Wissen als Risiko: Wenn Forschen zur Straftat wird
41 Minuten
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vor 4 Tagen
Stellen Sie sich vor, Ihre tägliche Arbeit macht Sie in den Augen
eines Staates zum Extremisten. Genau das ist der Deutschen
Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) widerfahren, die als erste
deutsche Institution vom russischen Regime mit diesem
folgenschweren Stempel markiert wurde, wie vielen anderen
russischen Organisationen davor schon. Was passiert, wenn der
Zugang zu Archiven und Forschungsgebieten plötzlich durch eiserne
Vorhänge und Cyberangriffe ersetzt wird?
In dieser Auftaktfolge für das Jahr 2026 tauchen wir in
eine Welt ein, in der Wissenschaftsfreiheit unter massivem Druck
steht – von den Gerichtssälen Moskaus bis hin zu den
Universitäten in Georgien, wo die Freiheit in rasantem Tempo
schwindet. Wir beleuchten, wie Forschende trotz transnationaler
Repression und der Gefahr, im „Fadenkreuz“ des Kremls zu landen,
Wege finden, die Wahrheit über Osteuropa ans Licht zu bringen.
Warum führt gerade die Einstufung als „extremistisch“ zu einem
überraschenden Anstieg des Interesses bei jungen
Wissenschaftlern?
Und wie gefährlich ist die neue Allianz aus autokratischer
Herrschaft und chinesischer Überwachungstechnologie? Und wir
diskutieren zudem das Paradoxon der deutschen Politik: Während
die sicherheitspolitische Bedeutung von Osteuropa-Expertise
wächst, droht durch Kürzungen an Universitäten eine ganze
Generation an Wissen verloren zu gehen. OSTERWEITERUNG, heute mit
Gabriele Freitag und Michael Rochlitz von der DGO.
Links: https://dgo-online.org/mitglied-werden/
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