Podcaster
Episoden
21.02.2026
56 Minuten
In diesen Tagen erscheint sein neustes Buch: "Live Bold". Darin
plädiert der Bieler Politiker und Berufsoffizier Mathias Müller für
eine neue Betrachtung der Männlichkeit. Ein in sich gefestigter
Mann sei weder toxisch noch übergriffig, jedoch jederzeit bereit,
sich zu verteidigen, Im Gespräch mit Nicoletta Cimmino redet Müller
über das Buch, aber auch über seine Kindheit, seine bereits früh
erwachte Liebe für die USA, seine Leidenschaft für die Schweizer
Armee und warum er bei seinen drei Kindern erzieherisch eher locker
unterwegs war: "Ich bin ein antiautoritärer Vater".
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14.02.2026
54 Minuten
Sein Klarinettenlehrer hat ihm vom Gitarrespielen abgeraten, weil
er da noch mehr üben müsse. Trotzdem ist der Bieler Mathias Schenk
seit 23 Jahren mit der Band «Death by Chocolate» unterwegs und hat
dabei auch sein Talent zur Unterhaltung entdeckt. Egal ob im
Podcast «Hergöttli Panaschiert» oder auf der Bühne mit dem Programm
«Gurtner & Schenk: Marathon» - er kann nicht aufhören, Leute
zum Lachen zu bringen. Der kreative Tausendsassa erzählt in dieser
Folge unverblühmt von ersten Schwimmversuchen in Dotzingen, warum
er beim Musikmachen in einen Flow kommt und dass er es am liebsten
hat, «wenn Leute fast verrecken vor Lachen.» Zudem feiert er auch
noch gleich seinen 39. Geburtstag im Studio mit einer Nachricht an
sein jüngeres Ich: "Sälü. Ich bin noch da."
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07.02.2026
51 Minuten
Jakob "Köbi" Kölliker war Spieler, Trainer, Sportchef. Er hatte
eine internationale Karriere, wie man sie im Schweizer Eishockey
kaum findet. Alles begann in Biel, dort, wo der «Buschanger»
erstmals Schlittschuhe schnürte, uns sein Vater Eismeister war. Im
«Klartext – der ajour-Talk» mit Nicoletta Cimmino blickt der heute
72-Jährige zurück auf sein letztes Engagement beim SCB-Frauenteam
(«Das Frauen-Eishockey hat riesiges Potenzial») – und erklärt,
warum man als Trainer bei den Frauen feinfühliger kommunizieren
muss. Er spricht über die Unterschiede zwischen dem Schweizer und
dem deutschen Nationalteam («Die Deutschen waren überfordert, wenn
sie nicht einfach Befehle bekamen»), über seine glücklichste Zeit
bei Ambri-Piotta, seine tiefe Verbundenheit zu Biel und über Willy
Gassmann, den früheren Präsidenten des EHC Biel («Ein richtiger
Patron»). Und «das Schlitzohr», so nannte man Kölliker gerne,
verrät, warum er froh ist, dass es früher keine Smartphones gab,
die seine damaligen Eskapaden hätten festhalten können.
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31.01.2026
56 Minuten
Edna Epelbaum wuchs in der Stadt Biel oberhalb eines Kinos auf,
ihre Spielplätze waren die Projektionskabinen. Der erste Film, den
sie sah, war «Heidi» – schwarz-weiss: «Ich schrie durch den dunklen
Saal: Warum schlafen hier alle?», erinnert sie sich lachend an ihre
erste Kinoerfahrung als Dreijährige. Obwohl sie zunächst nach
Amerika ging, um eigene Wege zu finden, übernahm sie später das
Familienunternehmen von ihrem Vater Vital Epelbaum. "Für meinen
Beruf gibt es keinen eidgenössischen Fachausweis - das ist
"learning by doing". Der Vater liess sie machen, stand beratend zur
Seite: «Wir hatten uns gemeinsame sechs Monate Probezeit gegeben um
zu schauen, ob wir miteinander arbeiten können» erzählt sie. Ist
das Kino am Sterben, wie es immer wieder heisst? Edna Epelbaum ist
gelassen: «Solange wir als Gesellschaft das Bedürfnis haben,
Geschichten zu erzählen, gemeinsam zu lachen, solange wird das Kino
überleben», ist sie überzeugt.
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24.01.2026
56 Minuten
Er wird manchmal als der «achte Bundesrat» bezeichnet:
Bundeskanzler Viktor Rossi. Im Gespräch mit Nicoletta Cimmino
gewährt der Berner einen Blick hinter die Kulissen des Bundeshauses
- und erzählt, er habe als Jugendlicher nicht mal gewusst, dass es
überhaupt einen Bundeskanzler gebe. Sein Lebensweg verlief nicht
geradlinig. Nach der achten Sekundarklasse durfte er nicht weiter
in die Schule. Aus disziplinarischen Gründen wurde er
ausgeschlossen. Er begann eine Kochlehre. Ein erster Bruch im
Lebenslauf und die Möglichkeit, sich zu besinnen: «Wenn man mit dem
Finger auf andere zeigt, zeigen drei Finger auf einen selbst.»
Rossi, Sohn eines italienischen Vaters und einer
slowenischsprachigen Mutter aus Kärnten, holte nach der Lehre das
Gymnasium nach und studierte Wirtschaft und Recht an der
Universität Bern. Seine Karriere führte ihn in die Stadt Biel. Er
wurde Direktor der kaufmännischen Berufsschule, dem heutigen BFB.
«Dabei sprach ich am Anfang schlecht Französisch». Mehrsprachigkeit
ist für den Bundeskanzler der Kern der Schweiz: «Eine Sprache ist
mehr als ein Kanal zum Verstehen". Im Klartext erzählt Viktor Rossi
auch davon, was ihm Italien heute bedeutet, wie er als Lehrling
einmal für die erste Schweizer Bundesrätin, Elisabeth Kopp gekocht
habe. Und im Bezug auf die digitale Empörungsökonomie plädiert er
für Gelassenheit: «Man muss nicht auf alles in drei Sekunden
reagieren», sagt er mit Blick auf den jüngsten verbalen Angriff des
US-Präsidenten auf die Schweiz anlässlich des World Economic Forums
(WEF).
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Über diesen Podcast
Gespräche mit Menschen aus Biel, dem Seeland, der Schweiz und
darüber hinaus, die etwas zu erzählen haben - und Klartext reden.
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