Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt,...
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Monat
Ich bin beim Vorbereiten eines Kurses und es geht mir wie immer
beim Vorbereiten: Ich spüre die starke Botschaft dieses Kurses
mit jeder Faser und es durchströmt mich große Dankbarkeit und
Freude. Diese Worte sind zu schwach, um das Gefühl auszudrücken.
Ich spüre und erinnere mich an einschneidende Erlebnisse und wie
diese Botschaft mich berührt und verändert hat und mich zu der
Person reifen ließ, die ich nun bin. Große Dankbarkeit Gott
gegenüber, der mich so geleitet und herausgefordert hat, dass die
Potentiale, die in mir schlummerten, sich entfalten konnten. Und
ER tut es immer noch.
Es geht um Gleichnisse, in denen Jesus über das Himmelreich
spricht. „Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch
nahm und auf seinen Acker säte; es ist das kleinste unter allen
Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als
alle Sträucher und wird ein Baum, so dass die Vögel unter dem
Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen.“
Nur zwei Verse und doch steckt so viel Wahrheit darin. Das
Samenkorn – zunächst unspektakulär solange ich es in der Hand
behalte. Erst, wenn es in die Erde gelegt wird und Feuchtigkeit
bekommt, geschieht das Eigentliche. Frieder Gutscher besingt es
in seinem Lied vom Weizenkorn:
„Aufgerissen ist der Boden aufgewühlt und ohne Pracht. Tief
hinein fällt dort die Saat ins Dunkel einer langen Nacht. Doch
sie kündet neue Hoffnung umschlossen von der schweren Erde einer
kalten Winterlandschaft keimt ein leiser Ruf “es werde“.
In der Erde verborgen, wächst ein Same sacht, wächst ein neuer
Morgen mitten in der Nacht.
Harte Schichten weichen auf, von der Feuchtigkeit durchdrungen
quillt der Same langsam auf, geschieht die Reifung, bis ein Keim
das Korn aufbricht, sich verwurzelt im Erdboden und sich
ausstreckt hin zum Licht von der Sonne angezogen.
Neues Leben bricht hervor, schafft sich eine Bahn, entfaltet
einen Lebensraum, fängt zu blühen an.“
In diesem Lied wird der Prozess der Erweiterung meiner von mir
selbst so enggesteckten Grenzen treffend beschrieben. Von einer
übergroßen Verantwortung in der Ursprungsfamilie geprägt, war die
Angst vor Versagen und Scheitern so groß, dass ich ohne Gottes
Eingreifen lieber auf die sichere Karte gesetzt hätte und das
Samenkorn in der Hand behalten hätte. Der Prozess des Aufweichens
und Erweiterns der Grenzen ist nicht schmerz- und angstfrei. Aber
die Sehnsucht, zur Bestimmung zu kommen, zum Leben zu kommen, ist
größer. Gott sei Dank!
Es grüßt in die neue Woche hinein
Ihre und eure Traudel Krause
Weitere Episoden
vor 22 Stunden
vor 22 Stunden
vor 1 Woche
vor 2 Wochen
vor 3 Wochen
In Podcasts werben
Kommentare (0)