Gesamtvertrag für Ärzte: Einheit oder Vielfalt?

Gesamtvertrag für Ärzte: Einheit oder Vielfalt?

Steinhart und Huss ringen um Österreichs Gesundheitszukunft
49 Minuten

Beschreibung

vor 6 Stunden
Ein Vertrag für ganz Österreich – oder passgenaue Lösungen für
jedes Bundesland? In der Debatte um den ärztlichen Gesamtvertrag
prallen zwei Grundhaltungen aufeinander. Ärztekammer-Präsident
Johannes Steinhart warnt vor einem zentralistischen Zugriff auf ein
System, das von regionaler Vielfalt lebt. Landesärztekammern seien
keine Bremsklötze, sondern Garanten für Versorgung nahe am
Patienten. Einheitliche Regeln dürften nicht zu Einkommensverlusten
führen und müssten die Realität ärztlicher Arbeit abbilden.
ÖGK-Obmann Andreas Huss hält dagegen: Neun verschiedene Verträge
seien ein Relikt, teuer und intransparent. Ein österreichweit
einheitlicher Gesamtvertrag schaffe Fairness, Klarheit und moderne
Strukturen – für Ärzte wie für Patienten. Leistungskatalog,
Organisation und Honorare sollen neu geordnet werden, ohne jemanden
schlechterzustellen. Bis Mitte 2026 soll eine Einigung stehen. Der
Weg dorthin ist steinig. Doch klar ist: Es geht nicht um Formalien,
sondern um die Zukunft der Versorgung. Vereinheitlichen, wo es Sinn
hat. Differenzieren, wo es nötig bleibt.

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