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18.02.2026
5 Minuten
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Spätestens seit dem US-Angriff auf Venezuela ist wieder auffällig
oft vom rechten Staatsrechtler Carl Schmitt die Rede. Sein
Großraumkonzept dient dabei als Schlüssel, um die Außenpolitik
der USA unter Trump zu erklären. Nicht nur deutsche Leitmedien
reden wieder von dem “Kronjuristen des Dritten Reichs” – auch
AfD-Politiker fordern gezielt dazu auf, sich wieder mit Schmitt
zu befassen.
In der Kaderschmiede lesen wir deshalb den Text „Völkerrechtliche
Großraumordnung mit Interventionsverbot für raumfremde Mächte“
(1939/1941)1 und schauen, wie er darin argumentiert. Wir fragen
uns, ob das eine nüchterne Diagnose einer zerfallenden
internationalen Ordnung ist oder vor allem eine juristische
Legitimationsschrift für deutsches Expansionsstreben? Nach einer
ausführlichen Rekonstruktion seines Ansatzes prüfen wir, wie
plausibel die gängige Lesart ist, Trump handle „schmittianisch“.
Reicht „America First“ als politische Idee im Sinne Schmitts aus
oder ist Trumps Außenpolitik am Ende eher erratische
Interessenpolitik, die sich allenfalls punktuell in Schmitts
Begriffen beschreiben lässt?
Außerdem blicken wir auf die deutsche Rechte: Welche Rolle
spielen Großraumdenken und „Multipolarität“ in AfD und Vorfeld?
Und warum kann dieselbe Schmitt Referenz zu sehr
unterschiedlichen strategischen Konsequenzen führen von einer
klaren Orientierung an den USA bis zur Idee eines eigenständigen
europäischen Großraums?
Zum Schluss fragen wir: Was gewinnt man analytisch durch Schmitt
und was verliert man politisch? Wer nach Alternativen sucht,
landet jedenfalls nicht bei Großraumromantik, sondern bei der
schwierigen Frage, wie eine weniger blutrünstige internationale
Ordnung überhaupt denkbar wäre.
Das ist unsere dritte Kaderschmiede, in der wir uns intensiv mit
einem rechten Denker auseinandersetzen. Mehrmals pro Monat gibt
es eine neue kostenfreie Folge des Podcasts. In der Kaderschmiede
lesen wir jedoch über mindestens ein Buch und diskutieren es
ausführlich. Da wir den Podcast und den Newsletter völlig
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Literatur
Carl Schmitt (1941): Völkerrechtliche Großraumordnung mit
Interventionsverbot für raumfremde Mächte. Ein Beitrag zum
Reichsbegriff im Völkerrecht. In: Carl Schmitt: Staat, Großraum,
Nomos. Arbeiten aus den Jahren 1916-1969. Hrsg., mit einem
Vorwort und mit Anmerkungen versehen von Günter Maschke. 2.,
unveränderte Auflage. Duncker & Humblot, Berlin 2021.
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24.01.2026
1 Minute
Spätestens seit der Correctiv-Recherche vor zwei Jahren zählt
Martin Sellner zu den bekanntesten Gesichtern der
deutschsprachigen radikalen Rechten. Wir nehmen die aktuellen
Debatten um eine Veranstaltung von Sellner mit der
AfD-Abgeordneten Lena Kotré zum Anlass, um über ihn als
politischen Typus zu sprechen: als Aktivisten, Strategen und
Bewegungsunternehmer.
Wir analysieren das ambivalente Verhältnis zwischen Partei und
rechtsradikalem Vorfeld und fragen, warum die AfD immer wieder
auf Sellners Begriffe und Deutungsmuster zurückgreift, sich
zugleich aber formell von seiner Person distanzieren muss.
Im Zentrum der Folge steht Sellners Denken: seine Vorstellung von
Remigration, seine strategische Fixierung auf einen rechten
Hauptwiderspruch und sein Versuch, langfristig eine Verschiebung
des politischen Koordinatensystems zu erreichen.
Wir diskutieren außerdem die Grenzen der Figur des
Bewegungsunternehmers. Welche Dynamiken entstehen, wenn
politische Relevanz dauerhaft über Aufmerksamkeit hergestellt
werden muss? Wie abhängig ist Sellner von seinem Publikum und
seinen Unterstützern? Um das zu verstehen, werfen wir einerseits
einen Blick in seine Bücher und haken andererseits bei Martin
Sellner selbst nach.
Abschließend fragen wir, welche strukturelle Funktion Sellner für
die rechtsradikale Bewegung insgesamt erfüllt, inwiefern er ihr
nutzt und zugleich zum Problem werden könnte.
Dies ist eine von zwei Podcast-Folgen, die wir jeden Monat
produzieren. Dabei gibt es eine Folge, die sich mit einem
aktuellen Thema beschäftigt (zum Beispiel diese hier), sowie eine
weitere Bonusfolge, in der wir gemeinsam ein Buch lesen und über
die Theorien der Rechten sprechen. Da wir den Podcast und den
Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir dabei auf deine
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10.01.2026
9 Minuten
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Alexander Gauland galt lange als kluger Konservativer. Und die
Lektüre seiner Anleitung zum Konservativsein zeigt auch warum:
Darin warnt er eindringlich vor dem Bündnis der Konservativen mit
den Nationalisten. Genau das habe Deutschland und die
konservative Bewegung in den Untergang geführt. Über die
Konservative Revolution schreibt er, “mit ihnen ging der
preußisch-deutsche Konservatismus zugrunde”. Der Hauptfehler:
“Dem utopischen Entwurf einer Gemeinschaft von Freien und
Gleichen wird das Bild einer rassisch getönten Volksgemeinschaft
entgegengesetzt.” Na? Nach welcher Partei klingt das?
Um zu verstehen, warum sich ein sozialer Wertkonservativer wie
Alexander Gauland vor etwas mehr als zehn Jahren auf das Bündnis
mit völkisch denkenden Politikern wie Björn Höcke einließ, lesen
wir in dieser Kaderschmiede einerseits seine Anleitung zum
Konservativsein, andererseits seine frisch erschienene politische
Biografie: DDR. CDU. AfD – Ein wider Willen bewegtes politisches
Leben.
Einerseits loben wir die Hellsichtigkeit von Gauland, der schon
Anfang der 2000er richtig erkannt hat, woraus sich der Erfolg
rechtspopulistischer Parteien speist. Andererseits arbeiten wir
jedoch heraus, welche ideologischen Grundannahmen das
konservative Denken öffnen für das Bündnis mit den Völkischen.
Gerade diese Überschneidungen sind es, die konservative Parteien
historisch immer wieder dazu gebracht haben, mit faschistischen
Parteien zu kooperieren – und die auch in Zukunft dazu führen
könnten, dass sich Christdemokraten dafür öffnen.
Das ist unsere zweite Kaderschmiede, in der wir uns intensiv mit
einem rechten Denker auseinandersetzen. Mehrmals pro Monat gibt
es eine neue kostenfreie Folge des Podcasts. In der Kaderschmiede
lesen wir jedoch über mindestens ein Buch und diskutieren es
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27.12.2025
52 Minuten
Die Raunächte sind eine Zeit, um zu reflektieren und
vorauszuschauen – darum nutzen wir die Tage zwischen den Jahren,
um einen politischen Blick auf das kommende Jahr zu werfen. Wir
sprechen über den Pessimismus, der die politische Stimmung prägt,
und analysieren die Rolle der AfD in verschiedenen Bundesländern.
Wer sind die Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg und
Rheinland-Pfalz? Für welche ideologischen Strömungen stehen die
Kandidaten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern? Und was
unterscheidet eigentlich die Wahlen im Osten von denen im Westen?
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aktuellen Thema beschäftigt, sowie eine weitere Bonusfolge, in
der wir gemeinsam ein Buch lesen. Da wir den Podcast und den
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13.12.2025
5 Minuten
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In der ersten Kaderschmiede von Über Rechts beschäftigen wir uns
mit dem derzeit wohl meistdiskutierten Buch der Neuen Rechten:
Der Hegemonie entgegen von Benedikt Kaiser. Der rechtsradikale
Vordenker fordert darin einen Gramscianismus von rechts und
plädiert dafür, den Rechtspopulismus hinter sich zu lassen, um
eine langfristige weltanschauliche Strate…
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Über diesen Podcast
Wir beobachten die Rechten, damit ihr es nicht müsst.
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