 15 Partien mit
Aufklebern und Story. (Spoiler: Es wäre strategisch tiefer,
aber niemand würde es mehr mit Oma spielen).




Ein Spiel, das beweist: Hoffnung ist eine Droge, auch wenn sie
nur aus Plastikwürfeln besteht.


Kapitel: (00:00) Cold Open: Die 16,7%
Hoffnung & Intro (03:54) Analyse: Der Spielautomat im
Wohnzimmer & Die 3-Phasen-Struktur (08:42) Ethik:
Glücksspiel-Training für Kinder & Dark Patterns in Apps
(12:26) Gedankenexperiment: Kniffel als Koop-Legacy-Spiel


Keywords: Kniffel, Yahtzee, Spieltheorie,
Glücksspielsucht, Variable Ratio Reinforcement, Game Design,
Dopamin, Psychologie, Project Ludos.

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