Diagnosen #1 - Konstruktivistisches Denken

Diagnosen #1 - Konstruktivistisches Denken

42 Minuten

Beschreibung

vor 6 Tagen

Liegen psychische Leiden wirklich so feinsäuberlich sortiert in
der Welt vor, wie unsere Klassifikationen suggerieren? Der
Realismus sagt: Ja, jeder Diagnose entspricht auch ein
spezifisches reales Phänomen in der Welt.





Der Konstruktivismus dagegen behauptet: Das Phänomen, das wir
durch die Diagnose bezeichnen wollen, liegt nicht einfach vor.
Vielmehr verändert es sich durch die Art, wie wir es beschreiben.
Unsere Auffassungen über Depression etc. beeinflussen, wie
Menschen leiden und welche Symptome sie zeigen.





Dies lässt sich anhand einiger empirischer Beispiele eindrücklich
darlegen. Vor hundert Jahren gab es etwa gewisse Symptome, die
heute nahezu komplett verschwunden sind, etwa den Arc de cercle.
Zudem gibt es in anderen Regionen der Welt Syndrome, die im
Westen unbekannt sind, und umgekehrt.





Schließlich gebe ich einen kurzen Ausblick auf die Kontroversen,
denen wir uns im Laufe der Serie widmen werden. Und ich stelle
den Autor vor, auf dessen Essays und Paper wir uns als
Textgrundlage konzentrieren: Awais Aftab.


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Portrait Awais Aftab The Lancet:
https://open.substack.com/pub/awaisaftab/p/profiled-in-lancet-psychiatry?r=3zjgbe&utm_medium=ios


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Inhalt:


0:00 Einleitung


4:17 Realismus


7:46 (radikaler) Konstruktivismus


11:23 2 Beispiele


18:05 Moderater Konstruktivismus


20:18 Sägen am Stuhl des Realismus


35:01 Was passiert außerdem?


39:07 Awais Aftab

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