#32 Amtsgeheimnisse vor Ort: Aus 3 mach 1 - warum Gemeinden freiwillig fusionieren - mit Bürgermeister Patrick Geir

#32 Amtsgeheimnisse vor Ort: Aus 3 mach 1 - warum Gemeinden freiwillig fusionieren - mit Bürgermeister Patrick Geir

Drei Gemeinden, die freiwillig fusionieren – das ist in Österreich eine Seltenheit. Doch wie kam es dazu? Vor vier Jahren, am 1. Jänner 2022, wurde aus den drei Gemeinden Matrei, Mühlbachl und Pfons eine einzige Gemeinde: Sie heißt Matrei am Brenner. Der
22 Minuten

Beschreibung

vor 5 Tagen

In der neuen Folge von „Amtsgeheimnisse vor Ort“
spricht Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl mit Bürgermeister
Patrick Geir aus Matrei am Brenner über die freiwillige
Fusionierung dreier Gemeinden. Vor vier Jahren, am 1. Jänner
2022, wurde aus den drei Gemeinden Matrei, Mühlbachl und Pfons
die neue Gemeinde Matrei am Brenner. Im Gespräch beleuchten wir
die Hintergründe dieses Schritts, die finanziellen Vorteile der
Zusammenlegung, und sehen uns an, wie sich die Gemeinde seitdem
entwickelt hat.


Während die Bevölkerung 1974 eine Fusion noch klar ablehnte,
stimmte sie 2020 deutlich dafür. Anders als bei einer
Verwaltungskooperation oder einem Gemeindedienstleistungsverband
(siehe Episode #30) geben Gemeinden bei einer Fusion ihre
Selbstständigkeit vollständig auf und formieren sich zu einer
neuen Einheit – mit neuem Gemeinderat, neuen Abteilungen und
einem neuen Gemeindeamt. Nicht in jedem Fall ist das sinnvoll.
Anders bei Matrei:


Die drei Gemeinden Gemeinden Matrei, Mühlbachl und Pfons sind
seit jeher eng miteinander verbunden. Zunächst wurde eine
Verwaltungskooperation geprüft, doch schlussendlich entschied man
sich für eine Fusion, erzählt der Bürgermeister. Diese erfolgte
schrittweise und wurde systematisch vorbereitet. Hilfreich war,
dass Verwaltung und Bauhöfe schon in der Vergangenheit
miteinander zusammengearbeitet hatten. „Dafür war einiges an Vor-
und Nacharbeit notwendig“, betont Patrick Geir. Der Aufwand habe
sich jedoch gelohnt: Die neue Gemeinde profitiert heute von
spürbaren finanziellen Vorteilen und erhielt zudem rund 1 Million
Euro an ‚Hochzeitsgeld‘ vom Land Tirol zur Unterstützung der
Fusionierung.


Und die Bürgerinnen und Bürger? Die sollen von der Fusionierung
so wenig wie möglich spüren. Für sie hat sich wenig verändert,
denn die meisten Vereine wurden und werden auch weiterhin
gemeindeübergreifend betrieben, wie der Ortschef erzählt. In
persönlichen Gesprächen zeigt sich, dass das Identitätsgefühl der
Menschen ohnehin stärker an ihre Ortsteile und Siedlungen
gebunden ist als an die ehemalige Gemeindegrenze. „Das war schon
vor der Fusion so und das bleibt auch so“, sagt Bürgermeister
Geir.


Aber warum entschied man sich für den Namen Matrei? Und wie
reagierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Fusion?
Diese und weitere Fragen beantworten wir in der aktuellen
Episode. Erfahren Sie, was Matrei am Brenner heute ausmacht,
welche Vorteile die Fusion brachte und wie der Weg zur neuen
Gemeinde verlief – in der neuen Folge von „Amtsgeheimnisse vor
Ort“ mit Bürgermeister Patrick Geir.


Österreichischer Gemeindebund

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15