Über Rechts – Der Podcast

Über Rechts – Der Podcast

Wir beobachten die Rechten, damit ihr es nicht müsst.
0 Kommentare

Episoden

Was bringt eine Partei, wenn man rechtsradikal ist? | Erik Lehnert: „Wozu Partei?“ (Kaderschmiede)
02.04.2026
16 Minuten
This is a free preview of a paid episode. To hear more, visit www.ueberrechts.de


Die rechte Parteienkritik steht vor einem grundlegenden Widerspruch: Aus ihrer Sicht führen Parteien zur Oligarchisierung und Verkrustung, mit ihren ständigen Streits untereinander führen sie außerdem zu einem schwachen Staat. Zugleich bleibt die Partei im bestehenden System der wichtigste, vielleicht sogar der einzige Weg zur Macht. Ausgehend von Erik …
Mehr
Ist der Rechtspopulismus ein Klassenprojekt von oben? (Live)
18.03.2026
1 Stunde 31 Minuten
Wie lässt sich der Aufstieg des Rechtspopulismus verstehen – als Protest der »Abgehängten« oder als gezielt vorangetriebenes Klassenprojekt? Darüber sprachen wir mit dem Lektor Heinrich Geiselberger und dem Wissenschaftler und Autor Thomas Biebricher, deren Band Oben rechts. Rechtspopulismus als Klassenprojekt neue Perspektiven auf das Thema eröffnet.


Das Gespräch ist ein Mitschnitt der Auftaktveranstaltung zur Reihe “Zeitanalysen”, die wir in Kooperation mit dem Literaturforum im Brechthaus organisieren. Die nächste Veranstaltung wird am 28.4. stattfinden, wenn Nils mit Mark Terkessidis über sein neues Buch Gewalt am Denken spricht. Tickets für den Abend gibt es online.


Neben den kostenlosen Folgen unseres Podcast gibt es einmal pro Monat die Kaderschmiede, in der wir gemeinsam ein Buch lesen und über die Theorien der Rechten sprechen. Da wir den Podcast und den Newsletter unabhängig betreiben, sind wir dabei auf deine Unterstützung angewiesen. Du kannst uns bereits ab 5 Euro pro Monat unterstützen und erhältst Zugriff auf alle Folgen: www.ueberrechts.de


This is a public episode. If you'd like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit www.ueberrechts.de/subscribe
Mehr
18 Prozent und ein Sieg für die Pragmatiker: Chaostage bei der AfD
11.03.2026
55 Minuten
Es ist gerade viel in Bewegung bei der AfD. Die enttäuschende Landtagswahl in Baden-Württemberg, offene Machtkämpfe in Nordrhein-Westfalen, Debatten über Vetternwirtschaft und wachsende Nervosität in Teilen der Partei werfen die Frage auf: Wie stabil ist die AfD eigentlich noch?


In dieser Folge schauen wir uns zwei aktuelle Konfliktfelder genauer an. Zunächst blicken wir auf die Wahl in Baden-Württemberg und fragen, warum die AfD ihr historisch bestes Ergebnis im Westen zugleich als Enttäuschung verbuchen musste. Was sagt das über die Grenzen ihres Erfolgs im Westen aus? Gibt es trotz hoher Umfragewerte weiterhin eine Art gläserne Decke? Und warum fällt die innerrechte Kritik an Markus Frohnmaier bislang erstaunlich verhalten aus?


Im zweiten Teil geht es um den Landesparteitag der AfD in Nordrhein-Westfalen, wo sich der größte Landesverband der Partei öffentlich zerlegt hat. Wir rekonstruieren den Machtkampf zwischen dem eher realpolitisch auftretenden Landeschef Martin Vincentz und dem offen radikalen Lager um Matthias Helferich. Dabei zeigt sich, dass die Konflikte vor allem strategischer Natur sind: Geht es um eine Partei, die sich auf Machtoptionen vorbereitet, oder um eine fundamentaloppositionelle Kraft, die gerade aus ihrer Radikalität ihren inneren Zusammenhalt zieht?


Abschließend fragen wir, was sich aus all dem über den Zustand der AfD insgesamt lernen lässt.


Dies ist eine von zwei Podcast-Folgen, die wir jeden Monat produzieren. Dabei gibt es eine Folge, die sich mit einem aktuellen Thema beschäftigt, sowie eine weitere Bonusfolge, in der wir gemeinsam ein Buch lesen und über die Theorien der Rechten sprechen. Da wir den Podcast und den Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir dabei auf deine Unterstützung angewiesen. Du kannst uns bereits ab 5 Euro pro Monat unterstützen und erhältst Zugriff auf alle Folgen: www.ueberrechts.de


This is a public episode. If you'd like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit www.ueberrechts.de/subscribe
Mehr
Vetternwirtschaft in der AfD: Wie gefährlich wird die Verwandtenaffäre?
25.02.2026
52 Minuten
Mit der Verwandtenaffäre sieht sich die AfD Vorwürfen ausgesetzt, die sie sonst gern selbst gegen die sogenannten Altparteien in Stellung bringt: Dass es ihren Politikern nur um die eigene Bereicherung ginge und sie sich „den Staat zur Beute“ mache. Der Vorwurf lautet entsprechend: Doppelmoral.


In dieser Folge wollen wir etwas genauer hinsehen: Was verrät die Affäre über das Innenleben der Partei? Inwiefern erschüttert der Vorwurf der Vetternwirtschaft überhaupt ihr Selbstbild? Wir treten von den einzelnen Fällen einen Schritt zurück und analysieren die Auswirkungen auf das Parteiimage und die internen Machtkämpfe. Wir diskutieren, wie legal die Praktiken eigentlich sind, und was sie über die politische Kultur in der Partei verraten.


Außerdem schauen wir darauf, wie genau der Vorwurf nun von den anderen Parteien genutzt wird – und zweifeln daran, ob es langfristig wirklich hilft, die AfD als genau so korrupt wie alle anderen auch darzustellen. Vielleicht sollten sich die Gegner der Partei gar nicht allzu viele Hoffnungen machen, dass die Affäre das Ansehen der AfD bei ihren Wählern nachhaltig beschädigt. Schließlich schauen wir auf eine Studie, die aber genau das behauptet.


Dies ist eine von zwei Podcast-Folgen, die wir jeden Monat produzieren. Dabei gibt es eine Folge, die sich mit einem aktuellen Thema beschäftigt (zum Beispiel diese hier), sowie eine weitere Bonusfolge, in der wir gemeinsam ein Buch lesen und über die Theorien der Rechten sprechen. Da wir den Podcast und den Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir dabei auf deine Unterstützung angewiesen. Du kannst uns bereits ab 5 Euro pro Monat unterstützen und erhältst Zugriff auf alle Folgen: www.ueberrechts.de


Veranstaltungen im Brechthaus:


https://lfbrecht.de/event/was-will-die-neue-rechte/


https://lfbrecht.de/event/oben-rechts-rechtspopulismus-als-klassenprojekt/


This is a public episode. If you'd like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit www.ueberrechts.de/subscribe
Mehr
Carl Schmitts' Großraumordnung: Der völkische Traum vom Ende des Universalismus (Kaderschmiede)
18.02.2026
5 Minuten
This is a free preview of a paid episode. To hear more, visit www.ueberrechts.de


Spätestens seit dem US-Angriff auf Venezuela ist wieder auffällig oft vom rechten Staatsrechtler Carl Schmitt die Rede. Sein Großraumkonzept dient dabei als Schlüssel, um die Außenpolitik der USA unter Trump zu erklären. Nicht nur deutsche Leitmedien reden wieder von dem “Kronjuristen des Dritten Reichs” – auch AfD-Politiker fordern gezielt dazu auf, sich wieder mit Schmitt zu befassen.


In der Kaderschmiede lesen wir deshalb den Text „Völkerrechtliche Großraumordnung mit Interventionsverbot für raumfremde Mächte“ (1939/1941)1 und schauen, wie er darin argumentiert. Wir fragen uns, ob das eine nüchterne Diagnose einer zerfallenden internationalen Ordnung ist oder vor allem eine juristische Legitimationsschrift für deutsches Expansionsstreben? Nach einer ausführlichen Rekonstruktion seines Ansatzes prüfen wir, wie plausibel die gängige Lesart ist, Trump handle „schmittianisch“. Reicht „America First“ als politische Idee im Sinne Schmitts aus oder ist Trumps Außenpolitik am Ende eher erratische Interessenpolitik, die sich allenfalls punktuell in Schmitts Begriffen beschreiben lässt?


Außerdem blicken wir auf die deutsche Rechte: Welche Rolle spielen Großraumdenken und „Multipolarität“ in AfD und Vorfeld? Und warum kann dieselbe Schmitt Referenz zu sehr unterschiedlichen strategischen Konsequenzen führen von einer klaren Orientierung an den USA bis zur Idee eines eigenständigen europäischen Großraums?


Zum Schluss fragen wir: Was gewinnt man analytisch durch Schmitt und was verliert man politisch? Wer nach Alternativen sucht, landet jedenfalls nicht bei Großraumromantik, sondern bei der schwierigen Frage, wie eine weniger blutrünstige internationale Ordnung überhaupt denkbar wäre.


Das ist unsere dritte Kaderschmiede, in der wir uns intensiv mit einem rechten Denker auseinandersetzen. Mehrmals pro Monat gibt es eine neue kostenfreie Folge des Podcasts. In der Kaderschmiede lesen wir jedoch über mindestens ein Buch und diskutieren es ausführlich. Da wir den Podcast und den Newsletter völlig unabhängig betreiben, sind wir dabei auf deine Unterstützung angewiesen. Du kannst uns bereits ab 5 Euro pro Monat unterstützen und erhältst Zugriff auf alle Folgen: www.ueberrechts.de


Literatur


Carl Schmitt (1941): Völkerrechtliche Großraumordnung mit Interventionsverbot für raumfremde Mächte. Ein Beitrag zum Reichsbegriff im Völkerrecht. In: Carl Schmitt: Staat, Großraum, Nomos. Arbeiten aus den Jahren 1916-1969. Hrsg., mit einem Vorwort und mit Anmerkungen versehen von Günter Maschke. 2., unveränderte Auflage. Duncker & Humblot, Berlin 2021.
Mehr

Über diesen Podcast

Wir beobachten die Rechten, damit ihr es nicht müsst. www.ueberrechts.de
15
15
Close