Bundeskanzler Viktor Rossi: "Biel und meine Heimat Napoli haben ein paar Gemeinsamkeiten"

Bundeskanzler Viktor Rossi: "Biel und meine Heimat Napoli haben ein paar Gemeinsamkeiten"

56 Minuten

Beschreibung

vor 2 Wochen
Er wird manchmal als der «achte Bundesrat» bezeichnet:
Bundeskanzler Viktor Rossi. Im Gespräch mit Nicoletta Cimmino
gewährt der Berner einen Blick hinter die Kulissen des Bundeshauses
- und erzählt, er habe als Jugendlicher nicht mal gewusst, dass es
überhaupt einen Bundeskanzler gebe. Sein Lebensweg verlief nicht
geradlinig. Nach der achten Sekundarklasse durfte er nicht weiter
in die Schule. Aus disziplinarischen Gründen wurde er
ausgeschlossen. Er begann eine Kochlehre. Ein erster Bruch im
Lebenslauf und die Möglichkeit, sich zu besinnen: «Wenn man mit dem
Finger auf andere zeigt, zeigen drei Finger auf einen selbst.»
Rossi, Sohn eines italienischen Vaters und einer
slowenischsprachigen Mutter aus Kärnten, holte nach der Lehre das
Gymnasium nach und studierte Wirtschaft und Recht an der
Universität Bern. Seine Karriere führte ihn in die Stadt Biel. Er
wurde Direktor der kaufmännischen Berufsschule, dem heutigen BFB.
«Dabei sprach ich am Anfang schlecht Französisch». Mehrsprachigkeit
ist für den Bundeskanzler der Kern der Schweiz: «Eine Sprache ist
mehr als ein Kanal zum Verstehen". Im Klartext erzählt Viktor Rossi
auch davon, was ihm Italien heute bedeutet, wie er als Lehrling
einmal für die erste Schweizer Bundesrätin, Elisabeth Kopp gekocht
habe. Und im Bezug auf die digitale Empörungsökonomie plädiert er
für Gelassenheit: «Man muss nicht auf alles in drei Sekunden
reagieren», sagt er mit Blick auf den jüngsten verbalen Angriff des
US-Präsidenten auf die Schweiz anlässlich des World Economic Forums
(WEF).

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