Hätte die AfD-Gründung verhindert werden können? (Kaderschmiede)

Hätte die AfD-Gründung verhindert werden können? (Kaderschmiede)

9 Minuten
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Wir beobachten die Rechten, damit ihr es nicht müsst.

Beschreibung

vor 1 Monat
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Alexander Gauland galt lange als kluger Konservativer. Und die
Lektüre seiner Anleitung zum Konservativsein zeigt auch warum:
Darin warnt er eindringlich vor dem Bündnis der Konservativen mit
den Nationalisten. Genau das habe Deutschland und die
konservative Bewegung in den Untergang geführt. Über die
Konservative Revolution schreibt er, “mit ihnen ging der
preußisch-deutsche Konservatismus zugrunde”. Der Hauptfehler:
“Dem utopischen Entwurf einer Gemeinschaft von Freien und
Gleichen wird das Bild einer rassisch getönten Volksgemeinschaft
entgegengesetzt.” Na? Nach welcher Partei klingt das?


Um zu verstehen, warum sich ein sozialer Wertkonservativer wie
Alexander Gauland vor etwas mehr als zehn Jahren auf das Bündnis
mit völkisch denkenden Politikern wie Björn Höcke einließ, lesen
wir in dieser Kaderschmiede einerseits seine Anleitung zum
Konservativsein, andererseits seine frisch erschienene politische
Biografie: DDR. CDU. AfD – Ein wider Willen bewegtes politisches
Leben.


Einerseits loben wir die Hellsichtigkeit von Gauland, der schon
Anfang der 2000er richtig erkannt hat, woraus sich der Erfolg
rechtspopulistischer Parteien speist. Andererseits arbeiten wir
jedoch heraus, welche ideologischen Grundannahmen das
konservative Denken öffnen für das Bündnis mit den Völkischen.
Gerade diese Überschneidungen sind es, die konservative Parteien
historisch immer wieder dazu gebracht haben, mit faschistischen
Parteien zu kooperieren – und die auch in Zukunft dazu führen
könnten, dass sich Christdemokraten dafür öffnen.


Das ist unsere zweite Kaderschmiede, in der wir uns intensiv mit
einem rechten Denker auseinandersetzen. Mehrmals pro Monat gibt
es eine neue kostenfreie Folge des Podcasts. In der Kaderschmiede
lesen wir jedoch über mindestens ein Buch und diskutieren es
ausführlich. Da wir den Podcast und den Newsletter völlig
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