Und wir säkularisieren uns doch

Und wir säkularisieren uns doch

Kirchen verlieren Mitglieder, der Glaube an Gott nimmt ab und Religion wird immer seltener an die nächste Generation weitergegeben. Die Säkularisierung schreitet voran, trotz vieler spiritueller Angebote. Wohin uns das führt, erklärt Religionssoziolog ...
29 Minuten

Beschreibung

vor 4 Tagen
Kirchen verlieren Mitglieder, der Glaube an Gott nimmt ab und
Religion wird immer seltener an die nächste Generation
weitergegeben. Die Säkularisierung schreitet voran, trotz vieler
spiritueller Angebote. Wohin uns das führt, erklärt
Religionssoziologe Detlef Pollack im Interview. Sei es in der
Schweiz oder in Polen. In den USA oder in Südkorea. Überall wächst
die Gruppe der Konfessionslosen. Und überall sind die jüngeren
Generationen weniger religiös als die älteren. Das zeigt die grosse
Studie «Religion und Moderne» von Detlef Pollack. Auf über 600
Seiten beschreibt der Religionssoziologe, wie der Glaube an Gott
schwindet, wie die religiöse Praxis abnimmt (etwa der
Gottesdienstbesuch oder das Gebet) und wie spirituelle Angebote
zwar rege genutzt werden, den Rückgang der Religion aber nicht
kompensieren können. Auffällig ist dabei, dass in jedem einzelnen
der untersuchten Länder die Gründe für den Rückgang der Religion
anders sind. Der Trend bestätigt sich aber – selbst in so
religiösen Ländern wie Italien oder den USA. Erfolg hat Religion
nur in einer «verflüssigten» Version, wie Pollack die diversen
spirituellen Angebote zusammenfasst, oder als dogmatischer
Fundamentalismus. Was das für unsere Gesellschaft bedeutet – und ob
die Krisen der heutigen Zeit zu einem Revival der Religion führen
könnten, erklärt Detlef Pollack in «Perspektiven». Autorin: Nicole
Freudiger Buchhinweis: Detlef Pollack und Gergely Rosta. Religion
und Moderne. Ein internationaler Vergleich. Campus Verlag, 2025.

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