Podcaster
Episoden
14.05.2026
45 Minuten
Dass die Linke in Deutschland gerade besonders mächtig wäre, glaubt zwar kaum jemand. Das hält die NIUS-Chefs Pauline Voss und Julian Reichelt jedoch nicht davon ab, ein weiteres Buch gegen die vermeintlich linke Hegemonie in diesem Land zu schreiben. Diesmal ist es ein Wörterbuch, erschienen im Westend-Verlag, das das linke Vokabular „übersetzen“ soll, dabei aber vor allem: verspottet.
In dieser Folge werfen wir einen Blick auf das Buch Links – Deutsch / Deutsch – Links, mit dem es die NIUS-Redaktion gleich auf den ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste geworfen hat. Wir fragen uns, was für eine Linke hier eigentlich beschrieben wird und woher dieses Feindbild eigentlich kommt.
Dies ist eine von mehreren Podcast-Folgen, die wir jeden Monat produzieren. Dabei gibt es mindestens eine Folge, die sich mit einem aktuellen Thema beschäftigt, sowie eine weitere Bonusfolge, die Kaderschmiede, in der wir gemeinsam ein Buch lesen und über die Theorien der Rechten sprechen. In der letzten Kaderschmiede haben wir uns ein anderes Buch aus dem NIUS-Kosmos angeschaut, das Buch Bastardmoderne von Jan A. Karon. In der Folge haben wir darüber gesprochen, ob es sich dabei um den intellektuellen Unterbau des NIUS-Projekts handelt.
Da wir den Podcast und Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir auf deine Unterstützung angewiesen. Du kannst uns bereits ab 5 Euro pro Monat unterstützen und erhältst Zugriff auf alle Folgen: www.ueberrechts.de
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09.05.2026
10 Minuten
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Kulturpessimistische Verfallsdiagnosen gehören eigentlich seit jeher zum Inventar der modernen Rechten. Mit Büchern wie „Shitbürgertum“ von Ulf Poschardt oder, etwas weiter zurück, mit „Finis Germania“ haben sie auch in den letzten Jahren enorme Erfolge gefeiert. Jetzt taucht ein Autor aus dem NIUS-Kosmos auf, der das gleiche Genre bedient – dabei allerdings mit einer explizit postliberal-antikapitalistischen Agenda.
In dieser Folge schauen wir uns zunächst an, was Jan A. Karon an unserer Gegenwart eigentlich auszusetzen hat: Es gibt zu viele Migranten, die Menschen schauen zu viele Pornos, lokale Traditionen werden durch globalen Einheitsbrei ersetzt und der Fußball ist auch nicht mehr, was er einmal war. Wir fragen uns, welcher Blick auf die Welt eigentlich hinter diesen Klagen steht.
Dafür werfen wir einen genaueren Blick auf seine Problemanalyse: Welche Akteure macht er für den Verfall verantwortlich und was müsste sich laut Karon ändern, damit wir wieder in einer Welt ankommen, in der er sich wohlfühlen würde? Wir versuchen, herauszuschälen, was er eigentlich meint, wenn er davon spricht, Teil einer postliberalen Rechten zu sein – und fragen uns, wo die postliberalen Denker eigentlich falsch abbiegen.
Mehrmals pro Monat erscheinen neue Folgen unseres Podcasts. Das ist unsere fünfte Kaderschmiede, in der wir uns intensiv mit einem rechten Denker auseinandersetzen. Wir lesen darin jeweils mindestens ein Buch und diskutieren es ausführlich. Da wir Podcast und Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir dabei auf deine Unterstützung angewiesen. Bereits ab 5 Euro im Monat kannst du uns unterstützen und erhältst Zugriff auf alle Folgen: www.ueberrechts.de
Kulturpessimistische Verfallsdiagnosen gehören eigentlich seit jeher zum Inventar der modernen Rechten. Mit Büchern wie „Shitbürgertum“ von Ulf Poschardt oder, etwas weiter zurück, mit „Finis Germania“ haben sie auch in den letzten Jahren enorme Erfolge gefeiert. Jetzt taucht ein Autor aus dem NIUS-Kosmos auf, der das gleiche Genre bedient – dabei allerdings mit einer explizit postliberal-antikapitalistischen Agenda.
In dieser Folge schauen wir uns zunächst an, was Jan A. Karon an unserer Gegenwart eigentlich auszusetzen hat: Es gibt zu viele Migranten, die Menschen schauen zu viele Pornos, lokale Traditionen werden durch globalen Einheitsbrei ersetzt und der Fußball ist auch nicht mehr, was er einmal war. Wir fragen uns, welcher Blick auf die Welt eigentlich hinter diesen Klagen steht.
Dafür werfen wir einen genaueren Blick auf seine Problemanalyse: Welche Akteure macht er für den Verfall verantwortlich und was müsste sich laut Karon ändern, damit wir wieder in einer Welt ankommen, in der er sich wohlfühlen würde? Wir versuchen, herauszuschälen, was er eigentlich meint, wenn er davon spricht, Teil einer postliberalen Rechten zu sein – und fragen uns, wo die postliberalen Denker eigentlich falsch abbiegen.
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17.04.2026
52 Minuten
Viktor Orbán ist nach 16 Jahren abgewählt, die AfD hat weiterhin keine Machtperspektive und die MAGA-Bewegung scheint langsam auseinanderzubrechen. Könnte es sein, so fragen zwei journalistische Analysen, dass die Rechtspopulisten schon am Höhepunkt ihrer Macht angekommen sind?
Wir schauen in dieser Folge auf einen Text von Bernd Ulrich und Robert Pausch bei der Zeit und auf eine Analyse von Martin Debes im Stern, die sich mit den inneren Widersprüchen und Herausforderungen der rechten Bewegungen auseinandersetzen. Beide teilen im Kern die Stoßrichtung, in die auch wir in den vergangenen Monaten gezeigt haben – trotzdem halten wir ihre Analysen letztlich für fehlerhaft. Warum, diskutieren wir in dieser Folge.
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12.04.2026
57 Minuten
Ausgehend von aktuellen Debatten diskutieren wir verschiedene Begriffsangebote, die derzeit im Umlauf sind. Wir sprechen über den Faschismusbegriff im Alltagsverstand, über den Begriff des „demokratischen Faschismus“ bei Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey sowie über den Begriff der Faschisierung, wie ihn etwa Mario Candeias verwendet.
Dabei interessiert uns nicht nur, was diese Begriffe sichtbar machen, sondern auch, was sie unscharf werden lassen: Welche historischen Assoziationen rufen sie auf? Wo drohen sie, Unterschiede zwischen Konservatismus, Rechtsradikalismus und faschistischen Projekten einzuebnen? Und was geschieht, wenn gesellschaftliche Entwicklungen vorschnell unter einen Begriff gefasst werden, der in Deutschland fast unweigerlich an die faschistische Diktatur des 20. Jahrhunderts erinnert?
Wir diskutieren, warum wir weder von Faschismus noch von Faschisierung sprechen würden und weshalb uns stattdessen der Begriff des autoritären Kapitalismus analytisch weiterführt. Mit dem Begriff, wie ihn etwa Frank Deppe verwendet, wird verständlicher, dass autoritäre Verschiebungen nicht nur von der AfD ausgehen, sondern auch ohne sie längst vorangetrieben werden: durch verschärften Klassenkampf von oben, Aufrüstung, Disziplinierung, den Abbau demokratischer Handlungsspielräume und die wachsende Bedeutung exekutiver Macht.
Zugleich erlaubt dieser Begriff, die mögliche Funktion der AfD genauer zu bestimmen: nicht nur als radikale Oppositionskraft, sondern auch als möglicher rechter Flügel eines zunehmend autoritären kapitalistischen Projekts.
Die Folge ist damit ein Plädoyer für begriffliche Präzision. Wir wollen die gegenwärtige politische Entwicklung weder verharmlosen noch alarmistisch überzeichnen, sondern genauer verstehen.
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Wir diskutieren, warum wir weder von Faschismus noch von Faschisierung sprechen würden und weshalb uns stattdessen der Begriff des autoritären Kapitalismus analytisch weiterführt. Mit dem Begriff, wie ihn etwa Frank Deppe verwendet, wird verständlicher, dass autoritäre Verschiebungen nicht nur von der AfD ausgehen, sondern auch ohne sie längst vorangetrieben werden: durch verschärften Klassenkampf von oben, Aufrüstung, Disziplinierung, den Abbau demokratischer Handlungsspielräume und die wachsende Bedeutung exekutiver Macht.
Zugleich erlaubt dieser Begriff, die mögliche Funktion der AfD genauer zu bestimmen: nicht nur als radikale Oppositionskraft, sondern auch als möglicher rechter Flügel eines zunehmend autoritären kapitalistischen Projekts.
Die Folge ist damit ein Plädoyer für begriffliche Präzision. Wir wollen die gegenwärtige politische Entwicklung weder verharmlosen noch alarmistisch überzeichnen, sondern genauer verstehen.
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02.04.2026
16 Minuten
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Die rechte Parteienkritik steht vor einem grundlegenden Widerspruch: Aus ihrer Sicht führen Parteien zur Oligarchisierung und Verkrustung, mit ihren ständigen Streits untereinander führen sie außerdem zu einem schwachen Staat. Zugleich bleibt die Partei im bestehenden System der wichtigste, vielleicht sogar der einzige Weg zur Macht. Ausgehend von Erik …
Die rechte Parteienkritik steht vor einem grundlegenden Widerspruch: Aus ihrer Sicht führen Parteien zur Oligarchisierung und Verkrustung, mit ihren ständigen Streits untereinander führen sie außerdem zu einem schwachen Staat. Zugleich bleibt die Partei im bestehenden System der wichtigste, vielleicht sogar der einzige Weg zur Macht. Ausgehend von Erik …
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Über diesen Podcast
Wir beobachten die Rechten, damit ihr es nicht müsst.
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