"Wechseljahre sind keine Krankheit, die behandelt werden muss"

"Wechseljahre sind keine Krankheit, die behandelt werden muss"

Supplements oder doch Hormone? Oft unnötig oder sogar gefährlich, sagt die Ärztin Kerstin Weidner. Die Angst vor den Wechseljahren sei vor allem eins: ein gutes Geschäft.
59 Minuten

Beschreibung

vor 3 Wochen
Von Hitzewallungen über Muskelschmerzen bis hin zu Lustlosigkeit
und sogar Depressionen: Es gibt kaum etwas, was vor allem Frauen in
den Wechseljahren angeblich nicht droht. Dabei sind die meisten
Symptome gar nicht typisch für die Wechseljahre, sagt Kerstin
Weidner. Und Männer kennen sie auch. Daten zeigen zudem: Die
meisten Frauen kommen gut durch diese Zeit. "Eine Phase natürlicher
Veränderung wird gerade in eine potenziell pathologische,
problematische Krise verwandelt", erzählt Weidner den beiden Hosts
Melanie Büttner und Sven Stockrahm. Nur woher kommen dann die
Beschwerden? Oft haben sie ganz unterschiedliche Ursachen und es
braucht individuelle Lösungen statt Supplements, Coachings und
Therapien für alle. In dieser Folge schauen wir auf
wissenschaftliche Evidenz. Und die zeigt, dass Erwartungen, Stress
und der Alltag oft einen stärkeren Einfluss auf Symptome haben als
der Hormonspiegel. Wann eine Therapie dennoch sinnvoll sein kann
und warum das Risiko gefährlicher Nebenwirkungen so hoch ist. Mehr
zu unserer Gästin und weitere Infos - Kerstin Weidner ist
Professorin und Fachärztin für Psychosomatische Medizin und
Psychotherapie. Sie leitet die Klinik und Poliklinik für
Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum der TU
Dresden. Zugleich ist sie stellvertretende Vorsitzende der
Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche
Psychotherapie. - In einer repräsentativen Untersuchung konnte
Weidner zusammen mit einem Team aus Forschenden zeigen, dass nur
Hitzewallungen und Schweißausbrüche als typische
Wechseljahresbeschwerden bezeichnet werden können. Alle anderen
Symptome erleben Menschen und eben nicht nur Frauen, in jeglichen
Lebensphasen (Weidner et al., "Journal of Psychosomatic
Obstetrics & Gynecology", 2017 (PDF) und Weidner et
al., "Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie",
2012). - In weiteren Forschungsarbeiten zeigten Weidner und ihr
Team, dass Methoden, die Stress abbauen und die Selbstwirksamkeit
stärken, bestimmte Symptome unter Frauen während der Wechseljahre
lindern (Weidner et al., "Maturitas", 2020). Alle Folgen vom Sex-
und Beziehungspodcast auch auf www.zeit.de/istdasnormal. Kennst du
unser Buch? "Ist das normal? Sprechen wir über Sex, wie du ihn
willst" Folge den Hosts, der Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie
Büttner und dem ZEIT-Ressortleiter Wissen Online, Sven Stockrahm,
auf Instagram unter @dr.melanie.buettner und @svensonst. [ANZEIGE]
Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser
Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser
Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns
nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4
Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. 

Kommentare (0)

Lade Inhalte...
15
15