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1 Stunde 13 Minuten
Deutschland und Tschechien teilen eine gut 800 Kilometer lange Grenze und sind wirtschaftlich eng verbunden. Doch wie gut kennen sich die Menschen, und was gilt es jenseits von Handelskennzahlen und Reisen nach Prag oder Berlin zu entdecken? In dieser Folge des Podcasts OSTERWEITERUNG sprechen Marianne Allweiss (ARD/DLR-Korrespondentin in Prag) und Helena Truchlá (Berlin-Korrespondentin für das Tschechische Fernsehen) über das Verschwinden alter Stereotype und das Auftauchen neuer Bilder, über hippe Viertel und vergessene Ecken - und darüber, wie man medial überforderten Gesellschaften das Interesse an ihren Nachbarn vermittelt. Zudem stellt Volker Weichsel (Redaktion OSTEUROPA) den neuen Band der Zeitschrift OSTEUROPA vor: Tschechien ist 2026 Gastland bei der Frankfurter Buchmesse, die Redaktion hat dies zum Anlass genommen, um zwölf Duos bekannter Persönlichkeiten zum Gespräch über die Zukunft Europas, den Wandel der Geschichtspolitik, die Herausforderungen der Energieversorgung, die Nöte des Wohnens zu laden. 

 Zum Heft: https://zeitschrift-osteuropa.de/hefte/2026/5-6/ 
1 minute
Der Krieg im Nahen Osten hat auch Folgen für Russland – und sie sind widersprüchlich. Zeitweise sorgte die Krise rund um die Straße von Hormus für deutlich höhere Ölpreise und spülte Milliarden in Putins Kriegskasse. Gleichzeitig gerät Russlands Energiewirtschaft immer stärker unter Druck: Ukrainische Drohnen greifen Raffinerien und Ölanlagen an, westliche Sanktionen erschweren den Export, und selbst die sogenannte Schattenflotte verursacht hohe Kosten. Wie stabil ist Russlands wichtigster Wirtschaftszweig noch? Und warum profitiert Moskau trotz aller Probleme immer wieder von internationalen Krisen? Darüber sprechen wir mit Russland-Experte Janis Kluge von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).

Links:

Janis Kluge: https://www.swp-berlin.org/wissenschaftler-in/janis-kluge

Zum Thema in der OSTEUROPA: https://zeitschrift-osteuropa.de/hefte/2026/1-2/kaum-gebremster-niedergang/
1 minute
Der Krieg in der Ukraine hat sich zu einem technologischen Drohnenkrieg und einem zermürbenden „Marathon“ entwickelt, bei dem ein schnelles Ende derzeit nicht absehbar ist. Inmitten von Zerstörung und Kälte beweist die Bevölkerung eine enorme, historisch verwurzelte Resilienz, während gleichzeitig die ukrainische Identität und Kultur eine neue Blüte erleben. Dennoch hinterlässt der Dauerstress tiefe Spuren in Form von kollektiven Traumata, die das soziale Gefüge und die Politik noch lange prägen werden.

Osteuropa-Historikerin Imke Hansen  (Libereco) und Politologe Andreas Heinemann-Grüder (Universität Bonn) sprechen in der aktuellen Ausgabe von OSTERWEITERUNG über aktuelle militärische und gesellschaftliche Entwicklungen im Kriegsverlauf und harte Lehren, die Westeuropa aus diesem Überlebenskampf für die eigene Sicherheit ziehen sollte.

Links:

Aktuelles Heft:

https://zeitschrift-osteuropa.de/hefte/2025/11-12/

Imke Hansen:

https://libereco.org/de/deutschland/team

Andreas Heinemann-Grüder:

https://www.cassis.uni-bonn.de/de/ueber-uns/alle-mitarbeiter/profdrandreasheinemanngrueder
1 minute
Budapest im Freudentaumel: Nach 16 Jahren unter Viktor Orbán endet in Ungarn eine politische Ära. Der Anführer der "illiberalen Demokratie" hat seine Niederlage an den Wahlurnen akzeptiert, viele Menschen im Land sprechen von einem Befreiungsschlag. Mit einer überwältigenden Mehrheit im Rücken steht der Wahlsieger Péter Magyar nun vor der monumentalen Aufgabe, in einem tief polarisierten Land die Rechtsstaatlichkeit wiederherzustellen. Mit Sonja Priebus (Viadrina Universität) und Kai-Olaf Lang (SWP) blicken wir hinter die Kulissen dieses historischen Ereignisses. 

Wie tief sitzen die Wurzeln des „Systems Orbán“ in den Medien und staatlichen Institutionen? Was bedeutet der Machtwechsel für die Beziehungen zu Brüssel, Moskau, Washington und für das Gefüge in der Visegrád-Gruppe? Wird Budapest zum Vorbild für andere Bewegungen in Ostmittel und Osteuropa oder bereitet Viktor Orbán bereits sein Comeback vor? Dies und mehr in der aktuellen Ausgabe OSTERWEITERUNG.

Kai-Olaf Lang:

https://www.swp-berlin.org/wissenschaftler-in/kai-olaf-lang

Sonja Priebus:

https://www.kuwi.europa-uni.de/de/professuren-mitarbeitende/europa-studien/team/03-wissma/sonja-priebus/index.html

Über OSTEUROPA:

https://zeitschrift-osteuropa.de/
41 Minuten
Stellen Sie sich vor, Ihre tägliche Arbeit macht Sie in den Augen eines Staates zum Extremisten. Genau das ist der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) widerfahren, die als erste deutsche Institution vom russischen Regime mit diesem folgenschweren Stempel markiert wurde, wie vielen anderen russischen Organisationen davor schon. Was passiert, wenn der Zugang zu Archiven und Forschungsgebieten plötzlich durch eiserne Vorhänge und Cyberangriffe ersetzt wird?

 In dieser Auftaktfolge für das Jahr 2026 tauchen wir in eine Welt ein, in der Wissenschaftsfreiheit unter massivem Druck steht – von den Gerichtssälen Moskaus bis hin zu den Universitäten in Georgien, wo die Freiheit in rasantem Tempo schwindet. Wir beleuchten, wie Forschende trotz transnationaler Repression und der Gefahr, im „Fadenkreuz“ des Kremls zu landen, Wege finden, die Wahrheit über Osteuropa ans Licht zu bringen. Warum führt gerade die Einstufung als „extremistisch“ zu einem überraschenden Anstieg des Interesses bei jungen Wissenschaftlern?

Und wie gefährlich ist die neue Allianz aus autokratischer Herrschaft und chinesischer Überwachungstechnologie? Und wir diskutieren zudem das Paradoxon der deutschen Politik: Während die sicherheitspolitische Bedeutung von Osteuropa-Expertise wächst, droht durch Kürzungen an Universitäten eine ganze Generation an Wissen verloren zu gehen. OSTERWEITERUNG, heute mit Gabriele Freitag und Michael Rochlitz von der DGO.

Links: https://dgo-online.org/mitglied-werden/
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Über diesen Podcast

OSTERWEITERUNG ist der Podcast der DGO und der Zeitschrift Osteuropa. Unsere Plattformen bieten Monat für Monat Themen und Orientierung – fundiert und interdisziplinär, analysieren Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur von Warschau bis Vladivostok, von Murmansk bis Moldova, sind Foren des europäischen Dialogs. Die DGO ist der größte Verbund der Osteuropaforschung im deutschsprachigen Raum. Sie ist ein Forum zur Diskussion von Politik, Wirtschaft und Kultur in Ostmittel- und Osteuropa. Sie vermittelt Wissen über und Kontakte nach Osteuropa und fördert den europäischen Dialog. Die Mitglieder der DGO kommen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur.
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